Opel Karl – Call of Duty

Der Kleinstwagen Opel Karl, der seinen Namen zu Ehren eines der Söhne von Gründer Adam Opel trägt, muss in unserem Test beweisen, ob er seiner Namensverpflichtung auch gerecht wird.

Was für Opel einst mit Nähmaschinen und Fahrrädern begann, wurde alsbald zu seiner eigentlichen Bestimmung –  einem erfolgreichen Automobilhersteller, der in seiner Geschichte viele Höhen und Tiefen durchquerte und heute eine durchaus als Renaissance zu bezeichnende Wiederkehr zu alten Erfolgen beschreitet.

Inwiefern der Opel Karl diesem Bestreben ein Stück beisteuert, haben wir in unserem umfangreichen Fahrbericht zusammengefasst.

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Keine Trauerweide – Der Opel Karl wirkt freundlich.

Unser Testfahrzeug war der Opel Karl 1.0 mit 75 PS, manueller 5-Gang Schaltung, in der Ausstattungsvariante ‚Innovation‘ mit weiteren Ausstattungsmerkmalen. Die Metallic-Lackierung ‚Pazifik-Blau‘ zierte das Außenkleid des Karl.

 

Exterieur – Easy touch

Da Aussehen und Design grundsätzlich Geschmackssache ist, versuchen wir unserem Blick so viel Objektivität zukommen zu lassen wie möglich. Berücksichtigen wollen wir hier – wie bei uns üblich – auch die Preis- und Fahrzeugklasse.

Am Kleinsten der Adam Opel AG wagte man designtechnisch keine unnötigen Experimente. Das Design wird vom Hersteller als ‚skulpturale Formgebung‘ bezeichnet. Er zeigt sich damit eher unauffällig, jedoch durchaus linientreu.

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Blickkontakt – Karl ist ein Opel, unverwechselbar.

Somit zeigt sich Karl gleich von vorn mit dem markentypischen Frontgrill und einem Tagfahrlicht, welches klar einem Opel zuzuordnen ist. Wir bescheinigen dem Kleinstwagen damit weder Langeweile noch einsilbige Biederkeit. Optional sind übrigens sogar LED-Tagfahrlichter erhältlich.

Eine dezente Spoilerlippe und die an dem Auto groß wirkenden Nebelleuchten runden das vordere Erscheinungsbild ab und verleihen dem Opel Karl ein freundliches Antlitz.

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Bügelfrei – Weil der kleine Karl die Falten liebt.

Die Seitenlinie dominieren die doppelten, nach oben verlaufenden Kantenlinien im Blech, welche sich über fast die gesamte Länge ziehen und die schräg verlaufende Gürtellinie des Kleinstwagen unterstreichen. Die stark abfallende Dachkante, welche entgegengesetzt verläuft, sorgt für ein passendes Zusammenspiel. Die Fahrzeugsilhouette wirkt dadurch aufgelockert und insgesamt schlank.

Die Heckansicht wirkt durch die gebogenen, weit in die Kotflügel reichenden Heckleuchten gedrungen, aber keineswegs plump. Dank des Dachspoilers – welcher optional erhältlich ist – und der markant gezeichneten Abrisskante in der Heckklappe, bleibt der Opel Karl auch von hinten augengefällig.

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Hosenboden stramm – Karl steht augenscheinlich fest im Leben.

Nicht zuletzt verdankt er seinen von achtern sichtbaren strammen Stand den Leichtmetallrädern in der Dimension 6Jx15, welche den Kleinen in einer Art auf der Straße stehen lassen, die fast an einen Terrier erinnert. Zusammen mit der am Testfahrzeug in der Ausstattungsvariante ‚Innovation‘ verbauten Privacy-Verglasung besitzt der Kleine damit gar einen leicht flotten Touch.

 

Interieur – Klein aber mein

Vier Türen ermöglichen ein einfaches Zusteigen zur zweiten Sitzreihe, ohne akrobatische Übungen und der Suche nach Sitzarretierungen. Dabei kann man beim Opel Karl die zweite Sitzreihe als Zwei- oder Dreisitzer ordern. Letztere kann im Verhältnis von 60:40 geteilt umgeklappt werden, was die Variabilität beim Zuladen erhöht.

