Neuvorstellung: Jaguar XE – Die Karten werden neu gemischt

Die Briten wollen den Markt der Mittelklasse neu aufmischen und haben mit dem neuen Jaguar XE ein wahres Ass im Ärmel. Die äußerst dynamisch gezeichnete Limousine gefällt nicht nur mit ihrer Optik, sondern auch mit allerhand technischer Finessen, sowie hochmodernen, aufgeladenen Diesel- und Benzinantrieben.

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Die neue Mittelklasse hebt sich stark vom alten X-Type ab, der eher dem klassischen Jaguar-Look vergangener Tage entsprach und orientiert sich damit an seinen größeren Brüdern XF und XJ – wahrlich keine schlechte Entscheidung. Von vorn wirkt der XE sehr ernst und macht von vorn herein klar, dass hier ein Premium-Fahrzeug im Rückspiegel auftaucht. Seitlich sorgen der lange Radstand von über 2,8 Metern und eine niedrige Sitzposition für gestreckte, sportliche Proportionen und eine coupéhafte Optik.

Im Innenraum schaffen sorgfältig ausgewählte Materialien und eine liebevolle Verarbeitung sofort Wohlfühlambiente. Doch damit nicht das barocke Ambiente des alten Empire entsteht, geben technische Stoffe, feines Leder, optionale doppelte Kontrastnähte und zweifarbiges Leder einen angenehmen Kontrast, ohne jedoch den Luxus zu vergessen. Dekoreinlagen in schwarz, die Verwendung von viel Aluminium, Holz und Kohlefaser, machen aus dem Interieur eine moderne Lounge.

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Für das reduzierte Ambiente sorgt auch das sogenannte „InControl“-Infotainment-System, das als Herzstück der Mittelkonsole fungiert und über einen 8-Zoll-Touchscreen verfügt. Es ermöglicht einen schnellen sowie intuitiven Zugang zu allen Funktionen und integriert iOS- und Android-Apps des Smartphones in die Bedienung. Eine weitere Erleichterung bietet das neue Head-Up Display mit Laser-Technik, das gestochen scharfe Grafiken in die Windschutzscheibe projizieren kann.

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Unterstützt wird der Fahrer durch eine Stereo-Kamera an der Front, die eine 3D-Darstellung des Fahrzeug-Vorfeldes ermöglicht und als Auge für Assistenzsysteme, wie Notbremsassistent und andere sicherheitsrelevante Systeme, dient. Sollte es dennoch zu einem Zusammenstoß mit einem Passanten kommen, bietet die aktive Motorhaube einen optimalen Fußgängerschutz.

Neben den Ausstattungslinien Pure, Prestige, Portfolio, R-Sport, die entweder luxuriöser oder sportlicher ausgerüstet sind, steht exklusiv für das Topmodell, den 3.0 V6 Kompressor-Benziner, die XE S-Variante parat. Additional können weitere Sonderausstattungen gewählt werden, die das Fahren erleichtern und luxuriöser machen. Dazu zählen: Keyless Start, eine adaptive Geschwindigkeitsregelung, ein Tot-Winkel-Warner, eine Verkehrszeichenerkennung, ein intelligentes Fernlicht, eine beheizbare Frontscheibe, ein elektrisches Panorama-Schiebedach, eine umklappbare Rücksitzbank und das Meridian-Soundsystem mit 380 Watt Leistung, um die Wichtigsten zu nennen.

Doch auch unter dem Blech hat der XE einiges zu bieten. Durch eine konsequente Leichtbaukonstruktion, die zu 75% aus Aluminium besteht, geht das neue Modell als leichtester und kompaktester Jaguar in die Firmengeschichte ein. Allein die Rohkarosserie wiegt gerade einmal 342 Kilogramm und macht zusammen mit der luftwiderstandsarmen Karosserie (CW-Wert: 0,26) einen echten Dynamiker aus dem XE. Die aktuelle Jaguar DNA mit ihrem sportlichen Anspruch, kann durch die vordere Aluminium-Doppelquerlenker-Achse und hintere Aluminium-Integral-Einzelradaufhängung in ein betont dynamisches Handling umgemünzt werden. Nochmals optimiert wird dieses Talent durch die elektromechanische Lenkung. Dem Leichtbau verdankt man letztendlich auch neue Bestwerte beim Verbrauch, der Aerodynamik und der Verwindungssteifigkeit.

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Auf Seiten der Antriebe stehen Vierzylinder-Benziner oder -Diesel mit 2.0 Litern Hubraum zur Verfügung, die ein Leistungsspektrum von 163 bis 240 PS abdecken. Die Topmotorisierung markiert der 3.0 V6 mit Kompressor-Aufladung, der in 5,1 Sekunden auf Landstraßentempo beschleunigt und bis zu 250km/h schnell wird. Am unteren Ende des Leistungsangebots rangiert ein Diesel, der mit einem NEFZ-Verbrauch von gerade einmal 3,8 Litern auf 100 Kilometern aufwarten kann und dabei nur 99g CO2 pro Kilometer ausstößt.

Für die Kraftübertragung sorgt eine Acht-Stufen-Automatik von ZF, die serienmäßig bei den Benzinern installiert ist und optional für die Diesel angeboten wird. Der Selbstzünder kommt mit einer Sechsgang-Handschaltung aus. Allen Antreiben gemein ist wiederum der spaßfördernde Hinterradantrieb.

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Der Einstieg in die schöne neue Jaguar-Welt beginnt bei 36.500€ für den Einstiegs-Diesel und bei 36.450€ für den Einstiegs-Benziner. Die anvisierte Konkurrenz sollte sich also warm anziehen.

Bilder: Jaguar

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