News: Borgward SUV –Aus einem OldCar wird ein NewCar

Noch klingelt es beim Namen Borgward: bekannt ist die Marke, die seinerzeit in Bremen ansässig war, aus Wirtschaftswunderzeiten. Nachdem in Genf die Wiederbelebung bekanntgegeben wurde, will das Unternehmen nun mit einem SUV locken. Wie sich Christian Borgward, Enkel des Unternehmensgründers, das vorstellt, erklärt NewCarz.

In Genf zeigte der deutsche Autobauer erstmals wieder sein Gesicht – und zwar mit einem Oldtimer. Aber man machte von sich hören und betonte, dass man mit neuen Modellen auf den Markt stürmen wolle. Zur diesjährigen IAA soll es endlich soweit sein, ein Borgward SUV soll auf den Markt kommen. Zusammen mit dem chinesischen Autobauer Beiqi Foton, der als Geldgeber fungiert, möchte Christian Borgward den Markt erobern.

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Der Enkel des 1963 verstorbenen Gründers Carl Borgward sieht aber zunächst den chinesischen Markt als Hauptabsatzort. Doch was war überhaupt der Grund für die Pleite des Unternehmens? Bis heute ist die Ursache noch ungeklärt. Möglicherweise war es die große Modellvielfalt, die das Angebot von Daimler und der Auto Union zusammen überstieg. Eventuell waren es veraltete Produktionsmethoden oder Exportprobleme? Ganz egal, die Geschichte ist 54 Jahre alt und wird nun neu geschrieben. Schließlich wurden erste Erlkönige gesichtet. Die zeigen: Borgward meint es ernst.

Details zum Borgward SUV sind leider noch nicht bekannt, weder über Motoren, Antriebskonzepte, noch Sonstiges. Vermutlich soll es eine Variante mit Plug-In-Hybrid geben, bei deren Entwicklung sich der chinesische Autobauer stark integriert. So soll beispielsweise die Produktion ausschließlich in China stattfinden, während die Konstruktion und das Design in Deutschland arrangiert werden.

Der Sitz der Zentrale liegt nicht mehr in Bremen, wie früher, sondern neuerdings in Stuttgart – der Stadt, die für ihre großen Autobauer bekannt ist. Genauso hat man bei Borgward große Ziele. Zunächst ist das SUV nur für China geplant und soll dann sukzessive in anderen Ländern nachgereicht werden. Noch bis 2020 wolle man etwa 800.000 Autos weltweit verkauft haben. Zusätzlich soll alle zwei Jahre ein neues Modell auf den Markt kommen. Weitaus ambitionierter ist die Ansage, dass man bis 2025 die doppelte Anzahl an verkauften Modellen aufweisen will.

NewCarz-Borgward

Zwar hat man sich einen guten Kopf, den Ex-Daimler-Manager und mittlerweile Borgward-Vorstandsvorsitzenden, Ulrich Walker mit ins Team geholt. Doch Experten sehen das Vorhaben als gewagt. Problematisch sei vor allem der Background der beiden Firmengründer Christian Borgward und Karlheinz Knöss. Der Enkel des verstorbenen Namensgebers war seines Zeichens Getränkehändler in Wolfsburg, während Knöss Philologe und freier Medienmitarbeiter bei der Daimler-Presseabteilung ist. Wir sind gespannt und hoffen, dass Borgwad nicht nur möglicher Trikotsponsor für 1. FC Kaiserslautern in Frage kommt, sondern auch hierzulande mit ansehnlichen Modellen aufwartet. Bei Neuigkeiten berichten wir natürlich prompt und gerne.

Fotos: Borgward

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