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Tierhautfrei – Die Ledernachbildung sieht dennoch gut aus.

Der Innenraum des Kleinstwagens überraschte uns durch eine für diese Preisklasse akzeptable Materialanmutung und einem strukturierten, ansprechenden Design. Die Sitze in einer Kombination aus Stoff und einer Ledernachbildung mit Akzentnahtführungen sehen nicht nur schick aus, sie bieten auch durchaus eine gute Portion Bequemlichkeit, wie es in diesem Fahrzeugsegment nicht immer selbstverständlich ist.

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Passagierliste – Wenn notwendig, reicht diese bis zur No. 5.

Das Platzangebot vorn ist angemessen und überdurchschnittlich in dieser Klasse. Im Fond geht es ein bisschen enger zu, ist für Personen bis 1,75 m aber noch akzeptabel. Ist man größer, sollten längere Reisen mit genügend Pausen geplant– oder alternativ mit einem Termin beim Orthopäden kombiniert werden.

Das Lederlenkrad mit Multifunktionstasten ist fast schon ein kleines Highlight. Es ist sieht wirklich gut aus, ist griffig und liegt angenehm in den Händen. Der Clou ist, dass es sogar beheizbar ist. Das fanden wir verblüffend für einen Kleinstwagen.

Die blendfrei angeordneten Hauptinstrumente sind gut ablesbar und besitzen eine ansprechende Chromumrandung. Über das mittige Infodisplay zeigt der Bordcomputer diverse Werte wie Reifendrücke, Durchschnitts- oder Momentanverbrauch und vieles mehr.

Der Sieben Zoll Touchscreen, welcher Bestandteil des Radio R4.0 IntelliLink ist, reagiert klar auf jeden Fingerdruck und ist klar ablesbar. Einzig der schwarze, sehr breite, hochglänzende Rahmen irritiert mitunter durch Spiegelungen und Reflexionen, welche im Blickrand des Fahrers irgendwelche Anzeigen suggerieren und ihn dadurch ablenken können.

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Spieglein, Spieglein – Reflexionen im Hochglanzrahmen wirken störend.

Die Mittelkonsole ist relativ niedrig gehalten. Zwei Öffnungen bieten zwei Flaschen oder Dosen Platz. Davor gibt es eine kleine Ablage, direkt darüber der USB-, der AUX-In und der 12-Volt-Anschluss.

Das Handschuhfach ist durchschnittlich groß, der Deckel öffnet nach unten und liegt geöffnet bei großen Personen an den Knien an. Aber zumindest gibt es einen Deckel für das Handschuhfach.

Die Rundumsicht ist aufgrund der Abmessungen des Kleinstwagens okay, lediglich die Sicht nach hinten wird durch die sich nach hinten verjüngenden Seitenfenster, die ovale Heckscheibe und den breiten C-Säulen etwas eingeschränkt. Dank optionaler Einparkhilfe ist dies jedoch kein großes Thema.

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Think positive – Der Kofferraum bietet Platz für mehrere hundert Zeitschriften.

Der Kofferraum bietet mit 206 Litern Fassungsvermögen nur für das Nötigste Platz. Legt man die Rücklehne – oder bei der Dreisitzer-Bank die geteilten Lehnen um, werden 1013 Liter Laderaum frei. Allerdings blieben die Rückenlehnen beim Testfahrzeug in einer schrägen Position, was sich als äußerst unpraktisch beim Beladen zeigte. Abhilfe schaffte das Abmontieren der Sitzpolster, was aber in den meisten Beladungssituationen umständlich und zu kompliziert sein dürfte.

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Nicht ganz glatt – Umgelegt noch keine Ebene.

 

Technologien und Sicherheit – Karl is calling

Es gab schon das eine oder andere Raunen, als wir den kleinen Karl das erste Mal näher auf seine Ausstattungen untersuchten.

Los geht es mit dem Komfortpaket, welches neben der Sitzheizung der Vordersitze und der Einparkhilfe hinten, auch die bereits angesprochene Lenkradheizung beinhaltet. Und die funktioniert hervorragend und blitzschnell. Vor allem in der jetzt beginnenden kalten Jahreszeit ist man oftmals dankbar für dieses Ausstattungsmerkmal.

