McLaren 650S Spider – Dem Himmel so nah

Kaum hat der 84. Genfer Autosalon geöffnet, schon regnet es Highlights. So auch bei McLaren: Die Engländer zeigen mit der offenen Variante des 650 einen Supersportwagen, der sich mit seiner Performance und erst recht mit seiner Optik, nicht hinter dem Coupé verstecken muss. Vorgestellt wird der britische Beau im neuen aufsehenerregenden Farbton „Tarocco Orange“, der ihm ganz vorzüglich zu Gesicht steht und die Farbpalette ergänzt.

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Technisch basiert der Spider auf dem Coupé und verfügt wie dieses über den 650PS leistenden V8 Biturbo-Motor mit 3,8 Litern Hubraum. Damit sind exorbitante Fahrleistungen zu realisieren, die ihresgleichen suchen: Für den Standardsprint auf Landstraßentempo benötigt das Cabriolet exakt drei Sekunden, um dann – 5,6 Sekunden später – die 200km/h-Marke zu durchbrechen. Der Vortrieb endet erst bei spektakulären 329 km/h und dürfte für die ein oder andere Sturmfrisur sorgen.

Hat man diese Daten verdaut, kommt die Frage auf, ob die cabrio-typischen Nachteile überhaupt mit einem solchen Geschoss zu vereinen sind. Das höhere Gewicht durch die Dachkonstruktion und die Verwindungssteifigkeit sind Themen, die den Briten nur teilweise tangieren, da das Karbonfaser-Monocoque gänzlich ohne zusätzliche Verstrebungen oder Versteifungen auskommt. Lediglich das Gewicht der offenen Variante stieg um moderate 40 auf insgesamt 1.370 kg an und ist der Hardtop-Konstruktion geschuldet, welche sich bis zu einer Geschwindigkeit von 30 km/h öffnen und auch schließen lässt.

Dabei bleibt dem Spider, die vom Coupé bekannte, Heckscheibe erhalten, die bei geöffnetem Verdeck als Windschott dient und so den Fahrtwind vom Cockpit weg kanalisiert. Ein weiterer Vorteil dieses Gimmicks ist die Möglichkeit, bei geschlossenem Dach mehr betörenden Motorsound ins Innere zu lassen – selbst bei Regen ein Segen. Im hochgefahrenen Zustand entsteht außerdem noch eine Art Kofferraum, da der Verdeckkasten leer steht und so als Ablage dienen kann.

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Letztendlich hat man bei derartigen Performance-Maschinen aber immer auch das Bild eines kargen Innenlebens im Kopf, jedoch trifft dies nicht auf den 650S zu. Serienmäßig ist eine Navigationseinheit integriert, die mit Bluetooth, digitalem Radioempfang und kabelloser Konnektivität mit externen Audioquellen dient. Wir freuen uns auf die ersten Exemplare in Deutschland … gerne auch in anderen Farben.

Bilder: Mikhail Bievetskiy für NewCarz / Canon 1D-X / 24-70 ƒ2.8

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