Renault Alpine – Die wiederbelebte Legende

Die Alpine A110 und die neue Studie (rechts).

Seit vielen Jahren haben nicht nur Fans auf die Reanimation der berühmten Renault Alpine gewartet. Nun ist es soweit.

Sie ist eine der wenigen ‚weiblichen‘ Autos, neben der Corvette und der Ente, gibt es kaum mehr mit dieser Eigenschaft.

Über 60 Jahre nach der ersten Alpine, damals noch nicht von Renault übernommen – obwohl der Automobilkonzern von Anfang an quasi im Boot war – wird nun auch auf dem Genfer Automobilsalon die Studie des Nachfolgers gezeigt.

Laut Renault ist das Concept-Car, welche letzten Dienstag ihre Jungfernfahrt absolvierte, mit 80 Prozent an der Seriennähe. Das fertige Modell soll bis zum Jahresende der Öffentlichkeit vorgestellt werden und ab 2017 in Produktion gehen.

Was 1955 begann, bescherte Renault damals eine riesige Portion Motorsport-Gene. Die Alpine-Modelle waren allesamt Objekte der Begierde, strotzten nur so vor Leistung und Selbstbewusstsein.

Erfunden wurde die Alpine unter den Händen von dem Autohändler und Rennfahrer Jean Rédélé in einer kleinen Manufaktur namens ‚Société des Automobiles Alpine‘, mitten in der Bretagne.

Mit dem ersten Modell, dem Alpine A106 gewann Rédélé 1956 die Mille Miglia und erregte damit massive Aufmerksamkeit, womit die Basis für die neue Sportwagenmarke komplett war.

Die Alpine A310 wurde später als der französische Porsche gehandelt – superschnell und futuristisch designt, war sie ihrer Zeit voraus. Vor allem in den 1970er und 1980er Jahren mischten Alpine Sportwagen kräftig mit und waren manchem Porsche und Ferrari gewachsen.

Die Studie aus dem Jahre 2012 leistete um die 400 PS und sah noch etwas aggressiver aus als die aktuelle Variante.

 

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Mehr Zähne – vor 4 Jahren wirkte die Studie noch bissiger.

 

Inwieweit die Leistungsreserven der neuen Alpine gestaltet werden, ist noch nicht endgültig geklärt. Die Rede ist von aufgeladenen Vierzylindern mit über 300 PS und Höchsgeschwindigkeiten weit über 250 km/h. Bei entsprechender Leichtbauweise wären die Fahrleistungen in jedem Fall beeindruckend.

Jedoch ist auch dieses Kapitel noch nicht geschlossen – bislang gibt es noch keine Hinweise von Renault, ob die Alpine eher eine kompromisslose oder eine komfortbetonte Strategie erfährt.

Wenn man nun auf die konzernübergreifende Zusammenarbeit mit Nissan äugt, landen die wunschgetriebenen Synapsenkopplungen ganz schnell bei der über 600 PS leistenden GT-R Motorisierung. Zu Ende denken dürfen Sie dies gern selbst.

Text: NewCarz / Fotos: Renault

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