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Runde Sache – Das Lenkrad ist ein echtes Highlight.

Das ECO-Paket, welches der Testwagen an Bord hatte, umfasst den Dachspoiler und die Frontspoilerlippe plus Reifen mit geringerem Rollwiderstand.

Schade dass dieses Paket nicht mit dem Style-Paket kombiniert werden kann. Denn dieses beinhaltet unter anderem das LED-Tagfahrlicht, was dem Opel Karl eine zusätzliche, deutliche optische Aufwertung verleiht. Einzeln ist diese Option – aus für uns unerfindlichen Gründen – leider nicht wählbar.

Der kleine Karl hat auch einen Spurassistenten in petto. Dieser warnt beim Verlassen der Fahrspur akustisch und zusätzlich mit einem blinkenden Symbol im Infodisplay vor der jeweiligen Abwegigkeit des Fahrers.

Darüber hinaus gibt es im Testfahrzeug das Radio R4.0 IntelliLink, dass dank USB – oder Bluetooth-Schnittstelle nicht nur Musik vom Smartphone auf die 4 Lautsprecher streamt, sondern auch Videos, Bilder und Filme auf dem Siebenzoll Touchscreen – was nur bei Stillstand des Autos funktioniert – zeigen kann.

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Vielseitig – Einstellungen gibt es en masse.

Durch ‚Apple CarPlay‘ und ‚Android Auto‘ kann man diverse Apps vom Smartphone direkt auf den Bildschirm holen. Sogar eine Sprachbedienung wird damit ermöglicht. Auch kann man sich beispielsweise Google-Maps Karten auf dem Touchscreen anzeigen lassen. Auch SMS diktieren oder vorlesen lassen ist möglich.

Dank Opels ‚OnStar‘ Telematikdienst wartet der Karl unter anderem mit einem WLAN-Hotspot, automatischer Unfallhilfe, diversen Smartphone-Funktionen und vielem mehr auf.

Opel hat mit der Aussage „Bestvernetztes Fahrzeug seiner Klasse“ offensichtlich nicht übertrieben.

Ein weiteres Highlight ist der digitale Radioempfang DAB+, welches über die vier verbauten Lautsprecher im Opel Karl richtig gut klingt. Saubere Höhen, warme Mitten und peppige Bässe erfreuen den Musikliebhaber. Der Preis für das DAB+ in Höhe von 200 Euro ist unserer Meinung nach gut angelegt.

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Nachtflug – Auch im Dunkeln klar ablesbare Displays.

Die Bluetooth Freisprecheinrichtung funktioniert zuverlässig und ist ebenso wie das gesamte Infotainment-System auch über das Lenkrad steuerbar.

Selbst Dinge wie die automatische Aktivierung der Heckscheibenheizung über die Außentemperatur oder das Begrenzen der Lüfterdrehzahl der Lüfterautomatik sind über den Touchscreen einstellbar.

Man sollte nicht vergessen, wir sprechen beziehungsweise schreiben hier nach wie vor von einem Kleinstwagen.

Eine Tastenbetätigung für den Citymodus reduziert die Lenkkräfte deutlich, was ein Rangieren im innerstädtischen Bereich angenehm vereinfacht.

Vier elektrische Fensterheber spendieren an allen Fensterplätzen auf Knopfdruck Frischluft. Für den Fahrerplatz gibt es zusätzlich die One-Touch Bedienung – ein Antippen des Schalters genügt für das komplette Öffnen oder Schließen des Fensters.

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Sesam öffne dich – Auch hinten elektrisch bedienbare Fensterheber.

Die Klimaautomatik hat eine gute Kühlleistung, die Heizung bringt bereits nach wenigen Minuten wohlige Wärme durch die – übrigens leider nicht dicht verschließbaren – Lüftungsdüsen.

Das Scheinwerferlicht kommt mit herkömmlicher Halogen-Technik aus und leuchtet dank großzügig dimensionierter Reflektoren die Fahrbahn ganz ordentlich aus. Die Nebelscheinwerfer helfen im Fall der Fälle mit Nachdruck bei der Jagd nach Sichtweite. Zusätzlich überzeugen sie beim Abbiegevorgang mit portioniertem Licht in entsprechende Wechselrichtung.

