Genf 2015: Audi RS3 – Fünf Zylinder für ein Halleluja

Das Wettrüsten im PS-Streit macht auch vor der Kompakt-Klasse keinen Halt: Galt der Mercedes-Benz A45 AMG bislang als sportliche Speerspitze, zieht nun der neue Audi RS3 Sportback an ihm vorbei. Mit, wie gehabt, fünf Zylindern, einem markerschütternden Sound und 367 PS sollen die Karten neu gemischt werden. Wir bieten die ersten Eindrücke.

NewCarz-Audi-RS3-Genf-2015-81

Man erkennt auf den ersten Blick, wessen Kind der neue Audi RS3 ist: Das der Quattro GmbH. Mit aufgeplusterten Radkästen, aluminium-farbigen Außenspiegeln und einer Frontschürze, die es in sich hat, demonstriert der Ingolstädter und großen Hehl seine Sportlichkeit. Große Kühlschlünde an der Front und der prägnante „Quattro“-Schriftzug im unteren Teil des Kühlergrills betonen dies nochmals markant.

Während sich die Seitenlinie recht unaufgeregt präsentiert – wie es sich für einen Audi gehört –, fällt die Heckpartie stärker ins Auge. Abgedunkelte Rückleuchten und ein großer Dachkantenspoiler deuten nur an, welches Potential im Kompaktsportler steckt. Erst eine Etage tiefer, an der Heckschürze, staunt man nicht schlecht, wenn man die beiden armdicken, ovalen Endrohre in Augenschein nimmt. Viel eindrucksvoller als der ebenfalls in Alu-Optik gehaltene Diffusor, dürfte der Sound des Fünf-Enders aus der Auspuffanlage schallen – so zumindest war es beim Vorgänger.

NewCarz-Audi-RS3-Genf-2015-78

Natürlich macht die Sports-Kur auch vor dem Innenraum keinen Halt: Sportliches Schwarz dominiert das Interieur. Ergänzt wird die dynamische Ausrichtung von Alcantara-Elementen, wie dem unten abgeflachten Lenkrad mit satten Alu-Schaltpaddeln oder hochwertigen Carbon-Zierleisten am Armaturenbrett. Besonders gefallen haben uns jedoch die stramm zupackenden Sportsitze im RS3: Sie glänzen nicht nur mit ihrer herausragenden Optik, die vom gesteppten Rautenmuster dominiert wird, sondern besonders mit ihrem Halt und dem Gefühl von sportlicher Noblesse. Die sportlich-roten Nähte finden ihre Farbgebung darüber hinaus auch an weiteren Orten im Cockpit, wie etwa am Lenkrad oder an den Luftausströmern, wieder.

Doch viel wichtiger ist doch, was unter dem potenten Blechkleid des bayerischen Sportlers steckt. Anders als der Großteil der Konkurrenten, setzt man bei Audi nicht auf einen aufgeladenen Vierzylinder, sondern auf eine ungerade Zylinderanzahl, was Erinnerungen an die Sportwagen der 80er Jahre weckt. Und schließlich verfügt ja der kleinere Bruder „S3“ über einen Turbo-Vierzylinder mit 300 PS. Einzig ein weiterer bayerische Rivale fährt mit einem Sechszylinder auf, bietet aber weniger Leistung, schließlich warten im sportlichen Ingolstädter 367 rassige Rösser darauf, von der Leine gelassen zu werden. Und damit die immense Kraft dieser Wildpferde nicht haltlos verpufft, verfügt der RS3 natürlich über den klassischen Quattro-Antrieb.

NewCarz-Audi-RS3-Genf-2015-80

So ausgerüstet soll der nicht eben dezente Audi in atemberaubenden 4,3 Sekunden Landstraßentempo erreichen und maximal 280km/h schnell sein – und das trotz seines nicht gerade leichten Gewichts von über 1,5 Tonnen. Wie sich der sportlichste aller A3 bewegt, bleibt noch abzuwarten. Fest steht aber, dass bislang noch kein RS-Modell von Langeweile gekennzeichnet war. Ab dem Sommer 2015 ist der neue Sportler also zu bestellen und wird, wie auch der Vorgänger, nicht zuletzt wegen seines herzerwärmenden Sounds seine Fans finden.

[alert alert_type=“info“ ]Technische Daten: Audi RS3 Sportback

Motor: Reihen-Fünfzylinder Turbo-Motor

Leistung:  270 KW (367PS) bei 5.500 U/min

Hubraum: 2.480 ccm

Max. Drehmoment:  465Nm bei 1.650U/min

Getriebe: 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe

Durchschnittsverbrauch (NEFZ-Norm):   8,1L/100 km

CO2-Emissionen: 189 g/km

Höchstgeschwindigkeit: 280 km/h

Beschleunigung von 0 auf 100 km/h: 4,3

Leergewicht: 1.520 KG

[/alert]

Schreibe einen Kommentar