Sommer, Ferien, Reisezeit – Stau und Stress im Griff

Die Vorfreude ist groß, bei Kindern und Erwachsenen gleichermaßen – endlich Urlaub, endlich Auszeit, endlich Zeit mit der Familie – bitte aber ohne Stau und Stress.

Doch kaum macht man sich auf den Weg zum Ferienziel, steht man mit bisschen Pech bereits nach wenigen Kilometern das erste Mal in der Warteschlange.

Dann stellen stautypische Umstände die Insassen und insbesondere den Fahrer auf eine mitunter gehörige Geduldsprobe. Das muss nicht unbedingt sein.

Damit Sie Ihre wertvolle Zeit allein oder mit der Familie nicht hauptsächlich im Stau verbringen, geben wir ein paar Tipps um den Stress und den Ärger weitgehend zu minimieren.

 

Planung ist der beste Weg der Stauumfahrung

Um dies ein wenig zu entschärfen, kann man bereits im Vorfeld einiges tun, indem man die Reise plant und  für den Fall der Fälle gerüstet ist.

Wann geht`s denn los?

Bedenken Sie bitte, dass Sie bei weitem nicht als Einziger unterwegs sein werden. Die meisten machen sich ebenfalls direkt zu Ferienstart auf den Weg zu ihrem auserkorenen Urlaubsdomizil. Aus diesem Grund sollte man nicht zu den üblichen Hauptreisezeiten und Urlaubswellen starten.

Diese Hauptbelastungszeiten werden für die Ferien und Feier- sowie Brückentage vom ADAC und anderen Organisationen prognostisch ermittelt und veröffentlicht. Es ist daher hilfreich, diese Zeiten zu kennen und die eigene Reiseroute und –zeit möglichst abseits dieser Zeiten und Wege zu planen.

Meist hilft bereits ein sehr früher oder später Start, um dem Hauptverkehrsaufkommen zu entgehen. Auch der Berufs- und Pendelverkehr sollte dabei berücksichtigt werden. Besonders Clevere verlegen den Starttermin um einen oder gar zwei Tage vor oder nach dem Ferienbeginn – was bei schulpflichtigen Kindern zumindest mit vorverlegten Terminen schwierig sein dürfte.

Auch die sogenannte Rückreisewelle sollte bereits vor dem Urlaubsantritt berücksichtigt werden und die Rückfahrt möglichst nicht in diesen Zeitraum geplant werden.

 

Die Route wird aufgrund von Verkehrsmeldungen neu berechnet.

Ein Navigationssystem mit dynamischer Routenanpassung ist heutzutage keine Seltenheit mehr. Selbst wenn es nicht im eigenen Auto zur Ausstattung gehört, so gibt es in der Zeit von Smartphones, Tablets und Apps zahlreiche Möglichkeiten, um sich zu seinem Wunschziel navigieren zu lasssen – inklusive Stauumfahrung. Daher ist es empfehlenswert, vor Reiseantritt entsprechende Dinge zu besorgen und vorzubereiten.

Wann sind wir endlich da?

Wenn Kinder mit an Bord sind, sorgen Sie vor, um die Jüngsten zu beschäftigen und die typischen Ungeduld-Bekundungen auf ein Mindestmaß zu begrenzen.

Je nach Alter des Kindes gibt es diverse Möglichkeiten. Einfache Spiele ohne Hilfsmittel wie beispielsweise ‚Ich sehe was, was du nicht siehst‘ oder ‚Gib Kennzeichen Namen‘, wobei den Buchstaben Namen gegeben werden, bis zu ‚Autotypen raten/zählen‘ oder ‚Brücken zählen‘ verfehlen ihre Wirkung meistens nicht.

 

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Kinder werden auf Reisen schnell ungeduldig – man kann aber vorsorgen.

 

Vorteilhaft ist es auch, sofern es der Platz erlaubt, wenn ein Erwachsener mit auf der Rückbank sitzt und so direkten Kontakt und Einfluss auf das Kind oder die Kinder nehmen kann.

Auch elektronische Helferlein wie Musikabspielgeräte für Hörspiele oder Musik, oder auch mal ein Smartphone-Game, können gut einen Teil der Reisezeit überbrücken.

Schauen Sie außerdem nach Raststätten mit Spielplätzen oder anderen Angebote, um den Bewegungsdrang von Kindern gerecht zu werden.

Gestalten Sie Pausen mit Kindern grundsätzlich immer etwas großzügiger. Dadurch haben die Kleinen die Möglichkeit, sich zu bewegen und bleiben danach ausgepowert während der Reise länger ruhig.

