DS 3 THP 165 – Charmanter Kraftzwerg für Individualisten

Der DS 3 war ursprünglich ein Citroën – mittlerweile repräsentiert er als DS die Premium-Submarke von Citroën und steht neben Citroën und Peugeot als eigenständige Marke des PSA Konzerns.

Mit dem THP 165 stellt sich der Kleinwagen mit recht kraftvoller Motorisierung unseren Testszenarien, in deren Rahmen wir den kleinen Franzosen detailliert auf seine Fähigkeiten überprüft haben.

Inwiefern der DS 3 dabei dem automobilen Alltag und seine kommunizierten Stärken gerecht wird, analysieren wir in diesem Fahrbericht.

 

Exterieur – pfiffig & stylish

Der DS 3 wirkt augenblicklich interessant, hebt er sich doch deutlich vom allgegenwärtigen Mainstream ab. Das neue Modell trägt das DS-Logo anstelle der beiden übereinander laufenden, schrägverzahnten Zahnradflanken des Citroën-Logos.

 

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Neues Modell – neues Logo; kein Hinweis mehr auf Citroen.

 

Die Beschreibungen der äußeren Erscheinung unseres Testfahrzeugs in Belle-ile-Blau mit opalweißem Dach, reichen von knuffig, über flott und stylisch bis hin zu frech und eigenständig.

Wir finden, jede dieser Beschreibung trifft zu. Für einen Kleinwagen verströmt der DS 3 einen besonders seltenen Charme, der beim Betrachter recht schnell Sympathiepunkte zu sammeln weiß.

Mit einer markanten Front, unter anderem bestehend aus dem sechseckigen Frontgrill, von dem die verchromten ‚DS Wings‘ bis unter die Scheinwerfer reichen, zeigt der DS 3 markentreues Design. Die sehr modern erscheinende, einzigartige Lichtsignatur der LED-Hauptscheinwerfer und der senkrecht angebrachten Tagfahrlicht-LED-Leisten, zeugen zudem von einem hohen Wiedererkennungswert und versprühen ganz nebenbei nicht wenig Selbstbewusstsein.

Die Krone setzt dem Ganzen die dynamischen Blinkleuchten auf, welche man vorzugsweise von der oberen Mittel- und Oberklasse kennt.

 

 

Als markantestes Detail wirkt die geteilte, optisch in sich verzahnte B-Säule im Design einer invertierten Haifischflosse, wodurch das Dach aus der seitlichen Perspektive zu schweben scheint. Aufgrund der zweifarbigen Aufteilung verstärkt sich dieser Effekt um ein vielfaches.

Ausgestellte Radhäuser, ein Dachspoiler, ein Heckdiffusor, sowie die kontrastierende Farbgebung zwischen Dach und Karosserie, zeugen von Individualität und leistungstechnischer Potenz des kleinen Flitzers.

 

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Schwebendes Dach und Haifischflosse – die Karosserieform zeigt einige Besonderheiten.

 

Auch mit doppeltem Endrohr und ebendiesem Diffusor wirkt das Heck – auch durch die leicht abgerundeten Heckleuchten mit den schicken Dekorelementen sowie dem DS-Logo in den Seiten – ruhig und kompakt.

Durch das Dekorpaket Moondust-Grau besitzt unser Testfahrzeug an den hinteren Seitenfenstern einen Siebdruck einer Silhouette namens ‚Irrésistible Paris‘, welche man auch im Interieur wiederfindet.

 

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Straffer Popo – das kompakte Heck wirkt gefällig.

 

Die zweifarbigen 17-Zoll-Leichtmetallräder ‚Aphrodite‘ passen gut zum Design des Kleinwagen, den DS als Kompaktlimousine benennt.

 

Interieur – Veränderung zu noch mehr Esprit

Der DS 3 erfreut Fahrer und Beifahrer mit einem aufgeräumten, asketisch wirkenden Innenraum. Ein klar ablesbares Kombiinstrument mit einem mittig platzierten Analogtacho trifft einen zentral im Armaturenträger befindlichen Touchscreen mit sieben Zoll Bildschirmdiagonale.

