News: Tesla Model S gehackt – Wie sicher ist die Zukunft?

Keine Kontrolle über das Fahrzeug während der Fahrt zu haben, das ist wohl der Worst Case beim Autofahren. Was bei harten Wetterbedingungen schlicht der Natur geschuldet ist, ist jetzt beim Tesla Model S geschehen. Schuld waren aber nicht etwa Regen oder Schnee, sondern Hacker, die den Stromer in voller Fahrt außer Gefecht setzten.

Man fährt nichtsahnend zum Einkaufen oder zum Geburtstag der Schwiegermutter und plötzlich gehorcht das Fahrzeug auf kein Kommando mehr. Beim Tesla Model S war dies nun der Ernstfall. Sicherheitsexperten haben sich während der Fahrt in das Auto gehackt und Bremsen sowie Gasannahme gestört. Folge: der Tesla konnte weder gestoppt noch beschleunigt werden. So wurde das Fahrzeug letztendlich zum Anhalten durch Ausrollen gezwungen.

Tesla wurde aber von eben jenen Sicherheitsexperten informiert und hat die Sicherheitslücke sofort mit einem Update geschlossen. Detaillierte Informationen, wie genau dasTesla Model S geknackt wurde, sind bislang noch nicht bekannt. Auf der „Def Con“, einer bekannten Hacker-Konferenz, wollen die Experten aber über die Aktion sprechen und alles erklären.

Dieser Vorfall kann weiter auf den ohnehin schon sinkenden Aktienkurs von Tesla drücken. So brach die Aktie am Donnerstag ein – allerdings aufgrund der Quartalszahlen. Die Prognose für die Verkaufszahlen des aktuellen Jahres wurde um etwa 10 Prozent nach unten korrigiert. Etwa 50.000 bis 55.000 Fahrzeuge wolle man an den elektro-begeisterten Kunden bringen.

Viel wichtiger als die Frage nach dem Aktienkurs ist aber, wie sicher die Autos der Zukunft überhaupt sind. In Zeiten der Vernetzung, immer abstruserer Assistenzsysteme, die den Fahrer immer weniger in die Verantwortung nehmen und gedankenloses Fahren fördern, und Fahrzeugen, die ohne die Bordelektronik keinen Millimeter bewegt werden können, darf wohl etwas Kritik erlaubt sein? Wer sagt, dass es nicht eine weitere Sicherheitslücke gibt? Wer sagt, dass eine Platine nicht durchbrennen kann? Es war also nicht alles schlecht im Autobau der Vergangenheit.

Fotos: Tesla

Quelle: Der Aktionär

5 comments

In diesem Artikel ist so einiges grundlegend FALSCH!

Wie bereits am 6.8.2015 veröffentlich, haben professionelle Hacker ihren PC mit dem Wagen verkabelt. Es gelang ihnen dadurch, bei einer Geschwindigkeit unter 7km/h den Wagen abzubremsen – nix von unkontrollierbar usw. Im Gegenteil: das System von Tesla wurde als besonders sicher gelobt!

Hier mehr: http://tinyurl.com/nd5njn7

Hallo Chris!

Nun ja, über Kontrolle kann man sich streiten. Wenn ein Auto gehackt wird, kann man wohl leider nicht mehr von eigener Kontrolle sprechen, oder? Damit hatten also die Hacker die Kontrolle – Kabel hin oder her. Dass dies kontrolliert geschah ist gut. Aber was passiert, wenn das mal nicht der Fall ist? Wir wollten damit vor allem auf die Gefahren und Schwachstellen der Vernetzung hinweisen.

Danke für Deinen Kommentar, die sachdienlichen Informationen und das Video! Sehr interessant!

Wir hoffen natürlich, dass Dir unsere Seite trotzdem gefällt.

Viele Grüße,

das NewCarz-Team

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