Seat Ateca – Das SUV gilt als Wendepunkt der Marke

Vor einigen Monaten berichteten wir bereits über den neuen Seat Ateca – das erste SUV des spanischen Herstellers, der zum Volkswagen Konzern gehört. Ab 2. Juli steht er beim Händler.

Nun veröffentlicht Seat ein Zahlen-Pamphlet, welches das fulminante Interesse bereits vor der Markteinführung eindrucksvoll bestätigt.

In den letzten Wochen gab es fast 800.000 Zugriffe auf die Online-Informationen des Seat Ateca. Dabei haben 270.000 Nutzer das neue Modell sogar komplett virtuell konfiguriert. Es existieren bereits jetzt 5.000 Bestellungen, obwohl keiner dieser Kunden den Seat Ateca bislang live gesehen, berührt oder probiert hat.

Dabei liegt der Anteil der Bestellungen für die Top-Ausstattungslinie „Xcellence“ bei über 70 Prozent. Aus diesen Gründen ist Seat sehr optimistisch und hegt entsprechend hohe Erwartungen in das SUV.

Seat-Vorstandsvorsitzender Luca de Meo sagt dazu: „Der Ateca wird ein Wendepunkt für die Marke Seat. Er wird uns erlauben, in das am schnellsten wachsende Segment in Europa zu kommen. Der Ateca dürfte die dritte Säule unserer Marke – neben dem Ibiza und dem Leon – werden.“

Dass das SUV-Segment weiter im Trend liegt, zeigen auch die aktuellen Zahlen. Allein der Anteil im Kompakt-SUV-Segment, dem der Ateca klar angehören wird, stieg zwischen 2010 und 2015 um 65 Prozent. Im gleichen Zeitraum stieg der Absatz bei Seat um 88 Prozent – bereits ohne eigenes SUV. Es ist einleuchtend, dass Seat daher auch in diesem Segment seine Perlen fischen möchte.

Dabei wildert der Ateca nicht zielgerichtet in den konzerneigenen Gewässern und hat weder einen VW Tiguan noch einen demnächst folgenden Skoda SUV auf Basis der Vision S Studie im Fokus. Der Ateca zielt laut Hersteller vielmehr in die Riege eines Nissan Qashqai oder des Renault Kadjar.

Mit einem Einstiegspreis von grade einmal 19.900 Euro dürfte das durchaus gelingen. Das Basismodell wird durch einen Dreizylinder-TSI mit 115 PS angetrieben. Laut Seat soll der Ateca damit keineswegs untermotorisiert sein. Die Basisversion wird allerdings erst im vierten Quartal 2016 beim Händler stehen.

Aufgrund der bereits existierenden Bestellungen sieht man jedoch, dass die Kunden eine eher bessere Ausstattung und Motorisierung auswählen.

Besonders empfehlenswert ist eine Motorisierung durch den 1.4 TSI mit 150 PS und 250 Newtonmeter, die bereits ab 1.500 U/min anliegen – für einen Benziner erstaunlich früh. Der Preis beginnt für diese Variante ab 24.700 Euro.

Der Verbrauch dieses Turbo-Benziners liegt im Schnitt nur ein Zehntel Liter über dem kleinen Dreizylinder. Dazu verfügt er über dieselben Kraftreserven wie der 1.6-Liter Diesel, der bauartbedingt einen rauheren Lauf aufweist und nicht unbeträchtlich teurer ist – ab 26.210 Euro wird der Selbstzünder angeboten.

Der Diesel-Platzhirsch 2.0 TDI wird mit entweder 150 oder 190 PS angeboten und zielt eindeutig auf Vielfahrer. Der Preis beginnt ab 27.560 Euro und liegt damit deutlich über der Basis. Wer dazu die Kraft des Top-Diesels per Doppelkupplungsgetriebe auf alle vier statt nur den beiden vorderen Rädern verteilen möchte, muss nochmals insgesamt 3.500 Euro drauflegen. In dieser Region könnten dann durchaus auch Tiguan-Interessenten einen Blick auf den Seat Ateca werfen.

Ab dem 2. Juli 2016 steht der Seat Ateca deutschlandweit beim Händler.

 Text: NewCarz / Fotos: Seat

 

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