Cadillac CTS-V – V wie Volumen

Deutsche Power-Limousinen sollten sich im Frühjahr 2016 auch bei steigenden Temperaturen warm anziehen. Cadillac bringt mit dem CTS-V eine Limousine auf den Markt, die in Puncto Leistung ihresgleichen sucht.

Die V-Serie ist bei Cadillac so etwas wie das „M“ bei BMW und das „S“ bei Audi, aber im Falle des CTS mit dem Hubraum eines AMG. Dieser Angriff auf deutsche Hochleistungsfahrzeuge ist durchdacht. Während es der kleinere ATS-V vorwiegend auf den BMW M3 beziehungsweise auf den Audi S4 abgesehen hat, übernimmt der größere CTS-V die höhere Etage. BMW M5, E 63 AMG und Audi RS 6 sind seine Spielgefährten und um sie zu ärgern, wartet er mit allerlei Raffinessen auf.

Kraftwerk à la Carte - Der 6,2-Liter-Kompressor-V8 leistet 649 PS
Kraftwerk à la Carte – Der 6,2-Liter-Kompressor-V8 leistet 649 PS

Brachialgewalt

Unter der Haube verrichtet ein 6,2-Liter-V8 seine Arbeit, welcher mittels Kompressor zusätzlich zwangsbeatmet wird. Dadurch generiert er eine Leistung von 649 PS und stemmt ein maximales Drehmoment von schier unglaublichen 855 Newtonmetern an die Kurbelwelle. Ausgestattet mit einem 8-Gang-Getriebe kann der Fahrer die Arbeit wahlweise der Automatik überlassen oder über die Magnesium-Schaltpaddel selbst ins Geschehen eingreifen. Interessant vor allem für Fans schneller Kurvenfahrten ist der Heckantrieb, über den der CTS-V verfügt. In Anbetracht des brachialen Drehmoments dürfte aber die ein oder andere Vollgas-Orgie – trotz elektronischer Differenzialsperre – in Schall und Rauch aufgehen. Ebenfalls an Board ist eine Launch-Control, die zum einen dafür sorgen soll, dass die kostspieligen Michelin Pilot Super Sport Pneus nicht schon vor dem ersten Tankstopp ihr jähes Ende finden, zum anderen verhilft sie dem CTS-V den Sprint aus dem Stand auf 100 km/h in bemerkenswerten 3,7 Sekunden zu absolvieren.

Der Cadillac CTS-V ist anders als seine deutschen Konkurrenten nicht bei 250 km/h abgeregelt. Das bedeutet: Wer freie Strecke und keine Geschwindigkeitsbegrenzung vor sich hat, kann mit dem Über-Caddy unfassbare 323 km/h Höchstgeschwindigkeit erreichen. Das ist vor allem bemerkenswert, da der CTS-V nur knapp unter 1,9 Tonnen wiegt.

Um dieses Gewicht aus hohen Geschwindigkeiten wieder herunterzubremsen, benötigt man sehr gute, üppig dimensionierte Bremsen. Gibt es, natürlich. Der Power-Ami kommt serienmäßig mit einer Brembo Bremsanlage, die dank Sechskolbenbremszangen eine brachiale Verzögerung auch nach einigen Runden auf der Rennstrecke gewährleistet.

Die vier Endrohre verraten das Alphatier der Baureihe
Sportlich-elegant – Vier Endrohre und Karbonspoiler verraten das Alphatier der Baureihe

Polarisierendes Design

Das Exterieur wirkt sehr dynamisch und markant. Die aggressiv angehauchte Front bekommt durch den schwarzen Kühlergrill mit Wabenstruktur eine avantgardistische Note und fügt sich unserer Meinung nach angenehm in den europäischen Automarkt ein. Auch ist ihm eine gewissen Noblesse nicht abzusprechen. Von außen eher weniger ersichtlich – auch wenn die Motorhaube aus Gewichtsgründen aus Karbon besteht – kann man im Innenraum durchaus und einem puren und sauberen Interieur sprechen, dass eine frische Form von Luxus verkörpert, die gerade jüngere Generationen ansprechen dürfte. Das Cockpit ist ebenso wie die Mittelkonsole leicht zum Fahrer gewandt, sodass dieser stets alles im Blick hat. Wem dies noch immer nicht genügt, der kann sich fahrrelevante Informationen auch über das Head-Up-Display in die Windschutzscheibe projizieren lassen. Ansonsten bietet der Cadillac CTS-V dem Besitzer elektrische Sportsitze aus dem Hause Recaro mit Sitzflächen aus Wildleder, ein Bose Surround Sound System mit 13 Lautsprechern und einen WLAN-Hotspot mit LTE-Geschwindigkeit. Besonders ist beim Cadillac der sogenannte „Performance Data Recorder“. Dabei werden via Kamera Fahrdaten aufgezeichnet und können später ausgewertet werden.

Pure & stylish - Das Interieur gefällt
Pure & stylish – Das Interieur gefällt durch seine Schlichtheit

Potentielle Interessenten können den CTS-V bereits jetzt bei ihren Händlern bestellen. Der Preis startet bei 98.500 Euro. Die ersten Exemplare werden dann voraussichtlich im Frühjahr 2016 zu ihren Besitzern rollen.

Text: NewCarz / Fotos: Cadillac

1 comments

Schreibe einen Kommentar