Die Bremsanlage ist klar dosierbar und bringt den Karl bei 100 km/h nach ca. 35 Metern zum Stehen. Das ist Durchschnitt und bedarf keiner Kritik. Ab der dritten Vollbremsung stellt sich ein spürbares Fading ein, welches beim gedachten Einsatzzweck des Autos jedoch so gut wie nie vorkommen sollte.

ESP ist ebenso wie ABS serienmäßig. Insgesamt sechs Airbags bilden gemeinsam mit den Dreipunkt-Gurten und verstellbaren Kopfstützen das Rückhaltesystem für die Insassen.

Der NCAP-Crashtest im Oktober 2015 hat dem Opel Karl 4 Sterne erbracht, weil unter anderem der Airbag zu wenig Druck aufbaute. Opel will laut NCAP hier nachbessern.

 

Motor und Fahreigenschaften

Der Saugmotor mit dem typisch rauen Dreizylinderklang, schöpft aus einem Liter Hubraum 75 PS und leistet ein maximales Drehmoment von 95 Newtonmeter. Klar dass man damit keine Wunder erwarten kann. Dennoch wirkt der Motor kernig und hängt tapfer am Gas.

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Aller guten Dinge – Dreizylinder als Sparantrieb.

Die Höchstgeschwindigkeit von 170 km/h erreicht er mit viel Anlauf. Alle Geschwindigkeiten jenseits der 120 km/h bereiten dem kleinen Motor gefühlt einiges an Mühe.

Angenehm ist, dass er selbst bei hohen Drehzahlen kein nerviges Klangmuster entwickelt. Er ist dann zwar laut, aber klingt dabei immer einen Hauch heißer – als könne er weit mehr, als man von ihm verlangt.

Das manuelle Schaltgetriebe unseres Testwagens erfreute stets mit exakten Schaltwegen und klar vernehmbarem Einrasten der Gänge. Keine Hakelei, kein orientierungsfreier Rührtopf – ganz im Gegenteil. Davon könnte sich so manch größerer Wagen eine Scheibe abschneiden.

Die Übersetzung ist leistungsgemäß und prädestiniert den Opel Karl einmal mehr zum Stadtflitzer. Leute, welche ein Sechsgang-Handschalter gewohnt sind, laufen jedoch Gefahr beim Karl den Rückwärtsgang als den ‚Sechsten‘ einzulegen. Die Sperre hierfür ist viel zu schwach definiert.

Die Lenkung ist leichtgängig aber direkt. Im City-Modus wird die Direktheit gegen vollkommene Leichtigkeit bei Lenkvorgängen getauscht, was das Rangieren extrem vereinfacht.

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Die nackte Wahrheit – An der Dämmung wurde bei Karl gespart.

Das Fahrwerk ist unauffällig und neutral, nur bei stark forcierter Fahrweise stoppt das zeitig eingreifende ESP ein Untersteuern. Die Federung ist ebenso unauffällig, weder übermäßig komfortabel noch unkultiviert.

Der Verbrauch pegelte sich bei 5,8 Litern auf 100 Kilometer ein und liegt somit reichlich einen Liter über der Werksangabe.

Der Innengeräuschpegel ist relativ hoch, der Motor ist akustisch allgegenwärtig. Auch Fahrgeräusche sind gut vernehmbar und mit zunehmender Geschwindigkeit signifikant ansteigend. Ein bisschen mehr Dämmung wäre für den Opel Karl unserer Meinung nach nicht unangebracht gewesen.

 

Varianten und Preise

Den Opel Karl gibt es bald in zwei Motorisierungsvarianten, die eigentlich nur eine ist. Grundlage bildet der 1.0 Dreizylinder Saugmotor. Diesen gibt es als reine Benzinvariante, oder in Kürze auch als LPG Variante für die Autogas/Benzin-Kombination.

Die Kraftverteilung erfolgt wahlweise über ein Fünfgang-Handschaltgetriebe oder eine Fünfgang-Easytronic-3.0 Automatik. Jedes Modell ist auch als EcoFLEX-Modell zu haben. Dann sind immer eine Start/Stopp-Automatik und das Eco-Paket mit an Bord.

