(Update) LaFerrari – Hybrid Ferrari mit 968 italienschen Pferden

Manche behaupteten, Ferrari würde in Genf den neuen Enzo vorstellen, doch jetzt kommt’s noch besser. Die Jungs aus Maranello stellen den ersten Hybrid-Ferrari vor… und was für einen.

968 heißblütige, italienische Hengste warten im V12 des LaFerrari. Wobei, heißblütig sind davon eigentlich nur 800.

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Denn diese stammen aus dem 6,2 Liter fassenden, zwischen Cockpit und Heckachse sitzendem Verbrennungsmotor, welcher das feuerrote Carbongeschoss mit einer Drehzahl von bis zu 9.250 U/min in unter 3 Sekunden auf 100 km/h, binnen 7 Sekunden auf 200 km/h und noch vor der 15 Sekunden Marke auf 300 km/h katapultiert. Wahnwitzig.

Unterstützt wird der V12-Verbrennungsmotor von zwei, im Vergleich winzig wirkenden, 84 PS Elektromotor, durch welche dann letztendlich die Gesamtleistung von 968 PS zustande kommt. Die beiden Batterien, die die Elektromotoren mit Strom versorgen, wiegen zusammen lediglich 60kg, was laut Ferrari ein Spitzenwert für deren Leistungsstärke ist.

Diese Batterien liegen optimalerweise am Boden des Fahrgestells und tragen dadurch zur Verbesserung des Schwerpunktes bei. Ihre Kraft ziehen die Batterien hierbei zum Einen aus der Bremsenergie, zum Anderen aus überschüssigem Drehmoment, beispielsweise in der Kurve.

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„Wir haben beschlossen, dieses Modell LaFerrari zu nennen”, erklärte Ferrari Präsident Luca di Montezemolo, „weil es genau das verkörpert, was unser Unternehmen ausmacht: Exzellenz, bezogen auf technische Innovation, Leistung, visionäres Design und pures Fahrvergnügen. Es ist ein wirklich außergewöhnliches Fahrzeug für unsere Sammler mit einem herausragenden Konzept, das in Zukunft auch in das übrige Produktangebot Eingang finden wird. Der LaFerrari ist ein Meilenstein für die gesamte Automobilindustrie und vereint in sich die komplette Erfahrung, die wir in den vergangenen Jahren auch in der Formel 1 gesammelt haben. Er ist Ausdruck der unübertroffenen Konstruktions- und Design-Expertise von Ferrari.”

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Ein wahres Superlativ, dennoch gibt es Konkurrenz und zwar aus Woking, Großbritannien. Der McLaren P1 verfügt nicht nur ebenfalls über einen leistungsstarken Hybrid-Antrieb, sondern wurde ebenfalls in Zusammenarbeit mit einem Formel 1 Team entwickelt. Am LaFerrari wurden als Testfahrer nämlich unter Anderen Fernando Alonso und Felipe Massa eingesetzt.

Exklusiv ist das Gefährt zwar so oder so, etwas exklusiver macht es Ferrari aber dennoch durch die Limitierung des edlen Stücks auf 499. Ein Preis wurde noch nicht genannt, aber der ist angesichts der Extremheit des Modells auch Makulatur.

 

Update, 12.03.13, 10.35 Uhr: Wie Ferrari vermeldete, sind bereits alle 499 Exemplare des LaFerrari verkauft worden. Es seien sogar über 1.000 ernsthafte (!) Anfragen gestellt worden, von Kunden aus aller Welt, vornehmlich aber wohl aus den arabischen Emiraten. Kein Wunder, das Kapital muss man nämlich erstmal haben, denn der LaFerrari ist -nicht wirklich überraschend- sehr kostspielig. Satte 1,2 Millionen Euro, so besagen diverse Gerüchte, muss jeder der 499 Käufer auf den Tisch legen, bevor er das (fast) 1.000 PS Monster sein Eigen nennen kann.

Zudem sind weitere neue Informationen an die Öffentlichkeit gedrungen: Der LaFerrari wiegt nur etwa 1,3 Tonnen, hat damit ein Leistungsgewicht von etwa 1,34 Kilogramm pro PS… Zum Vergleich, der Klassenprimus was Beschleunigung und Höchstgeschwindigkeit angeht, der Bugatti Veyron hat in seiner sportlichsten Version, als Grand Sport Vitesse, ein Leistungsgewicht von ca. 1,65 Kilogramm pro PS. Das führt beim LaFerrari nicht nur zu den angesprochenen, brachialen Beschleunigungswerten, sondern auch zu beachtlichen Bremswegen.

Dank der zusätzlichen Carbon-Keramik-Bremsen mit einem Durchmesser von 398mm (Vorderachse) bzw. 380mm (Hinterachse), verzögert der LaFerrari im Vergleich zu seinem Vorgänger, dem Enzo, starke 30m schneller von 200 km/h auf 0 km/h. Bei diesen Werten kann man nicht nur mit der Zunge schnalzen, sondern sich auch auf die ersten Trackaufnahmen dieses Schmuckstückes freuen, beispielsweise bei TopGear oder auf der Nordschleife.

Text: Laurin Johlen / Bildquelle: Ferrari

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