Porsche 718 Boxster – offen unter Druck

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Es scheinen ganze Zeitalter zwischen dem ersten Boxster von 1996 und dem aktuellen Porsche 718 Boxster zu liegen.

Technisch und optisch sind sie es auch. Er ist definitiv einer der augenfreundlichen Erscheinungen auf dem Genfer Automobilsalon.

Nach 20 Jahren stetiger Weiterentwicklung ist der Boxster kaum wiederzuerkennen und mit jeder Modellpflege bescheinigte man dem kleinsten Cabrio aus der Zuffenhausener Sportwagenschmiede den endgültig erreichten Erwachsenen-Status.

Aber Porsche gelang es jedes Mal noch einen drauf zu legen – auch dieses Mal scheint dieser Coup gelungen zu sein. Wir berichteten bereits darüber und schauen uns den kleinsten Sportwagen von Porsche in Genf genauer an.

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Agent Orange? – Giftig ist der Blick des 718 in jedem Fall.

Der neue 718 wirkt optisch größer als sein Vorgänger, aber vor allem auch dynamischer. Auch wenn der Einsteiger-Porsche nun einen Vierzylinder als Herz trägt, muss er sich nicht die Tradition absprechen lassen. Viele Vierzylinder aus dem Hause Porsche waren in der Vergangenheit überaus erfolgreich und beschreiben dadurch ebenfalls eine Tradition.

Auch wenn es andere Gründe sind, die Porsche zur Verringerung der Zylinderanzahl animiert. Flottenverbrauch und Umwelt zwingen jeden Automobilhersteller zum Downsizing. Umso erfreulicher, wenn es auf diese Art und Weise geschieht.

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Grimmig – selbst in der Heckansicht ’schaut‘ der neue Boxster böse drein.

Denn der neue Boxster hat mehr Dampf als sein Vorgänger und schiebt vor allem aus unteren Drehzahlen vehementer an als sein alter Saugmotor-Pendant. Und der Zweiliter nimmt beim Sprint von Null auf 100 km/h seinem Vorgänger fast eine Sekunde ab – die S-Variante mit 2,5 Liter-Motor immerhin sechs Zehntel. Hinzu kommt, dass die neu entwickelten Triebwerke noch längst nicht ausgereizt zu sein scheinen und mit zukünftigen Modellen oder Varianten gut und gerne auch die 400 PS Grenze erreichen dürften.

Der Innenraum wirkt hochwertig, sehr aufgeräumt und übersichtlich. Die Sitze versprechen was man von einem Porsche erwartet und sitzen wie ein maßgefertigter Armani-Anzug. Das PCM gefällt durch intuitive Bedienung – Porschefahrer fühlen sich hier sofort zu Hause.

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Ja, wir wissen um den größten Kritikpunkt der Traditionsverfechter – er klingt anders. Aber das macht er alles andere als langweilig. Anders ist in dem Fall rauh, grimmig, in jeder Hinsicht sportlich und irgendwie auch schon wieder porschetypisch. Wer immer noch zweifelt, sollte ihn fahren und dann seinen Vergleich ziehen. Bisher wurde wohl jeder geläutert. Oder so gut wie jeder.

 

Text / Fotos: NewCarz

 

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