Kia K900 – Der Angriff auf die Oberklasse

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Der koreanische Automobilhersteller Kia will mit dem neuen K900, der in Korea bereits unter dem Namen Quoris verkauft wird, in der Oberklasse mitmischen. Er wurde auf der L.A. Motor Show nun der Welt offiziell präsentiert. Designtechnisch ziehen sich die typischen Kia-Merkmale durch die komplette Oberklasse-Limousine. Das Exterieur überzeugt mit einer sehr modernen und schlichten Form, der verchromte Kühlergrill in Kombination mit den Voll-LED-Scheinwerfern wirkt noch etwas eleganter als er ohnehin schon ist.

Das Interieur hingegen sagt mir in einigen Punkten überhaupt nicht zu. Das Lenkrad sieht zum Beispiel meiner Meinung nach viel zu altbacken aus, Mercedes-Benz hat dies in der neuen S-Klasse um einiges eleganter gelöst. Was mich auch sehr wunderte ist der Ganghebel. Wer sich in der Automobilindustrie ein bisschen auskennt, der erkennt die verblüffende Ähnlichkeit mit dem der BMWs. Der Rest ist schön gemacht, es wurde außerdem besonders auf eine klare Linie geachtet.

Der neue Kia K900 besitzt bei einer Gesamtlänge von 5,10 Meter einen neuartigen Hinterradantrieb. Um dieses Fahrzeug dann auch zum Laufen zu bringen, wurde in den K900 ein 3,8 Liter-V6-Basismotor mit 311 PS verbaut. Wenn man auf mehr PS stehen sollte, kann man sich das Topmodell mit einem Fünf-Liter-V8 mit 420 PS bestellen. Leider eine eher kleine Motorenpalette, wie auch Autogefühl findet. In Sachen Bereifung kommen 18- und 19-Zoll-Felgen zum Einsatz, die Reifengröße wird mit 245/50 angegeben.

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Neben der bereits sehr umfangreichen Serienausstattung gibt es noch viele Extras im Komfort- und Sicherheitsbereich. Von elektrisch einstellbaren und klimatisierten Sitzen über eine Highend-Audioanlage bis hin zu einem Infotainmentsystem ist alles verfügbar. Auch Assistenzsysteme gibt es einige, die ich gar nicht alle aufzählen möchte, aber Tot-Winkel-Assistent, Spurhalteassistent, Tempomat und viele weitere Features sind erhältlich.

Der Preis für den neuen Oberklasse-Koreaner? 50.000 Dollar in der Basisversion, knappe 70.000 Dollar muss man dann für das Topmodell auf den Tisch legen. Ein vermeintlich hoher Preis, wenn man auf die Konkurrenz schielt, jedoch hat Kia unlängst mit der verlängerten Garantie und guten Verarbeitungsqualität gezeigt, dass man sich von seinem alten Image lösen möchte und auch kann. Wann der Kia allerdings nach Europa kommt, bleibt das Geheimnis der Koreaner, aber allzulange soll es nicht mehr dauern.

 Fotos: Mikhail Bievetskiy / NewCarz

About Tobias Platzer

Tobias ist leidenschaftlicher Blogger und ist auch bei einigen anderen Blogs tätig, unter anderem asapps.de. Er schreibt hier über aktuelle News von neuen Fahrzeugen. Auf Twitter erzählt er unter dem Benutzernamen @toblr aus seinem Leben, hauptsächlich hat das aber mit Technik zu tun.

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