Der Frühling kommt: Deutschland wird zum Cabrioland

Letzten Donnerstag war es soweit: Die ersten Cabriofahrer befreiten sich von ihren Dächern und zelebrierten damit pünktlich den Frühlingsbeginn, womit die diesjährige Cabriosaison besonders früh startet. Erst letztes Jahr war noch die Metropole München Vorreiter in Sachen Cabrio-Dichte, schon wird ihnen der Rang von der Ruhrportt-Hauptstadt Essen aberkannt. Das hat eine Studie der Versicherungsvergleichsplattform Transparo ergeben, die insgesamt auf 130.000 Versicherungsanträgen beruht.

Um ein Blick auf ein Cabrio vor März zu erhaschen, muss man ganz schön viel Glück haben, denn die wenigsten Cabrios werden ganzjährig gefahren, beträgt ihr Anteil an den KFZ-Zulassungen gar rund drei Prozent. Nur die Münchener und die Essener schaffen es mit 4,2 beziehungsweise 4,4 Prozent den Durchschnitt nach oben zu ziehen. An dieser Stelle ist der Vergleich von den Fußball-Ergebnissen angebracht, wo München zuletzt fast alles gewann; hier reicht es also nur zu Platz zwei. Dahinter folgen überraschend die Hansestädte Bremen (3,4 Prozent) und Hamburg (3,3 Prozent), die angeblich so regnerisch sein sollen.

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Im Vergleich der Bundesländer stehen die beiden vermeintlich kühlen Nordlichter sogar ganz oben: Hier und nicht im sonnigen Süden werden im Schnitt die meisten Cabrio-Verträge abgeschlossen. Ein deutlicher Unterschied zeigt sich beim Ost-West-Vergleich: Während der Westen mit 2,8 Prozent knapp über dem bundesdeutschen Schnitt liegt, hat das Offen-Fahren im Osten deutlich weniger Freunde (1,1 Prozent). Das Schlusslicht ist Sachsen mit 0,8 Prozent.

 

Cabrioanteil* %
Essen 4,4
München 4,2
Bremen 3,4
Hamburg 3,3
Frankfurt/Main 3,3
Düsseldorf 3,1
Köln 3,0
Stuttgart 2,5
Dortmund 2,5
Berlin 1,8
Bundesdurchschnitt 2,4

* gemessen an Verträgen, die auf transparo.de beantragt werden

 

Beim Cabrio-Geschlechtervergleich liegen die Frauen deutlich vorne: mit 2,6 Prozent liegt der Frauenanteil unter den Offenfahrern deutlich über dem der Männer, die nur auf zwei Prozent kommen. Auch bei der bevorzugten Automarke unterscheiden sich beide Geschlechter klar: Frauen fahren am liebsten kompakte Cabrios aus dem Hause Peugeot. Männer favorisieren eher sportliche und PS-starke Modelle von BMW und Audi. 

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