Skoda Octavia Combi – Make up für Platzhirsch

Zwei Jahre vor dem 60. Geburtstag des ersten Skoda Octavia spendiert der tschechische Hersteller der dritten neuen Generation ein Facelift.

Dieses wurde nach nunmehr fünf Jahren, die seit der Einführung der „römisch Drei“ vergangen waren, vielfach erwartet.

Europas meistverkaufter Kombi tritt demzufolge kein unbedeutendes Erbe an und soll nun alles noch ein bisschen besser machen können. Inwieweit dieses Facelift dem Skoda Octavia neue Frische einhauchen konnte, überprüften wir mit einem umfangreichen Test.

Für unseren Test stand uns ein Skoda Octavia Combi als 150-PS-Diesel zur Verfügung.

 

 

Exterieur – dezentes Upgrade

Mit dem Facelift bekommt der Skoda Octavia Combi eine kleine aber feine Verjüngungskur. Uns hat sie in live mehr gefallen als auf den ersten veröffentlichten Bildern. Mit geschärften Linien und solidem Gesamteindruck präsentiert sich der Tscheche, der den neu gestalteten Frontgrill nun wie ein Pferd seine Nüstern nach unten zu ziehen scheint.

 

Skoda Octavia Combi Facelift Front
Frontgrill – ab Version „Style“ in lackschwarz

 

Unser Testfahrzeug rollte in der Außenfarbe Race-Blau Metallic vor, die erfreulicherweise auch nach der Modellpflege im Sortiment blieb. Eine ausgesprochen sympathische Farbgebung. Dieses tiefe Ultramarinblau strahlt Frische aus – es ist keine natürliche Farbe, sondern ein Farbton, der ursprünglich mal durch feines Vermahlen von Lapislazuli gewonnen wurde. Eines der kostbarsten Dinge, was die alten Ägypter besaßen und ihren Pharaonen auf deren Reise ins Jenseits mitgaben.

Die Hauptscheinwerfer wurden jeweils zweigeteilt, ebenso wie das LED-Tagfahrlicht, welches im unteren Rahmen selbiger verläuft. Die Abgrenzung zu seinen Geschwistern – wie zum Beispiel dem Rapid – ist damit gesichert. Zudem besitzen die Voll-LED-Scheinwerfer eine markante Lichtsignatur – mit gar nicht mal so wenig Überholprestige.

 

Skoda Octavia Combi Facelift Scheinwerfer
Noch unbekannt – diese Lichtsignatur generiert vor allem Nachts Überholprestige.

 

Der Skoda Octavia wirkt insbesondere bei Dunkelheit breiter und Vorausfahrende können das Fahrzeug gefühlt – noch – nicht sofort einordnen, sodass der ein oder andere – auch deutlich besser Motorisierte – gerne sicherheitshalber die Spur räumt.

 

Skoda Octavia Combi Facelift Heck
Ab sofort in LED-Technik – die Heckleuchten.

 

Die neuen LED-Heckleuchten sorgen für mehr Sicherheit und sehen bei Nacht dazu richtig schick aus. Die Außenabmessungen des neuen Skoda Octavia Combi bleiben identisch.

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Interieur – altes Pflichtenheft mit neuem Anhang

Im Innenraum bleibt Skoda dem Motto „Platz ist unser Fokus“ treu. Der tschechische Familienkombi ist ein Raumwunder, der seine Fühler schon immer auch eine Klasse höher ausstreckt. Mit einem Laderaum von mindestens 610 und maximal 1.740 Liter fehlen ihm beispielsweise nur – in dieser Dimension fast vernachlässigbare – 40 Liter zum Passat.

 

 

Doch die Ansprüche wurden größer und hier hat Skoda entsprechend reagiert. Die verwendeten Materialien wirken allesamt eine Spur hochwertiger als beim Vorgänger, die Verarbeitung ist nach wie vor tadellos. Doch insgesamt wirkt das Interieurdesign doch etwas in die Jahre gekommen. Sicherlich ist alles bewährt und hat seine Berechtigung. Doch viele Details, wie die Schalter für die Fensterheber, welche eher an die in einem Caddy erinnern als an eine Mittelklasselimousine, unterstreichen diesen Eindruck.

