Neuvorstellung: Audi TT Roadster – Frischer Wind im Virtual Cockpit

Der Audi TT ist seit seinem Erscheinen immer ein beliebter Sportwagen gewesen. Gerade als Roadster verkörpert er den Fahrspaß, so auch in der dritten Generation. Das unaufgeregte, aber dennoch emotionale Design der in Paris vorgestellten, offenen Version weckt schon freudige Erwartungen an den nächsten Sommer. Wir zeigen schon jetzt, mit welchen Features man die kommenden Sonnenstunden verbringen kann.

Design – Klare Linien

Der Audi TT Roadster bietet das dynamische Fahrgefühl eines echten Sportwagens und macht das Offenfahren zu einem besonderen Erlebnis. Damit dieses Erlebnis besonders dynamisch ausfällt, konstruierten die Ingenieure spezielle Verstrebungen im Unterboden und in der Karosserie, die die Steifigkeit und den Schwingungskomfort deutlich erhöhen. Doch, zunächst ab von der technischen Umsetzung, wirkt diese Generation enorm sportlich, kompakt und flach. Verantwortlich dafür ist nicht nur das Design, sondern auch die tatsächlichen Abmessungen des Roadsters. Er ist 21 mm kürzer als sein Vorgänger, während der Radstand um 37 mm wuchs, was kurze Überhänge zur Folge hat und den knackigen Charakter betont. Außerdem schafften es die Entwickler, einen Cw-Wert von 0,3 bei geschlossenem Verdeck zu erreichen, was dem Bestwert bei kompakten Sportwagen entspricht.

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Sportlich ist auch die Ausrichtung der Front mit ihrer betont horizontalen Ausrichtung, die für Kraft und Energie steht. Unterstrichen wird dieses Bild vom flachen und breiten Singleframe-Grill sowie den optionalen Voll-LED-Scheinwerfern oder Leuchten mit Matrix-LED-Technologie. Selbst das Blinklicht ist mit der dynamisierten Anzeige voll auf Sportlichkeit ausgelegt.

Seitlich fällt, besonders bei geschlossenem Verdeck, die optische Trennung zwischen Stoffdach und Karosserie auf: Ein Attribut, das für einen klassischen Roadster steht. Hinzu kommen muskulöse Schultern sowie eine starke Lichtkante durch den Schwellerbereich, die zusammen mit den voluminösen Radläufen den breiten Look betonen. Charakteristisch ist das Durchbrechen des Radlaufs durch die Fuge der Motorhaube, die die klassische Tornadolinie somit akzentuiert.

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Auch der Tankdeckel orientiert sich mit seinem Design an seinen Vorgänger, kommt aber – wie im Motorsport üblich – ohne verschraubbaren Verschluss aus. Ein weiteres, mittlerweile typisch gewordenes Element, stellt der elektrisch ausfahrende Heckspoiler dar, der sich ab 120km/h unterstützend in den Wind stellt.

Interieur – Der Fahrer im Fokus

Wer das Coupé kennt, wird auch den Innenraum des Roadsters kennen: Hier blieb alles wie gehabt. Zusätzlich bekommt der Roadster jedoch Sportsitze mit integrierten Kopfstützen, die das Gewicht gegenüber dem Vorgänger um fünf Kilo herunterschrauben.

Außerdem stehen zwei Multifunktionslenkräder zur Wahl, die mit nur sechs Tasten auskommen und zusammen mit der Sprachsteuerung die Bedienung erleichtern. Dazu trägt auch das MMI-Touch bei, das mit einem zentralen Dreh-/Drücksteller nicht nur das schnelle Scrollen durch Menüs ermöglicht, sondern zusätzlich per Handschrift-Erkennung die Eingabe von Adressdaten bietet. Die Menüstruktur des MMI erinnert dabei stark an die Bedienlogik eines Smartphones und gefällt mit einer sinnvollen, freien Textsuche.

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Auch der Roadster kommt in den Genuss des Virtual Cockpits: Das digitale Kombiinstrument gefällt mit seinen vielseitigen, detaillierten Darstellungen und dem sonst unübertroffen cleanen Innenraumdesign. Es verfügt über einen 12,3 Zoll großen Bildschirm, der sich auf zwei Ebenen verteilt. Die verschiedenen Darstellungen können eine klassische Ansicht annehmen, die eine permanente Einblendung von Tacho und Drehzahlmesser vorsieht, oder in den Infotainment-Modus gewechselt werden, der beispielsweise das Navigationssystem oder Medien in Vordergrund stellt. Exklusiv für den TTS besteht zudem die Möglichkeit, eine besonders sportliche Gestaltung mit einem zentralen Drehzahlmesser auszuwählen.

