VLF Force One – Viper trifft Transformers

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Autodesigner Henrik Fisker – ein Name, der die Automobilindustrie bereits mehrfach signifikant beeinflusst hat, steht auf der NAIAS 2016 in Detroit mit einer neuen Ansage auf dem Ausstellerparkett: dem VLF Force One.

Fisker ist unter anderem verantwortlich für das Design des BMW Z8 und dem Aston Martin der Neuzeit. Er arbeitete bei Tesla und gründete zuletzt eine eigene Automarke – Fisker Karma. Diese Marke war voll und ganz den ökologischen Antrieben verschrieben. Nachdem die Marke von chinesischen Investoren übernommen wurde, gründete Fisker gemeinsam mit Gilbert Villarreal, Bob Lutz die Marke VLF – die Kürzel stehen für die Anfangsbuchstaben der Nachnamen der drei Gründer.

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Schicker Hintern – Vor allem die Heckansicht wirkt sehr gelungen.

Die neue Marke, die sich ausschließlich extrem sportlichen und stark motorisierten Modellen widmet, steht im starken Kontrast zu den vorherigen, ökologisch geprägten Projekten von Fisker. “Alles hat seine Berechtigung”, sagt Fisker dazu, “man kann auch nicht jeden Tag Salat essen. Dann wird es einem langweilig. Es muss eben auch einmal ein Steak sein.”

Gegründet wurde VLF letztes Jahr und am Firmensitz in Auburn Hills, nahe Detroit, baut man diesen Supersportwagen, der technisch auf der Viper basiert. Der Supersportler sieht aus, als wurde er von Optimus Prime zum Transformer befördert. Harte, kantige Linienführung bestimmt den knapp 1,6 Tonnen schweren Force One, der aus einem 8,4 Liter V10-Sauger  745 PS mit bis zu 923 Nm maximalem Drehmoment auf den Asphalt brennt.

Als maximal erreichbarer Speed sind über 350 km/h angegeben, der Sprint auf 100 km/h schafft er in ca. 3 Sekunden. Alles beeindruckende Werte, die den VLF Force One in der obersten Riege der Supersportwagen katapultiert.

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21 Zoll – Mächtige Walzen sorgen für satte Bodenhaftung.

Die Kraftübertragung geschieht wahlweise manuell mittels sechs Gänge geschaltet oder durch eine sechsstufigen Getriebeautomatik.

Das Interiuer bestimmt hochwertiges gestepptes Wildleder.

Die Viper-Basis, die seit letztem Jahr nicht mehr hergestellt werden, liefert der amerikanische Sportwagenhändler Ben Keating. Laut Henrik Fisker soll es maximal 50 Fahrzeuge dieser Serie geben – die Auslieferung beginnt im Sommer dieses Jahres. Für den Force One sind mindestens 268.500 Dollar fällig. Die Produktionszeit von fünf Wochen soll sich im Laufe des Zyklus auf zwei bis drei Wochen reduzieren.

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Mit Schampushalter – Der Innenraum ist edel wild beledert.

Bisher hatte VLF mit dem Destino für Aufsehen gesorgt, der ebenfalls auf der NAIAS in Detroit zu sehen ist. Dabei wurde aus dem ehemaligen Fisker Karma der Turbovierzylinder mit sämtlicher Hybridtechnik entfernt und stattdessen mit einem 6,2 Liter V8-Motor aus der Corvette ausgestattet. Durch dieses massive Upgrade wird die viersitzige Sportlimousine über 320 km/h schnell. Die Auslieferung für den Destino hat bereits begonnen. Für 229.000 US-Dollar ist der V8 zu haben. Insgesamt Einhundert Stück sollen insgesamt verkauft werden.

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VL Destino – Fisker Karma mit Corvette-Herz

Text: NewCarz / Fotos: VLF

 

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