 

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Nüchtern diszipliniert – das Cockpit des DS3.

 

Der Armaturenträger trägt eine Kunststoffverarbeitung, welche entfernt an die Strukturen eines Tuchstoffs erinnert und dadurch einen angenehmes Flair versprüht. Die Silhouette ‚Irrésistible Paris‘ wurde rechts über dem Handschuhfach auf die mondstaubgraue Oberfläche gelasert.

Das Handschuhfach ist klimatisiert und zwar so stark, dass es zur Aufbewahrung gut zu kühlender Getränke geeignet ist. Ein darin liegendes Smartphone kühlte so weit herunter, dass es beim Entnehmen nach einer Stunde anlief, wie ein frisch gemixter Longdrink.

 

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Voll ausgereizt – der DS3 schafft, was die Tachoskala verspricht.

 

Das Lenkrad mit Aluminium-Intarsien liegt recht gut in den Händen, verwirrt aber mit zu vielen, ringsum an den Hebelchen – zudem zu eng aneinander – positionierten Bedienknöpfen, für Bordcomputer, Multimedia, Tempomat und den herkömmlichen peripheren Elementen wie beispielsweise Licht oder Scheibenwischer.

Die Ledersitze besitzen einen akzeptablen Seitenhalt, jedoch stören die zu knapp bemessenen Beinauflagen. Ab Körpergrößen von 1,80 Metern werden dadurch längere Fahrten schnell unbequem und ermüdend.

 

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Klein dimensionierte Sitze, mit an den Lehnen gutem Seitenhalt.

 

Auf der Rückbank sollte man generell keine längeren Reisen planen – es sei denn man ist kleiner als 1,70 Meter oder steht auf räumliche Fesselspiele.

Die Rundumsicht ist dank des großzügigen Einsatzes von Glas in Verbindung mit den übersichtlichen Abmessungen des DS 3 recht ordentlich. Aufgrund der vorhandenen Parksensoren und einer Rückfahrkamera, benötigen selbst Gelegenheitsfahrer oder Führerscheinneulinge keine Hilfe beim Rangieren des Franzosen.

 

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Von innen und außen gut sichtbar – die Silhouette des Interieurpakets ‚Moonlight Grau‘.

 

Das Kofferraumvolumen liegt bei 285 Litern. Das ist in dieser Fahrzeuggröße ein Spitzenwert. Legt man die geteilt umklappbaren Sitzlehnen um, werden sogar 980 Liter Ladevolumen daraus. Nicht schlecht für einen Kleinwagen.

Aufpassen sollte man beim Verriegeln des Fahrzeuges, sofern man noch die Heckklappe geöffnet hat. In diesem Fall entriegelt das System nämlich sofort nach dem Verriegelungsvorgang wieder. Das heißt, man kann den DS 3 nur abschließen, wenn alle Türen – inklusive Heckklappe verschlossen sind.

 

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Mit 285 Litern schafft man auch das Unterbringen des Wocheneinkaufs.

 

 

Motorisierung und Fahreigenschaften – vor Kraft laufen können, ist eine Kunst

Wenn ein Kleinwagen mit nicht mal vier Metern Länge und gerade einmal reichlich 1,2 Tonnen Leergewicht 165 Pferde zur Verfügung gestellt bekommt, ist das Fahrzeug von vornherein alles andere als eine rollende Schlaftablette.

 

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Unter Druck gesetzt – dank Turbotechnik ein gut trainiert wirkender Vierzylinder.

 

Im Kaltstart schüttelt sich der Vierzylinder zunächst und moniert sein Erwecken mit einem ungefähr ein bis zwei Minuten andauernden, unrunden Leerlauf.

Der mittels Turbolader zwangsbeatmete 1.6-Liter hängt nach der Warmlaufphase dann ordentlich am Gas, klingt grummelnd brummend und pfeift bei jedem Gangwechsel deutlich vernehmbar den überschüssigen Turbodruck aus den Wastegates. Das hat durchaus ein wenig Motorsportflair.