 

Skoda Octavia Combi Facelift Rundinstrumente
Klassisch konservativ – die analogen Rundinstrumente im Skoda.

 

Neu hinzugekommen ist das Infotainment-Zentrum mit kapazitiven und hochempfindlichen Touchscreen, der sämtliche Darstellungen hoch auflöst und dazu hinter edel anmutendem Glas platziert wurde. Leider entfiel auch hier der aus unserer Sicht so wichtige Drehregler für die Lautstärke. Stattdessen muss man entweder Sensoren auf der gläsernen Oberfläche neben dem Bildschirm benutzen oder am bedeutend nutzerfreundlicheren Drehrad am Multifunktionslenkrad scrollen.

 

Skoda Octavia Combi Facelift Touchscreen
Hinter Glas – nur noch Sensortasten anstelle Drehregler für die Lautstärke.

 

Die Cockpitinstrumente bleiben im Skoda klassisch, ein volldynamisches TFT ist hier nicht geplant. Alles in allem ist jeder Schalter und jedes Bedienelement da, wo man es benötigt. Alles wirkt durchdacht und schlüssig. Und doch fehlt das gewisse Etwas, wie es andere Zeitgenossen vorweisen können. Das direkte Wolfsburger Pendant, der Golf Variant vermag dies ebenfalls nicht. Dem entgegen steht, dass man Bewährtes durchaus bewahren sollte. Womit Skoda bisher auch durchaus recht behält, wenn man sich die Verkaufszahlen ansieht. Keine Experimente erwünscht, möchte man meinen.

 

Skoda Octavia Combi Facelift Armaturenbereich
Überraschungsfrei und ohne Experimente – Reinsetzen und zurechtfinden.

 

Die Rundumsicht im Octavia Combi ist aufgrund der großzügigen Verglasung sehr gut. Sehr vorbildlich: Der Heckscheibenwischer beräumt den Großteil der Heckscheibe.

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Motorisierung und Fahreigenschaften – Solider Diesel auf neuem Fahrwerk

Eines kann man dem Motor garantiert nicht nachsagen: Nämlich dass er ein Faulpelz sei. Der 2.0 TDI mit 150 PS packt bereits aus dem Drehzahlkeller ordentlich an und schiebt den Kombi in dieseltypischer Manier mit 340 Newtonmeter Drehmoment – seit dem Facelift mit einem Plus von 20 Nm – vorwärts. Der zweitstärkste Diesel im Programm fühlt sich stärker an als er es ist. Sein Abstand zum größten Diesel, der 40 Nm und 34 PS mehr an Leistung bietet, ist gefühlt nur noch marginal.

 

Skoda Octavia Combi Facelift Motorraum
Ziemlich stark – aber bei Leistungsabruf steigt auch der Durst immens.

 

Das im Testfahrzeug verbaute 6-Gang-DSG zeigte sich allerdings weniger harmonisch. Vor allem beim Anfahren legte das Doppelkupplungsgetriebe mitunter rüdes Rucken an den Tag. Auch beim Wechsel vom Vorwärts- in den Rückwärtsgang und umgekehrt beobachtet man diese Sprungsucht wiederholt. Vor allem beim Rangieren oder Parken birgt das schnell die Gefahr, andere Fahrzeuge zu touchieren.

 

Skoda Octavia Combi Facelift Schaltknauf
Ungehobelt – das DSG konnte mit dem sprunghaften Vorwärtsdrang nicht überzeugen.

 

Dafür machten das Benutzen der Schaltpaddels allen Redakteuren Spaß, auch weibliche Kollegen fanden die Nutz- und Erreichbarkeit der Schaltpaddels selbst für kleinere Frauenhände sehr gut.

Das Fahrverhalten selbst ist im Skoda Octavia Combi dank der optionalen adaptiven Dämpfersteuerung bedeutend komfortabler als im Vorgänger geworden. Der Aufpreis für das DCC in Höhe von 920 Euro erwies sich als gut angelegt.