Ist man mit Säuglingen oder Kleinstkindern unterwegs, sollte die Route besonders sorgfältig geplant und bedeutend mehr Pausen berücksichtigt werden.  Denken Sie auch an einen Sonnenschutz für die Kleinen. Wenn es Sie nicht zu sehr anstrengt, sollten Sie gegebenenfalls auch über eine Nachtfahrt nachdenekn, währenddessen die Kinder die Reise zum Großteil verschlafen.

 

Proviant und Notfallration

Ist das geplante Reiseziel weiter als zwei Stunden entfernt, sollte man neben genügend Durstlöschern auch etwas zu Essen mitführen. Kalkulieren Sie dabei immer einen zeitlichen Aufschlag von 100 Prozent, was sich als guter Planungswert erwiesen hat.

Wenn eine Reise bereits bei normaler Verkehrslage über mehrere Stunden dauern wird, sollten Sie als Daumenregel pro erwachsener Person mit 0,5 Liter Trinkvorrat pro Stunde und einer Mahlzeit aller 3 Stunden rechnen. Als Mahlzeit sollten Sie allerdings nur leichte Kost bevorzugen. Belegte Brote, dazu Obst und Müsliriegel gelten fast schon als Klassiker.

Es ist im Zweifelsfall immer besser zu viel mitgeführt zu haben, als womöglich stundenlang durstend und hungernd im Stau zu stehen – was vor allem bei Kindern zu vermeiden ist.

 

Annehmlichkeiten nicht vergessen

Auch wenn der Platz für Gepäck meist gut ausgefüllt ist, sollten einige Dinge immer bei einer  Urlaubsreise dabei sein.

Im Sommer ist es ratsam, einen kleinen Drei- oder Fünfliterbehälter mit Wasser mitzuführen. Geraten Sie in einen stundenlangen Stau bei sommerlichen Temperaturen, ist diese Reserve mehr wert als jeder Geldschein in Ihrer Börse.

Eine Packung Erfrischungstücher für den Fahrer, die von einem Mitfahrer ab und an gereicht werden, wirken belebend und erfrischend auf langen Strecken.

Eine Kühlbox oder zumindest eine Kühltasche mit etwas Obst sorgen ebenso für eine erfrischenden Snack und wichtige Energie zwischendurch.

 

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Eine gefüllte Kühltasche hilft auch den Insassen cool zu bleiben.

 

Auch wenn man es normalerweise nicht macht – aber eine Rolle Toilettenpapier sollte sich ebenso im Auto befinden. Eine Notdurft im Stau, am Rande der Autobahn, dürfte mit diesem Utensil sicherlich angenehmer sein als die typischen Alternativen wie Gras oder Blattwerk oder gar eine meinungsbildende Zeitschrift.

 

Was tun wenn doch im Stau?

Man ist nicht hundertprozentig vor einem Stau gefeit und selbst die noch so ausgeklügelte Route und Startzeit kann einen nicht sicher davor bewahren.

Wenn es dann doch passiert und man in einen Stau gerät, sollte man zuallererst Ruhe bewahren und als Letzter im Stauende den nachfolgenden Verkehr im Auge behalten – um im Fall eines unaufmerksamen Hintermannes gegebenenfalls noch reagieren zu können.

Lebenswichtig ist außerdem die Regel, niemals im Stau auszusteigen, bevor nicht mindestens einhundert Meter hinter dem eigenen Auto alles steht und laut Verkehrsfunk die Gewissheit besteht, dass sich dieser Stau mit Sicherheit in nächster Zeit nicht auflöst. Eine Vollsperrung wäre beispielsweise ein solches Szenario.

Halten Sie außerdem unbedingt eine Rettungsgasse frei. Tun Sie das nicht, gefährden Sie Gesundheit und Leben etwaig Verunfallter und können aufgrund dieser Behinderung der Rettungskräfte auch belangt werden.

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Bildquelle: ADAC

 

Heben Sie sich einige Beschäftigungsmittel für mitfahrende Kinder für den Fall eines Staus auf – quasi als Joker.

 

Zusammenfassend ist also eine sorgfältige Planung der Route, des Reisezeitraums und aller ‚Hilfsmittel‘ das A und O bei einer Urlaubsreise.

Beherzigen Sie diese, können Sie Ihren Urlaub bereits mit einer entspannten Fahrt zum Zielort genießen und sparen sich Stress, Ärger oder Schlimmeres.

Wir wünschen eine staufreie und erholsame Urlaubszeit.

 

Text: NewCarz

 

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