Sehr schön ist das bereits ab 1.400 Touren anliegende Drehmoment von 240 Newtonmetern, wodurch der DS3 bereits sehr früh druckvoll beschleunigt. Ein echtes Turboloch ist nicht vorhanden, ebenso gibt es keine Anfahrschwäche – beides äußerst zuträglich für eine spritzige Kraftentfaltungscharakteristik.

 

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Etwas hakelige Schaltung und eine „echte“ Handbremse.

 

Das manuelle Getriebe ist gut abgestuft, wirkt aber etwas rührig und hakelig. Für sehr schnelle Schaltvorgänge sind die Schaltwege zu lang und die einzelnen Schaltstufen nicht exakt genug auffindbar, was aber im alltäglichen Umgang weniger störend empfunden werden sollte.

Die Lenkung arbeitet synthetisch weich und wirkt gefühllos, von der Fahrbahn entkoppelt. Vor allem bei höheren Geschwindigkeiten bringt dies gemeinsam mit dem zu geringen Lenkwiderstand und dem kurzen Radstand von 2,46 Metern, einiges an Unruhe in das Fahrverhalten.

Das Fahrwerk wirkt straff, aber nicht hart. Auf schnellen Strecken, insbesondere der Autobahn, zeigt sich der DS 3 bei Geschwindigkeiten über 180 km/h sehr nervös und bedarf einer ruhigen Führungshand. Dazu kommt eine überdurchschnittliche Windempfindlichkeit, wodurch diese Unruhe noch verstärkt wird.

 

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City Hai – der DS 3 fühlt sich in urbanem Gelände mit am Wohlsten.

 

Alles in allem sorgt der DS 3 in diesen Geschwindigkeitsregionen für schwitzende Handflächen, da er dem Fahrer höchste Konzentration abverlangt.

Anders sieht es im urbanen Gelände oder über Land aus. Hier spielt der DS 3 sein ganzes Potenzial aus und räubert gierig Kurve für Kurve, heimst sich spielend jede Kehre ein und zieht den Kleinwagen flott und stetig ab dem Scheitelpunkt wieder auf die Gerade. Hier macht der DS 3 Spaß, hier passt er sehr gut hin.

Natürlich kann man ihn auch gleiten lassen, was überhaupt nicht schwerfällt und wodurch sich der Verbrauch gehörig nach unten drücken lässt. Die angegebenen 5,6 Liter wird man allerdings nur als Verkehrshindernis schaffen können. Realistischer sind da bei zurückhaltender Fahrweise etwa sechs bis sieben Liter. Schnelle Autobahnfahrten sind anstrengend und treiben den Verbrauch auf knapp neun Liter. Noch mehr wird es, wenn man ihn in seinem Revier – also auf engen und kurvigen Straßen – ordentlich die Sporen gibt. Dann genehmigt sich der Turbomotor auch schon mal an die 12 Liter und mehr auf 100 Kilometer.

 

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Das Resultat forcierter Fahrweise und nichtaktivem Start/Stopp-System auf innerstädtischen Ampelstrecken.

 

Die Fahrgeräusche entsprechen dem Durchschnitt. Er ist nicht übermäßig laut, aber auch kein Flüsterer, wirkt dabei so gut wie nie aufdringlich. Der grummelnde Motor klingt dabei sympathisch und dürfte aus unserer Sicht durchaus noch ein Tacken deutlicher vernehmbar sein. Gerade wenn die Luft zischend aus den Wastegates pfeift, wäre ein Quantum mehr Motorensound ein guter Verbündeter.

Erst bei Geschwindigkeiten über 130 km/h feilt die Karosserie eine rauschende Akustik aus dem Fahrtwind, die exponentiell mit der Geschwindigkeit zu steigen scheint.

Das Bremssystem ist nicht immer exakt dosierbar, vor allem wenn man beherzter zur Sache geht. Dann sucht man mitunter verzweifelt den korrekten Bremspunkt und verfehlt ihn dann doch vereinzelt mit aktiviertem ABS als Resultat. Bei aller Kritik bleibt jedoch die Standfestigkeit der Bremsanlage ohne Fehl und Tadel.

 

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Zuverlässige Bremsen hinter hübschen Bicolor-Felgen.

