Land Rover Experience Center im Fahrbericht

Knapp 3 Wochen ist mein Besuch nun her im Land Rover Experience Center Wülfrath und ich muss sagen: ich erinnere mich noch sehr gerne zurück an die Zeit. In der Zwischenzeit fuhr ich viele andere Fahrzeuge, aber keins gab mir den Kick wie ein Range Rover oder gar Land Rover Defender. Es hat einfach etwas Erhabenes, wenn man im Cockpit eines SUVs sitzt und vor einem ein 110% Gefälle ragt. Man könnte dieses Gefühl wohl nur mit einem Landeanflug eines Piloten vergleichen. Wieso fühlt sich das Gefälle aber so spielend leicht an?

Natürlich könnte man damit argumentieren, dass man neben sich immer top ausgebildete Instruktoren sitzen hat. Hilfreich ist jedoch sicherlich auch die Hill Descent Control (kurz: HDC; Bergabfahrhilfe), die einen 2 Tonner im richtigen Moment wieder abbremst. Diese baut auf dem ESP-System auf, das wir bereits heutzutage zum „Standard-Sicherheits-Paket“ zählen, welches einzelne Räder abbremst. Bei der Bergabfahrhilfe verhält es sich so, dass eine konstante Geschwindigkeit zur Abfahrt durch den Fahrer vorgegeben wird (zwischen 10-20 km/h), welche dann durchgehend gehalten wird. Der Assistent übernimmt die Pedalerie und so braucht man bei der Abfahrt nur zu lenken. Diese Technik wird vermehrt in den neuen Range Rover sowie in einigen Land Rover, BMW, Audi und Daimler Modellen eingesetzt. Nur ein Fahrzeug aus dem Hause Land Rover verfügt nicht über den Assistenten, ist jedoch dennoch bestens gerüstet für jede Abfahrt: der Land Rover Defender.

Dieser war mein persönliches Highlight des Tages, denn er hatte nur zwei Einstellungshebel neben der Schaltkulisse. Zum einen war es die Differentialsperre, um Schlupf beim Anfahren zu minimieren und zum anderen handelt es sich dabei um die Getriebeuntersetzung, um die „Kraft“ der Umdrehungen zu erhöhen, damit man besser durch das Gelände kommt. Es ist wohl deshalb nicht abzustreiten, dass man bei der ersten Abfahrt etwas Bammel hat, aber man lernt dadurch unglaublich viel. Auch für mich neu war, dass man im Gelände nicht weiter als in den 3. Gang schalten sollte und die Daumen besser auf dem Lenkrad lässt, damit diese nicht brechen. Leider hilft einem kein Asssitent, wenn man nicht weiß, welches Hindernis vor einem ist und so hilft es manchmal, sein Gebiet vorher abzugehen. Gut eingestellte Sitze sind dafür hilfreich, die Gefahr im Off-Road zu mindern.

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Insgesamt kann ich sagen, dass sich alle Land Rover Modelle sehr gut Off-Road fahren lassen. Dieser Eindruck hatte mir aber nicht gereicht und so entschied ich mich, den kleinen Range Rover Evoque auch mal „On-Road“ zu fahren. Ich ging ohne Erwartungen an das Auto heran und wurde nicht enttäuscht. Ein 2,2 Liter Diesel-Motor mit Turbolader füllt den Motorraum aus und sorgt für ordentlich Dampf im Kompakt-SUV. Je nach Motorisierung bewegt man sich sogar bei dem Auto in einem sehr realistischen Preisrahmen (um die 40.000€ Einstiegspreis) und ist im Gegensatz zum großen Bruder (Range Rover Sport 2013) gut zu finanzieren. Ich habe absichtlich einen der günstigsten Land/Range Rover auch mal auf der Straße getestet, damit man auch ein realistisches Bild vom Fahrzeug bekommt und kann insgesamt sagen: Durch die Bank weg gute Qualität im Hause Land Rover. Diese Qualität kann wunderbar entfesselt werden im 120.000qm Parkour in Wülfrath. Off-Road par excellence eben.

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Unseren Artikel auf NewGadgets.de gibt es hier. Das Video zur Unternehmenspräsentation von Land Rover findet ihr unter diesem Link.

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