Renault zeigt verschiedenste Studien auf der IAA

Auf der diesjährigen IAA 2013 in Frankfurt hat Renault einige Studien mit im Gepäck. Im Rahmen des 71. Grand Prix von Monaco präsentierte Renault mit dem Twin’Run die Studie für einen modernen Kleinwagen mit Sportwagen-Performance. Die Hommage an den legendären Renault 5 Turbo und den Clio V6 ist nach der Renault Design-Philosophie für Menschen konzipiert, die in der Lebensmitte stehen und ihre Zeit aktiv und dynamisch gestalten.

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Dass es sich beim Twin’Run um ein äußerst gut entwickeltes Rennfahrzeug handelt, zeigt auch die Tatsache, dass als Unterbau ein Gitterrohr-Chassis aus Stahl zum Einsatz kommt, welches normal im Motorsport verwendet wird. Angetrieben wird die Studie von einem 320 PS (235 kW) starken V6-Benziner, der in Mittelmotorbauweise hinter den beiden vorderen Sitzen platziert ist. Er stammt aus dem Mégane Trophy-Rennwagen, der äußerst erfolgreich war bzw. noch immer ist.

Ebenso überzeugt der Twin’Run auch mit seinem modernen und kraftvollen Design. Das Konzeptfahrzeug gibt einen Ausblick auf einen möglichen zukünftigen Kleinwagen von Renault.

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Die Startnummer „5“ auf den Türen des Twin’Run erinnert an den Renault 5 Turbo, das als das legendäre Rallye-Fahrzeug aus den 1980er Jahren gilt. Das Design der Hauptscheinwerfer orientiert sich ebenfalls am bulligen „Backen-Turbo“, wie er immer genannt wurde. Gleiches gilt für die breit ausgestellten Radhäuser des Twin’Run. Vier weitere quadratische und extrem flache Schweinwerfer in LED-Technik sollen an die Lichtbatterien von Rallye-Fahrzeugen erinnern.

Neben dem Twin’Run hatte Renault auch noch ihre alten Studien Captur und DeZir mit dabei.

Der Captur wurde bereits 2011 vorgestellt und wirkt kraftvoll und zugleich harmonisch, wie ich finde. Die Form erinnert an die Bewegung und Leichtigkeit eines Extremsportlers, welche aber zugleich mit dem kraftvollen und muskulösen Auftritt eines Geländewagens gepaart wurde.

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All diese Elemente kreieren ein außergewöhnliches Design, wobei der Captur optisch an die Elektro-Studie DeZir angelehnt ist, wie zum Beispiel das Frontdesign mit dem großen Renault Markenlogo am dunkel gehaltenen Kühlergrill. Die Karosserie ist in kräftigem Orange lackiert, die Kotflügel sind matt abgesetzt, große 22-Zoll-Räder in schwarz-weißem Kontrast wie auch ein über die gesamte Wagenflanke verlaufendes LED-Leuchtenband verstärken den kraftvollen Auftritt.

Der 1.6-Liter-Biturbodiesel leistet 160 PS (118 kW). Das maximale Drehmoment von 380 Nm steht bereits bei 1.750 1/min zur Verfügung. In Verbindung mit dem EDC-Doppelkupplungsgetriebe liegt die CO2-Ausstoß bei lediglich 99 Gramm pro Kilometer.

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Und nun kommen wir zum bereits vorher erwähnten DeZir. Dieser wurde 2010 vorgestellt und ist eine Elektro-Studie.

Der Name des Concepts kommt aus dem Französischen (ja, wie sollte es auch anders sein..) „Désir“ und bedeutet „Begierde“. Und die Studie macht ihrem Namen alle Ehre. Die Formgebung des eleganten und doch bulligen Sportwagens ist in jedem Detail wiederzufinden. Die Front wird von einem großen Lufteintritt gekennzeichnet, Scheinwerfer mit gelochten Einfassungen das Leuchtband, welches sich über die komplette Heckpartie zieht, betonen die Linien des Fahrzeugs.

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Angetrieben wird die Studie von einem Synchron-Elektromotor mit 150 PS (110 kW) Leistung. Das maximale Drehmoment beträgt 226 Nm. Mit diesem beschleunigt der DeZir in fünf Sekunden von 0 auf 100 km/h. Der Spurt von 0 auf 50 km/h dauert sogar nur zwei Sekunden!

Als eines der ersten Elektrofahrzeuge überhaupt bietet der DeZir auch einen richtigen Sound. Gemeinsam mit dem Akustikinstitut IRCAM (Institut de Recherche et Coordination Acoustique/Musique) entwickelte Renault eine maßgeschneiderte Akustik-Kulisse, bei der jeder Fahrer nach Belieben eine eigene Klangwelt wählen kann.

About Tobias Platzer

Tobias ist leidenschaftlicher Blogger und ist auch bei einigen anderen Blogs tätig, unter anderem asapps.de. Er schreibt hier über aktuelle News von neuen Fahrzeugen. Auf Twitter erzählt er unter dem Benutzernamen @toblr aus seinem Leben, hauptsächlich hat das aber mit Technik zu tun.

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