Reportage: Best of Belron 2014 – Carglass repariert´s…

Rom am 21. und 22. Mai diesen Jahres: Der zweijährlich verliehene Preis „Best of Belron“ zum besten Fahrzeugglasmonteur wurde in diesem Jahr in der Sonne der italienischen Hauptstadt verliehen und im Vorfeld stark umkämpft. Im Mittelpunkt des Events stand ein Wettkampf zwischen Fahrzeugglas-Spezialisten aus 29 Ländern, die selbst aus den entlegensten Winkeln der Welt stammten – ein nicht alltägliches Spektakel.

Auf dem Messegelände der „FIERA Roma“ wurde geschwitzt, gebangt und gehofft: Grund dafür war das Event des deutschen „Carglass“-Mutterkonzerns Belron. Doch schwitzen mussten die Monteure nicht aufgrund der Temperaturen der italienischen Sonne, sondern aufgrund der Spannung, die die Veranstaltung und die Wettkampf-Richter mit sich brachten.

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Die Aufgaben waren dabei klar: Es ging entweder um das Reparieren einer Steinschlag geschundenen Frontscheibe, oder den Wechsel eines Fensters. Als Wettkampf-Objekte dienten ausschließlich Ford C-Max der aktuellen Baureihe, um allen Kandidaten dieselbe Ausgangsposition zu geben. Dabei fielen die meisten Schäden an der Frontscheibe nur dem geübten Auge auf; die zerschlagenen Seitenscheiben an jedem C-Max fielen dagegen sofort ins Blickfeld.

Ausschlaggebend für den Contest waren dabei nicht nur die Schnelligkeit, sondern vor allem auch die nötige Sorgfalt hinsichtlich der Sicherheit und auch hinsichtlich des Prozederes. Wichtig war für die Kombattanten, dass das richtige Werkzeug zur passende Aufgabe gewählt und ein gewisser, antrainierter Ablauf eingehalten wurde. Dieser umfasste entsprechendes Sicherheitsequipment wie Handschuhe und Schutzbrillen.

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Der Ablauf der jeweiligen Wettbewerbe simulierte dabei eine Alltagssituation: Der Coach spielte einen Kunden mit dem ein Übergabe-Gespräch geführt wurde. Wichtige Eckpunkte sind in dieser Situation der freundliche Umgang, das Protokollieren von eventuellen Vorschäden am Kundenfahrzeug und die Auftragsannahme mit der detaillierten Beschreibung, was am Fahrzeug gemacht wird. Erst nach diesem Gespräch, einem der bedeutendsten Faktoren, startete die Zeit für den jeweiligen Wettkampf und den jeweiligen Kandidaten, den ein Juror stets mit Argusaugen und unter Zuhilfenahme seines Bewertungsprotokolls erfasste. Maßgeblich waren 100 unterschiedliche Punkte, die das Jury-Mitglied jeweils mit einem ‚ja‘ oder ’nein‘ beantworten konnte. Unterbrochen wurde die konzentrierte Stille aller Beobachter dabei nur vom Jubel und Applaus anderer Monteure, die an einem anderen Fahrzeug arbeiteten und einen Wettbewerb beendet hatten.

Doch beim Best of Belron Event ging es nicht nur um Scheiben und ihre möglichen Zustände: In einer zweiten Messehalle fanden sich eine Bühne und eine Kinobestuhlung mitsamt einer festlichen Beleuchtung wider. Diese Lokalität bot die Möglichkeit sich unterschiedliche Vorträge fachfremder Redner zu interessanten Themen anzuhören. Den Auftakt gab Gary Lubner, der CEO Belrons, mit einer kurzen aber sehr warmen Eröffnungsrede, die zeigte, wie wichtig ihm ein freundschaftlicher und familiärer Umgang mit seinen Mitarbeitern ist.

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Gefolgt wurde dieser Beitrag von Kevin Mathers, seines Zeichens Managing Director von Youtube und Sales Director für Google UK. Mathers berichtete nicht nur über den Wandel und vor allem die Wandelgeschwindigkeit der heutigen Technik, sondern in diesem Zusammenhang auch über die Gewohnheiten der Menschen und deren zukünftigen Ausprägung. Die äußerst interessante Präsentation wurde durch einen reduzierten Charakter geprägt, der in seiner Art fast an Beiträge von Bill Gates oder eines seligen Steve Jobs erinnerte.

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Weiter Gastredner waren unter anderem Dr. Kjell Nordström, ein schwedischer Wirtschaftswissenschaftler, der über den Einfluss verschiedener Kräfte auf die globale Gesellschaft referierte, oder aber Henk Broeders, ein Partner der berühmten Unternehmensberatungsgesellschaft McKinsey, der berichtete wie man einen Umbruch in der Versicherungsbranche zu einem profitablen Wachstum wandelt.

Das „Best of Belron“ ereignete sich in diesem Jahr bereits zum achten Mal. Gestartet wurde die Competition im Milleniumsjahr 2000: Im Vordergrund stand die Entwicklung der weltbesten Monteure, ihre Förderung, sowie der „Best-Practice-Ansatz“ von Belron. Dieser Ansatz, ein Netzwerk für die Reparatur und den Austausch von Fahrzeugglas, sowie das Engagement Belrons sollten mit dieser Veranstaltung einem breiten Publikum zugänglich gemacht werden.

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Carglass Deutschland ist sowohl in der PKW- als auch in Bus- und Bahn-Sparte beheimatet und beschäftigt in Deutschland etwa 2.200 Angestellte. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Köln gehört seit etwa 1990 zur internationalen Belron- Familie und ist seit 1993 unter seinem heutigen Namen unterwegs.

Schlussendlich reichte es trotz aller Sorgfalt nicht für den deutschen Kandidaten Markus Benra zum Sieg, wohl aber zu einem starken dritten Platz. Den obersten Rang auf dem Siegertreppchen musste der Kölner seinem Kollegen Robin Bogdanovic aus den Niederlanden überlassen. Dieser durfte sich über ein Preisgeld in Höhe eines Jahresgehalts freuen, dessen Ausmaß natürlich nicht bekannt ist. Der zweite Platz war mit 5.000€ dotiert, der dritte mit 3.000€. Fest steht aber eines: Egal welcher Platz gemacht wurde, die Stimmung dieses Wettbewerbs war eine freundschaftliche, fernab jeglicher Ellenbogen-Rivalität. Dies zeigte sich auch beim abendlichen Dinner, bei dem alle Monteure, deren Freunde, Familien und Kollegen entspannt miteinander anstießen.

Bilder: Mikhail Bievetskiy mit Canon 1Dx und 24-70 ƒ2.8 Ver. II für NewCarz

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