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Knackig und direkt – Das manuelle Schaltgetriebe glänzt durch Exaktheit.

In drei grundsätzlichen Ausstattungsvarianten wird der Opel Karl angeboten.

Los geht es mit der ‚SELECTION‘, welche bereits ab 9.500 Euro zu haben ist. Selbst in dieser einfachsten Variante sind Dinge wie geschwindigkeitsabhängige Servolenkung, Tagfahrlicht, Berg-Anfahr-Assistent, Reifendruck-Kontrollsystem, Bordcomputer und Außentemperaturanzeige bereits dabei. Nicht schlecht für so einen Preis.

Die nächsthöhere Variante nennt sich ‚EDITION‘ – ab 10.650 Euro. Die höchste Stufe wird von Opel als ‚INNOVATION‘ – ab 12.900 Euro – verkauft.

 

Fazit – Mehr Sein als Schein

Der Opel Karl gehört laut EU-Kommission zum A-Segment und ist ein fünftüriger Kleinstwagen. Bereits in der Basisvariante kommt dieser mit einer ordentlichen Portion Ausstattung daher.

Damit nominiert er sich zu einem praktischen und preiswerten Einsteigermodell, welches insbesondere in urbanen Gefilden zu einem zuverlässigen Begleiter wird. Aufgrund seiner geringen Abmessungen ist die stetige innerstädtische Parkraumproblematik mit einem Opel Karl zweifelsohne nicht mehr das Hauptkriterium bei der Wahl des Verkehrsmittels.

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Der blaue Zwerg-Planet – Sparsam, praktisch, preiswert.

Dazu bringt der Karl dank diverser Ausstattungs- und Vernetzungsmöglichkeiten viele Gimmicks für die Insassen, was ihn zum funktionalen und hilfreichen Begleiter bei jeder Fahrt macht.

Abstriche muss man beim Geräuschpegel hinnehmen, der aufgrund des Verzichts auf flächendeckende Dämmung stets überdurchschnittlich ist. Diesem kann man allerdings mit dem vernünftigen Sound bringenden Musiksystem und dem Verzicht auf höhere Geschwindigkeiten entgegenwirken.

Auch die Familienfreundlichkeit oder Reisetauglichkeit ist durch das eingeschränkte Platzangebot auf ein Minimum beschränkt. Umso mehr passt er in die Zielgruppe ‚Fahranfänger‘, oder ‚Junges Paar‘, oder ‚Alleinerziehend‘, oder ‚Zweitwagenbesitzer‘ oder oder oder…

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Weniger ist mehr – Der Karl ist das sympathische Startup von Opel.

 

Alles in allem ist der Opel Karl ein gelungener Kleinstwagen, der als Einsteigermodell weit mehr bietet, als es auf den ersten Blick vermuten lässt. Auch wenn sich der Einstiegspreis durch diverse weitere Ausstattungsmerkmale fast verdoppeln lässt, erhält man selbst dann noch ein Auto mit einem Ausstattungslevel, den der Wettbewerb in dieser Klasse momentan nicht bieten kann.

Text/Fotos: NewCarz

 

 

Technische Daten: Opel Karl 1.0 INNOVATION

Länge x Breite x Höhe (m): 3,67 x 1,70 (mit Außenspiegel 1,88) x 1,48

Motor: Dreizylinder Reihen-Benzinmotor

Leistung: 55 KW (75 PS / 73 PS als LPG-Variante)

Hubraum: 999 ccm

Max. Drehmoment: 95 Nm (bei 4.500 U/min)

Getriebe: 5-Gang-Schaltgetriebe manuell

Antrieb: Front

Durchschnittsverbrauch (NEFZ-Norm): 4,5 L/100 km

CO2-Emissionen: 104 g/km (99 g/km mit ecoFLEX Paket)

Abgasnorm: Euro 6

Höchstgeschwindigkeit: 170 km/h

Beschleunigung von 0 auf 100 km/h: 14 Sekunden (Testergebnis)

Leergewicht: 939 kg

Kofferraumvolumen: 206 l (1.013 l bei umgeklappten Sitzen)

Kraftstofftank: ca. 32 Liter

Preis des Testwagens: 14.650 Euro (UVP)

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