Ferrari: Teure Aktie oder preiswertes Lego?

Nun geht es auch für die Roten aus Italien an die Börse. Ferrari gehört zum Fiat Chrysler Konzern. Schon 2012 hatten die Konzernbosse angekündigt: der italienische Sportwagenhersteller wird an die Börse geschickt. Demnächst können Ferrari-Aktien erworben werden.

Nur zu gerne existieren Traditionsmarken in den Köpfen von Fans ohne jegliche wirtschaftliche Grundlage. Leider müssen auch diese haushalten. Ferrari ist Teil eines Investmentprogramms. Der Wert wird auf stolze elf Milliarden US-Dollar geschätzt. 80 Prozent der Aktien sollen bei den bisherigen Fiat-Chrysler-Anteilseignern verbleiben, zehn Prozent gehen in den freien Handel. Vielleicht die Chance für solvente Anhänger ein Teil ihrer roten Liebhaberfirma zu erwerben. Die neue Aktiengesellschaft wird in den Niederlanden angesiedelt sein, der Sitz in London.

Beruhigt sein darf, wer den italienischen Stallgeruch davonfliegen sieht: Auch ein kleiner Teil der Aktien bleibt in Familienhand. Piero Lardi Ferrari, Sohn des Firmengründers, behält zehn Prozent der Aktien. Die Produktion bleibt zudem weiterhin im altehrwürdigen Maranello in Italien. Deshalb wird auch das italienische Steuerbüro weiterhin die Börse aufmachen.

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Rückruf: Airbag Einbau muss geübt sein

Bei der Produktion im altehrwürdigen Maranello gab es anscheinend Fehler. Jetzt gab es einen Rückruf. Acht Modelle hatten fehlerhafte Airbags verbaut. Wieder einmal handelte es sich um Takata-Airbags, die schon unter anderem bei Honda, BMW und Nissan Probleme bereitet hatten. Erst letzte Woche musste Toyota zahlreiche Modelle zurückrufen, weil sie ebenfalls Probleme mit ihren Airbags des Zulieferers hatten.

Bei Ferrari handelt es sich aber wohl um einen eigenen Fehler beim Einbau. Die Airbags wurden fälschlich verklebt und im falschen Winkel verbaut. 814 Sportskanonen rollen jetzt noch einmal Richtung Fabrik zurück.

Lieber selber bauen im Maßstab 1:16

Wer auf der sicheren Seite sein will mit seinem Flitzer, der kann vielleicht selbst Hand anlegen. Ohne röhrenden Motor, dafür aber im altbewährten rot: Der Ferrari F40 als Lego-Variante. Von dem Steine-Hersteller gibt es schon einen Volkswagen T1 und einen Mini – nun den Ferrari.

Stolze 27 Zentimeter ist der Mini-Format-Ferrari groß und steckt voller Details. Türen, Hauben und Heck kann man öffnen. Unter der Haube wurde der 2,9 l V8-Turbo nachgebaut. Verspielt: Sogar die Klappscheinwerfer sind dabei.

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Wer fleißig ist könnte den Liebling demnächst im Maßstab 1:16 im Regal stehen haben. Für rund neunzig Euro und mit etwas über zwei Stunden Bauzeit kann der Traum vom eigenen Ferrari Wahrheit werden. 1158 Teile müssen dafür zusammengebaut werden. Kein Aufwand gegen die siebenstelligen Summen, die ein F40 als eines der letzten Modelle entwickelt von Enzo Ferrari inzwischen kostet.

Foto:  Ferrari/ LEGO

 

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