Das „Drive & Enjoy“ der Deutschen Telekom

Heute wurde ich von der Deutschen Telekom in ihre Hauptstadtrepräsentanz in Berlin eingeladen, um an einem Medienevent unter dem Titel „Netzoffensive“ teilzunehmen. Erst einmal klingt dies natürlich so, als würde es nichts mit dem eigentlichen Automobil zu tun haben, geschweige denn in diesen Online-Magazin passen, doch der magentafarbene Mobilfunkriese hatte da was – wortwörtlich – im Hintertürchen parat.

Die Telekom entwickelte zusammen mit dem bayrischen Autobauer eine Konzeptstudie namens „Drive & Enjoy“. Diese soll, ähnlich wie im Flugzeug die „In-Flight-Unterhaltung“ die Reise etwas erleichtert, auch im Auto eine längere Fahrt erleichtern und vor allem die neuen Medien stark einbinden.

Dies passiert in der Konzeptstudie durch ein Apple iPhone und die dazugehörigen iPads. Dazu wurde ein BMW 3er GT für dieses „Experiment“ vorbereitet und stand der Presse heute Nachmittag an der Französischen Straße zur Verfügung.

Die Idee ist einfach: Es soll die Kinder bei einer Autoreise ablenken und ihnen eine angenehme Fahrt bieten. Dazu wurden zwei iPads jeweils auf der Rückseite der vorderen Sitze installiert. Um über diese auf das System im BMW zugreifen zu können, wird eine App benötigt, die vorher aber schon auf das Apple iPhone installiert und mit dem BMW verbunden wurde. Dann gibt es sozusagen einen Administrator, der über dieses System vollen Zugriff hat. Dann können sich die beiden iPads über die App in das Auto einloggen, welche dann eine erleichterte Bedienungsoberfläche für die Kleinen bieten. Damit können Kinder auf eine Auswahl von Musik, TV, Film und Google Maps zugreifen. Dazu erläutere ich die Auswahl noch etwas.

Die Deutsche Telekom hat viele Partner und eigene Services, die hier perfekt dafür geeignet sind. Zum einen sind da Musicload und Videoload, die dem „Rosa Riesen“ gehören. Aber auch Partner wie Maxdome und ein Startup namens Blinkist ist mit dabei. Diese bieten eine riesen Auswahl an Musik, Audiobüchern und Filmen und es sollte genügend für die kleinen Kids dabei sein. Allerdings haben Eltern nun die Angst, dass Kinder einfach irgendwas kaufen, geschweige denn etwas anschauen, was gar nicht für sie geeignet ist. Diese Frage ist berechtigt, doch hierfür wurde eine Kontrolle eingeführt.

Sollten die Kinder etwas anschauen und kaufen, dann muss der Fahrer erst einmal diesen Kauf über das iDrive oder das „Beifahrer-iPad“ bestätigen. Erst dann wird der Kauf getätigt, oder die Musik abgespielt. Dazu kommt dann noch das mobile Fernsehen, mit dem Sender wie ARD, ZDF, zdf.neo, zdf.info, WDR und mehr verfügbar sind.

Und ihr fragt euch nun bestimmt: Was hat es mit Google Maps auf sich? Das finde ich eins der spannensten Funktionen an diesem Konzept. Die Mitfahrer auf den hinteren Sitzen können die Reise mitverfolgen. Fragen wie „Wie lange fahren wir noch?“,„Wo sind wir gerade?“ oder „Wann sind wir endlich da?“ sollten sich dann erübrigen, denn dies wird alles auf einer Karte angezeigt.

Eins der besten Features ist dann das Umschalten auf die Frontkamera des Autos. Viele der neuen BMWs haben eine solche hinter den Rückspiegel eingebaut und die iPads können dank der Freigabe von BMW auf diese zugreifen. So können sich auch die Kinder wie echte Fahrer fühlen und alles sehen, wo sie sonst nur die Rückseite des Sitzes sehen.

Dies funktioniert wirklich, wir durften eine kleine Runde mit dem Fahrzeug drehen und durften die verschiedensten Programme testen.

Ich finde die Idee der Deutschen Telekom, sich für solche „Probleme“ etwas zu überlegen, sehr gut. Man hat sich diesen Sachen angenommen und ein gelungenes Konzept erarbeitet, was sich nun schon sehr gut anschauen lässt. Ich hoffe, dass BMW und der Mobilfunkriese sich weiterhin gegenseitig unterstützen und es bald einmal eine Zusatzoption für neue Autos gibt.

About Tobias Platzer

Tobias ist leidenschaftlicher Blogger und ist auch bei einigen anderen Blogs tätig, unter anderem asapps.de. Er schreibt hier über aktuelle News von neuen Fahrzeugen. Auf Twitter erzählt er unter dem Benutzernamen @toblr aus seinem Leben, hauptsächlich hat das aber mit Technik zu tun.

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