Technik – Der erlebbare Vorsprung

Einen wirklichen Leckerbissen stellt Audi mit dem neu konstruierten Verdeck vor: Es bietet keinerlei Nachteile gegenüber einem Klappdach und ermöglicht so den klassischen Roadster-Look. So ist es ausschließlich elektrisch betätigt, öffnet und schließt in zehn Sekunden und kann bis zu einer Geschwindigkeit von 50 km/h bedient werden. Es ist in den Farben schwarz, titangrau oder jive erhältlich. Durch konsequenten Leichtbau wiegt es gerade einmal 39 Kilogramm und damit drei Kilo weniger als beim Vorgänger. Die spezielle Z-Faltung führt zudem dazu, dass der 280 Liter fassende Kofferraum nicht eingeschränkt wird und einen guten Alltagsnutzen bietet. Hinzu kommt, dass das Akustikverdeck zur Serienausstattung gehört und eine Senkung des Geräuschpegels um 6 dB bewirkt.

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Durch den Leichtbau schafften es die Konstrukteure ein Leergewicht von lediglich 1.320 Kilogramm beim 2.0 TFSI-Aggregat auf die Räder zu stellen, ohne aber die Crash-Sicherheit zu vernachlässigen. Der Roadster verfügt über eine verstärkte Karosserie im Bereich der A-Säule sowie dem Aluminiumschweller und weist zusätzlich v-förmige Stahlstreben im Bereich unter dem Motor- und Gepäckraum auf, die für eine felsenfeste Stabilität sorgen.

Antriebe – Zügiges Vorankommen garantiert

Als Aggregate dienen die aus dem Coupé bekannten Motoren mit zwei Liter Hubraum. Zwei Benziner und ein Diesel decken ein Leistungsspektrum zwischen 184 PS (TDI) und 310 PS (TTS) ab. Das Topmodell erreicht dabei Fahrleistungen, die eines wahren Sportwagens in nichts nachstehen: 4,9 Sekunden auf 100 Stundenkilometer, sowie eine Höchstgeschwindigkeit von 250km/h sprechen eine eindeutige Sprache. Hinzu kommen beim TTS schaltbare Auspuffklappen, die die Kombination aus sportlichem Klang und gelassener Ruhe bieten. Kombinieren lassen sich die Motoren entweder mit einer manuellen Sechsgang-Handschaltung oder einem hochmodernen Doppelkupplungsgetriebe.

Zusätzlich besteht, ja nach Motorisierung, die Möglichkeit den Allradantrieb Quattro zu bestellen: Beim TT ist er auf Wunsch erhältlich, beim TTS ist er dabei Serie. Die Verteilung der Kraft erfolgt situativ je nach Fahrzustand und Fahrertyp auf beide Antriebsachsen, während bei betont sportlicher Fahrweise die Kraft verstärkt nach hinten geleitet wird. Erstmals ist der Quattro-Antrieb auch in das „drive select“ eingebunden, das die Motorcharakteristik, Arbeitsweise der Lenlunkunterstützung und die Einstellungen des Fahrwerks variieren läast.

 

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Zusätzlich verfügen alle TT serienmäßig über eine Progressivlenkung deren Übersetzung mit zunehmendem Lenkeinschlag direkter wird. Dies ermöglicht, besonders in Verbindung mit dem komplett deaktivierbaren ESP hochpräzises, dynamisches Handling. Wer den elektrischen Helfer nicht völlig außen vor lassen möchte, darf sich in heiklen Situationen gern auf die Sportstellung verlassen.

Die Preise des neuen Roadsters beginnen bei 37.900€ für den 2.0 TFSI-Motor und beinhalten dabei schon eine reichhaltige Serienausstattung: Xenon plus-Scheinwerfer, Klimaanlage und ein MMI-Radio gehören zum Basisumfang. Zusätzlich können zahlreiche Assistenzsysteme als Option gewählt werden, die die Sicherheit des Sportlers nochmals steigern.

Bilder: Mikhail Bievetskiy Photography

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