 

 

Assistenz und Sicherheit

Der DS 3 besitzt einen City-Notbremsassistenten, eine Lichtautomatik, ein Regensensor, Parksensoren vorn und hinten, eine Rückfahrkamera mit gestochen scharfem Bild und die DS Connect Box mit SOS-Taste in der Mittelkonsole.

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Leitsystem – in der Frontscheibe integrierte Überwachungssensoren für diverse Assistenten.

 

Ein Tempomat ist ebenso an Bord. Dieser wird über Bedienhebel am Lenkrad bedient, was sich aufgrund zu kleiner und sehr eng beieinanderliegender Tasten teilweise recht fummelig gestaltet.

Die mittlerweile fast schon obligatorischen Assistenten wie Totwinkelwarner, Spurhalteassistent oder Querverkehrassistent sucht man im DS 3 vergebens – diese sind auch nicht optional erhältlich.

Die Hauptscheinwerfer kombinieren Xenon- und LED-Technologien und machen nicht nur optisch einiges her, sie überzeugen auch mit einer satten und dazu angenehm homogenen Ausleuchtung. Die Reichweite des Fernlichts ist vorzüglich und erlaubt weitsichtiges Fahren – im wahrsten Sinne des Wortes.

 

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Überzeugend auf ganzer Linie – die Scheinwerfer zeigen sich optisch und technisch auf höchstem Niveau.

 

 

Ausstattung und Komfort

Unser Testwagen besaß die Ausstattungsvariante ‚Sport chic‘, welche unter anderem die zweifarbigen 17-Zoll-Leichtmetallräder, eine Privacy-Verglasung ab C-Säule sowie LED-Rückleuchten in 3D Optik beinhalten.

Das Navigationssystem verfügt über eine übersichtliche und ansprechende Darstellung. Die permanent unten rechts eingeblendeten aktuellen Höhenmeter dürften jeden Gebirgsfan erfreuen. Allerdings können wir die Routenplanung der Navigation teilweise nicht nachvollziehen. Bei mehreren Strecken – jede über 400 Kilometer lang – wählte das System bei Wahl der ‚schnellsten Route‘ eine vollkommen unlogische, zeitlich bedeutend länger dauernde Route, als es möglich wäre.

 

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Unfreiwilliges Sightseeing – die Navi wählt mitunter völlig sinnfreie Routen.

 

So wurde aus einer beispielsweise sonst dreieinhalbstündigen Fahrt, dank der exotischen Interpretation von ‚schnell‘ eine fünfstündige Fahrt mit über 100 Kilometer Landstraße und unzähligen Ortschaften und Geschwindigkeitsbegrenzungen.

Wir können die Nutzung der Navigation daher nur mit Bedacht empfehlen.

Übliche Bordcomputerinformationen wie Durchschnitts- oder Momentanverbrauch, lassen sich anders als erwartet nicht im Kombiinstrument anzeigen, sondern ausschließlich über den Touchscreen aufrufen. Dies versucht man besser bei stehendem Fahrzeug, da man sich dafür durch das Menü hangeln muss und dabei zu viel Aufmerksamkeit dem Screen widmet, als der Fahrbahn – wo sie hingehört.

 

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Hochaufgelöste Rücksicht – die Rückfahrkamera als nützlicher Helfer.

 

Das Radio beherrscht neben dem klassischen UKW-Empfang auch DAB und wechselt die Empfangsart je nach Verfügbarkeit automatisch und manchmal auch mehrfach in der Minute, was mitunter störende Pausen und Wiederholungen zur Folge hat. Diese Funktion abzuschalten gestaltete sich zur größeren Suchaktion, wie alle Bedienungen der Untermenüs, welche nicht immer intuitiv erscheinen und teilweise extrem versteckt wurden.

Die Bluetoothverbindung mit einem Smartphone funktioniert dagegen blitzschnell und die Freisprecheinrichtung besticht durch klare Stimmenwiedergabe und gekonntes Herausfiltern von störenden Geräuschen.

 

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The Fragrancer – Duftspender für angenehme Innenraumdüfte.

