Jaguar XE – Allradantrieb für die Sportlimousine

Ein knappes halbes Jahr nach seiner Einführung auf dem deutschen Markt stellt Jaguar auf der diesjährigen Los Angeles Auto Show den neuen XE 20d AWD vor.

Der Jaguar XE 20d AWD ist eine Erweiterung der Baureihe um eine Allrad-Version mit dem bereits bekannten Dieseltriebwerk, welches unverändert 180 PS leistet. Der Allradantrieb kommt bereits in den Modellen XF und F-Type zum Einsatz und erfreut sich dort großer Beliebtheit. Grund genug für den englischen Autobauer, den Allradantrieb mit Torque-on-demand Prinzip nun auch in der kleineren XE-Limousine einzusetzen.

Torque-on-demand – Auf Abruf Allrad

Das intelligente Allradsystem von Jaguar bietet sowohl bei trockener, als auch bei nasser oder glatter Fahrbahn grundsätzlich ein Höchstmaß an Fahrsicherheit. Während bei trockener Fahrbahn 100 Prozent des Drehmomentes auf der Hinterachse liegen und somit der typische Heckantriebscharakter von Jaguar beibehalten wird, gibt eine kalibrierte Regelstrategie mit dem Namen Intelligent Driveline Dynamics – kurz IDD – nur auf Abruf („on demand“) den Befehl, Kraft an die Vorderachse zu leiten. Diese Aufgabe übernimmt eine ölgekühlte Lamellenkupplung im Zusammenspiel mit einem Kettentrieb. Dieser Wechsel zwischen Heck- und Allradantrieb erfolgt innerhalb von 165 Millisekunden.

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Allrad auf Kommando – Ständige Traktion dank AWD mit Torque-on-demand Prinzip

Das IDD wurde komplett eigenständig von Jaguar entwickelt und ermittelt über diverse Sensoren verschiedene Daten, unter anderem den Lenkwinkel und die Querbeschleunigung. Darüber hinaus werden permanent die Fahrbahnreibwerte überwacht. Droht beispielsweise ein Traktionsverlust der Hinterräder, so wird nahtlos ein berechnetes Maß an Drehmoment an die Vorderachse geleitet. Das funktioniert übrigens auch umgekehrt, sodass über eine Änderung der Kraftverteilung ein Übersteuern bei schnellen Kurvenfahrten verhindert werden kann.

Adaptive Surface Response – Erkennt die Fahrbahn

Des Weiteren sorgt das Adaptive Surface Response – kurz ASR – genannte System für ein noch sicheres Fahrverhalten. Es beruht auf dem von Land Rover bekannten Terrain Response System und passt nahezu alle Regelsysteme auf die entsprechenden Bedingungen an. Während bei Land Rover dieses System ursprünglich für den Offroad-Bereich konzipiert wurde, sorgt es im Jaguar XE dafür, dass der Fahrer über den kompletten Geschwindigkeitsbereich elektronisch unterstützt wird und selbst bei widrigen Bedingungen ein hohes Maß an Fahrsicherheit gegeben ist.

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Adaptive Surface Response – Weiß jede Fahrbahnsituation zu meistern

Darüber hinaus verfügt der Jaguar XE 20d AWD über die auf niedrigere Geschwindigkeiten ausgelegte All Surface Progress Control, welche in Zusammenarbeit mit der Einzelradaufhängung sogar eine bedingte Geländetauglichkeit zulässt. Auch bei diesem System bedient sich Jaguar bei der Konzernschwester Land Rover. Beispielsweise im neuen Range Rover Evoque Cabrio findet diese Geschwindigkeitsregelung unter dem Namen All-Terrain Progress Control Einzug.

Der von Jaguar als ultimative Allwetter-Sportlimousine bezeichnete Allrad-XE bietet dank seines modernen Turbodiesels aus der Ingenium-Baureihe einen Verbrauch durchschnittlich 4,7 Liter Diesel pro 100 Kilometer und wartet mit einem CO2-Schadstoffausstoß von lediglich 123g pro Kilometer auf. Respektable Werte, wenn man betrachtet, dass dem gegenüber eine Leistung von 180 PS, ein Drehmoment von 430 Newtonmeter und ein Allradantrieb stehen.

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Sparkatze – Der Allrad-XE verbraucht durchschnittlich 4,7 Liter Diesel auf 100 Kilometer

Die Raubkatze mit Vier-Pfoten-Antrieb kann ab sofort beim Händler zu Preisen ab 41.900 Euro bestellt werden. Die ersten Exemplare werden voraussichtlich Anfang März 2016 ausgeliefert.

Jaguar XE 20d AWD Ausstattungslinien

Pure:         ab 41.900 Euro

Prestige:   ab 44.150 Euro

R-Sport:    ab 45.800 Euro

Portfolio:   ab 47.400 Euro

Text: NewCarz / Fotos: Jaguar

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