Genf 2015: Skoda Superb Limousine – Qualität zum Erleben

Auf dem diesjährigen Genfer Autosalon präsentieren die Tschechen den neuen Skoda Superb der Öffentlichkeit und zeigen mit diesem Modell, dass man nicht nur „simply clever“ kann, sondern auch sportlich-chice Autos baut. Das Flaggschiff der tschechischen Volkswagen-Tochter präsentiert sich autoritär und stattlich, bietet dabei aber schon am Exterieur eine gewisse Hochwertigkeit. Doch was ist von den alten Tugenden, viel Platz zu bieten und preiswert zu sein, geblieben?

750.000 Einheiten verkaufte Skoda vom Superb in bislang zwei Generationen. Daran möchte natürlich auch die jüngst in Genf präsentierte dritte Generation anschließen und begeistert das Publikum mit einem frischen Design. Zwar sind die Zeiten des zeitlosen, geradlinigen Design nicht vorbei, doch wirkt das neue Designkonzept frisch und reif für die Zukunft.

Besonders die Front macht den gewohnt autoritären Eindruck und lässt mit dem Skoda-typischen Kühlergrill keine Zweifel an der Identität der Marke aufkommen. Die mit einem scharfen Lidstrich, der als Tagfahrlicht fungiert, akzentuierten Scheinwerfer dramatisieren dabei die Ernsthaftigkeit am Bug, die nochmals von vielen horizontalen Linien, Sicken und Kanten unterstützt wird. Man erkennt letztendlich klar, dass als der neue Tscheche sich vom Design her an der Studie VisionC orientiert.

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Insgesamt wirkt der neue Superb aber nicht mehr so lang, wie seine Vorgängergenerationen, doch der Eindruck täuscht: Betrachtet man die Seitenlinie, wird schnell klar, dass hier kein kleines oder kompaktes Auto vor einem steht, sondern eine stattliche Reiselimousine mit einem ausgewachsenen Radstand. Die Gesamtlänge beläuft sich schließlich weiterhin auf 4,85 Meter, während der Radstand um acht Zentimeter auf nun 2,84 Meter anwuchs.

Mit den vergrößerten Außenabmessungen, wuchsen natürlich auch die Platzverhältnisse im Innenraum. So steht nun eine Beinfreiheit auf der hinteren Sitzbank zur Verfügung, die fast das Maß der Mercedes S-Klasse in Langversion annimmt. In unserem Test der Kombi-Version des Vorgänger stellten wir bereits fest, dass das Raumangebot mehr als stattlich ist – im neuen Superb wird dies nochmal deutlich übertroffen. Selbst mit über 1,90 Metern Körpergröße, kann man im Fond die Beine übereinander schlagen. Dies wird darüber hinaus von der um vier Zentimeter gewachsenen Innenbreite unterstützt. Gut auch, dass unter den gewachsenen Abmessungen des Innenraums das Kofferraumvolumen nicht schrumpfte: 625 bis maximal 1.760 Liter stehen maximal bereit. Da sage noch einer, Limousinen können nicht praktisch sein.

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Auch im Innenraum hat der Superb reichlich zugelegt: Fand man im Vorgänger hier und dort noch etwas einfachere Materialien, verwöhnt der neue mit weichen Materialien, soweit das Auge reicht. Die Kunststoffe sehen nicht nur gut ist mit ihrer angenehmen Narbung, sondern gefallen auch mit einer hochwertigen Haptik. Dazu gesellen sich feine Chromringe und hochwertiger Klavierlack, wodurch die Optik nochmals verfeinert wird.

Doch der Superb kann nicht nur hochwertig und stilsicher, sondern auch modern – dem „Connected Car“-System sei Dank. Diese Technik vernetzt das Auto mit dem Internet, sodass beispielsweise Staudaten in Echtzeit abgefragt werden können oder man mit LTE-Geschwindigkeit im Internet surfen kann. Dazu gesellt sich die „SmartGate“-Schnittstelle, die eine Koppelung gängiger Handys unabhängig von deren Betriebssystem zulässt.

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Doch auch unter dem Blech tat sich einiges: Trotz der gewachsenen Innenraumabmessungen wurde die iedimousine um 75 Kilogramm leichter, verglichen mit dem Vorgänger. Dies dürfte mit ein Verdienst für den niedrigen Verbrauch des sparsamsten Diesel sein: Nur 3,7 soll der „Greenline“ auf 100 Kilometer konsumieren. Er entspricht, so wie auch alle anderen Aggregate, der EU6-Norm. Dabei werden die Benziner ein Spektrum von 125 bis 280 PS abdecken und die Diesel eine Range von 120 bis 190 PS. Alle Motoren, mit Ausnahme des Basisbenziners, können auch mit einem DSG kombiniert werden. Auch Allradantrieb steht zur Verfügung: Die beiden Benziner mit 1.4 Liter (150PS) und der Benziner mit 2.0 Liter Hubraum (280 PS) sowie die beiden Diesel mit jeweils 2.0 Hubraum und 150 oder 190PS können mit dieser Antriebsart kombiniert werden.

Ab sofort kann die Limousine zu Preisen ab etwa 25.000 Euro bestellt werden. Der in Deutschland beliebte Kombi soll ab Herbst 2015 zum Kunden kommen. Wie dieser aussieht, wissen wir leider noch nicht. Aber beim frischen Look der Limousine, kann auch der Kombi nur ein Schmuckstück werden.

Bilder/Video: Mikhail Bievetskiy, NewCarz / Moderation/Text: Adam Meyer, NewCarz

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