 

Dank der Zweizonen-Klimaautomatik kühlt man den Innenraum des Kleinwagens in Rekordzeit auf angenehme Temperaturen. Auch die Heizleistung kann sich sehen lassen. Bereits nach wenigen Minuten bemerkt man eine deutliche Heizleistung.

Das Audiosystem versorgt trotz der Aufschrift ‚Hifi-System‘ die Insassen mit durchschnittlicher Klangqualität, welche beim Radio – auch bei DAB – etwas dünn klingt. Beim Abspielen von MP3 hört sich dies schon besser an, genügt dennoch nur Basisansprüchen.

 

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Nicht abhebend – das Hifi-System schafft nur frugale Klangerlebnisse.

 

Dank optionalem Mirror Screen lassen sich die Displayinhalte eines iPhone durch Apple Car Play auf dem Touchscreen spiegeln und auch darüber bedienen. Das funktioniert auch mit Android-Geräten durch Mirror Link absolut problemlos.

Darüber hinaus kann über Apple Car Play die Sprachsteuerung Siri genutzt werden.

 

Varianten und Preise

Die optischen Variationen, mit denen man den DS 3 individualisieren kann, sind extrem vielfältig. Insgesamt 44 Farbkombinationen zwischen Karosserie und Dach, welches sich aus 11 Karosseriefarben und 4 Dachfarben ergeben, sollten so gut wie jeden Geschmack treffen können.

Doch damit nicht genug, kann der geneigte Käufer aus acht verschiedenen Aufklebern für das Dach wählen und damit seiner individuellen Note einen weiteren persönlichen Touch verleihen.

 

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Unser Testfahrzeug besaß Ausstattungsvariante ‚Sport Chic‘.

 

Schlussendlich bleibt dann noch eine selektive Entscheidungsklippe, an deren Kante 13 verschiedene Leichtmetallfelgen – zweifarbig und glanzgedreht, von 16- bis 17-Zoll – zur Auswahl stehen.

Auch bei den Motorisierungen ist die Auswahl breit gefächert. Bei den Benzinmotoren hat DS fünf verschiedene Leistungsklassen im Portfolio:

  • drei 1.2-Liter-PureTec-Dreizylinder mit 82, 110 und 130 PS
  • zwei 1.6-Liter-THP-Vierzylinder mit 165 und 208 PS,

Auch zwei 1.6-Liter-Selbstzünder mit 100 beziehungsweise 120 PS sind im Angebot.

Einige dieser Motorisierungen, Farben und Felgen sind nur in bestimmten Ausstattungsvarianten erhältlich, von denen es sechs an der Zahl gibt – auch hier zählt Vielfalt.

Im Einzelnen sind das der

  • Chic; bereits mit LED-Tagfahrlicht, Lederlenkrad und elektrische Fensterheber vorne ab 15.900 Euro,
  • der So Chic bietet zusätzlich eine Klimaanlage und Tempomat ab 17.140 Euro,
  • im Sport Chic gibt es obendrauf 17-Zoll-Räder, LED-Nebelleuchten, 3D-Heckleuchten und Privacy-Verglasung ab 22.740 Euro,
  • mit dem Givenchy Le Make up erhält man on top eine Strukturlackierung, DAB-Radio, Navigation und Hifi-System und LED-Hauptscheinwerfer ab 24.490 Euro.
  • Der Performance besitzt obendrein serienmäßig ein Sportfahrwerk, Alcantara-Schalensitze, 18-Zoll-Räder und das Elektropaket ab 27.280 Euro.
  • Die Topvariante Performance Black Special gibt es nur in mattschwarz mit goldenem Dach und besitzt serienmäßig, zusätzlich zur Ausstattung des Performance-Modells, eine Rückfahrkamera, City-Notbremsassistent und die Connecting-Box . Damit wechselt er ab 29.990 Euro den Besitzer.

 

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Serienmäßig ab Ausstattungsvariante ‚Sport Chic‘ – die 3D-Heckleuchten.

 

Die beiden Performance-Varianten sind ausschließlich in der stärksten Motorisierung, dem THP 208 Benziner mit 208 PS bestellbar.

Für Fans des offenen Fahrens gibt es den DS 3 obendrein als Cabriolet.

 

Was sagen die Kunden?

In der durch uns indizierte Suche in deutschsprachigen Netzwerken, förderten wir überwiegend Inhalte zum Vorgängermodell hervor. So gibt es einige Berichte zu Motorproblemen aufgrund von defekten Stellmotoren für die Ventilsteuerung. Weiterhin wurde über Probleme mit den Steuerketten gesprochen, mit dem Hinweis, ausschließlich das originale Öl von Citroen zu verwenden.

Auch über Ölverlust wurde mehrfach diskutiert. Dieser wurde offensichtlich durch defekte Dichtungen verursacht.

Positiv befinden viele User die kraftvollen Turbobenziner und die Sparsamkeit der Dieselaggregate. Das LED-Vision Licht und die vielen Individualisierungsmöglichkeiten des aktuellen Modells wurde im Tenor positiv bewertet.

Diese Netzwerkanalyse garantiert keine Vollständigkeit und ist daher wie immer nicht repräsentativ zu sehen.

 

Fazit – hübscher, trinkfester Kurvenräuber

Der neue DS 3 ist nicht allein durch sein neues Logo eigenständiger geworden. Er zeigt sich im auffälligen und gefälligen Design, durchlief mit seinem Innenraum optisch und technologisch einen Reifeprozess und dürfte Individualisten, welche auf der Suche nach einem Kleinwagen sind, recht schnell überzeugen.

Ein Reisebegleiter ist er aufgrund der knapp bemessenen Sitze und der Geräuschentwicklung bei hohen Geschwindigkeiten eher nicht. Doch vor allem wegen seiner nervösen Charakteristik, die er in diesen Bereichen an den Tag legt, passt er nicht zu einem Vielfahrer.

Wer allerdings das Einsatzgebiet des DS 3 auf den städtischen und den Überlandbereich beschränkt, wird dafür jede Menge Fahrspaß und Freude bei der Parkplatzsuche ernten. Dafür ist er durch seine kompakten Abmessungen wie gemacht und belohnt die Insassen mit einer in dieser Klasse überdurchschnittlichen Ausstattung und sorgt dank des agilen, spritzigen Turbomotors, für unangestrengtes Vorankommen – immer bereit, auch einen größeren Zeitgenossen mal seine Heckleuchten zu zeigen, wenn es mal sein soll.

 

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Belebt das Kleinwagensegment – der DS 3.

 

Einige Kleinigkeiten zeigten sich verbesserungswürdig, wovon die größte Kleinigkeit, der überdurchschnittlich ausgeprägte Durst des kleinen Franzosen ist – vor allem bei forcierter Fahrweise. Aus diesen Gründen gestaltet sich unsere Empfehlung zweigeteilt. Der sparsame mobile Individualist sollte sich die Dieselmodelle oder alternativ einen kleinen Benziner genauer anschauen.

Für den individuellen Agilitätsfan gibt es im Grunde nur die Wahl der Performance-Modelle, alternativ auch den Sport Chic – in jedem Fall aber ein Modell mit THP Motor.

Text/Fotos: NewCarz

 

 

 

 

Technische Daten: DS 3 THP 165 Sport chic

Länge x Breite x Höhe (m): 3,95 x 1,71 (2,04 mit Außenspiegel) x 1,46

Motor: Vierzylinder Turbo-Ottomotor

Leistung: 121,4 kW (165 PS) bei 6.000 rpm

Hubraum: 1.598 ccm

Max. Drehmoment: 240 Nm bei 1.400 rpm

Getriebe: 6-Gang Schaltgetriebe manuell

Antrieb: Front

Durchschnittsverbrauch (NEFZ-Norm): 5,6 L/100 km

CO2-Emissionen: 129 g/km

Abgasnorm: Euro 6

Höchstgeschwindigkeit: 218 km/h

Beschleunigung von 0 auf 100 km/h: 8,1 Sekunden

Leergewicht: 1.248 kg

Kofferraumvolumen: 285 l (980 l bei umgeklappten Sitzen)

Kraftstofftank: 50 Liter

Preis des Testwagens: 25.770 Euro

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