Die verschiedenen Fahrmodi machten aus dem Kombi auf Wunsch den extrem weichen Reisegleiter – der allerdings bei forcierter Fahrweise und langen Bodenwellen auch mal aufschaukelt und Karosserie samt Insassen aus den Federn zu heben scheint – bis zum sportiv ambitionierter Straffmeier, den man ambitioniert durch kurvige Passagen jagen kann.

 

Skoda Octavia Combi Facelift Fahrmodi
Empfehlenswerte Option – das adaptive Fahrwerk im Skoda Octavia Combi.

 

Das ESP reguliert dabei im Grenzbereich sehr sanft und fängt das sich dann im Ausfallschritt befindliche Heck schnell wieder ein.

Unterm Strich prädestiniert sich jedoch der Komfortmodus mit dem zwar kräftigen aber im Fahrverhalten eher zurückhaltenden Kombi als erste Wahl auf langen Strecken.

Beim Thema Verbrauch haben wir festgestellt, dass der Zweiliter Turbodiesel eine recht breite Range zeigt. Breiter als man es von einem solchen Motor dieser Größe erwartet. Geht man es moderat an und zeigt nicht aller paar Kilometer das Drehmomentpotenzial des TDI, werden in etwas über sechs Liter auf 100 Kilometer fällig. Das sind anderthalb Liter mehr als die Herstellerangabe im Drittelmix verspricht.

 

Skoda Octavia Combi Facelift schräg hinten rechts
Forcierte Fahrweise fordert seinen Tribut im Verbrauch. Sogar deutlich zweistellig.

 

Lässt man dagegen den Gasfuß am Ende seiner unteren Bewegungsmöglichkeit und jagt die Tachonadel jenseits der 200, laufen knapp 12 Liter auf selber Strecke durch die Brennräume. Aus unserer Sicht ist das eindeutig zu viel für einen Diesel dieser Größe. Dazu kommt, dass das Tankreservoir mit nur 50 Litern auch nicht unbedingt das Größte ist. Die Allradversion 4×4 besitzt mit 55 Litern einen kleinen Vorsprung, der durch das Mehrgewicht allerdings wieder aufgefressen werden dürfte.

Beim Bremsverhalten zeigte sich der Kombi im Test äußerst souverän und überzeugte mit einer sehr guten Dosierbarkeit und einer hohen Standfestigkeit.

Fahr- und Windgeräusche haben im tschechischen Kombi kaum ein Stimmrecht und werden aufgrund einer offenbar gut geplanten Dämmung erfolgreich zurückgehalten.

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Assistenz, Technik, Sicherheit

Diverse Assistenzsysteme sichern im Skoda Octavia Combi ein unangestrengtes und sicheres Fahrvergnügen.

Im Testfahrzeug befand sich das Top-Infotainmentsystem Columbus. Das Navigationssystem berechnet Routen in Windeseile und warnt zuverlässig vor Verkehrsbeeinträchtigungen, sofern das verbundene Handy als Modem agiert oder das Businesspaket mit Telefonschnittstelle geordert wurde. Sonst beruft sich das System nur auf TMC-Daten, die bekanntlich nicht immer zuverlässig sind.

 

Skoda Octavia Combi Facelift Navi
Wieselflink – das Navi rechnet schnell und überzeugt mit klarer Routenführung.

 

Neben WLAN-Hotspot, DVD-Laufwerk und bereits beschriebenem 9,2-Zoll-Display befindet sich nun im überarbeiteten Octavia auch die Online Dienste Skoda Connect an Bord. Die bereits im Skoda Kodiaq überzeugenden Dienste informieren nun auch im Erfolgskombi über Wetter, Staus, Parkmöglichkeiten oder über Tankstellen in der Nähe inklusive der aktuellen Spritpreise.

Der adaptive Tempomat ACC funktionierte im Test absolut zuverlässig, ebenso der Spurwechselassistent, der beim unbeabsichtigten Spurverlassen sanft aber bestimmt gegenlenkt, ohne dabei das Gefühl des Überstimmens aufkommen zu lassen.

 

Skoda Octavia Combi Facelift Tempomat
All in one – die Tempomatbedienung gelingt mit Leichtigkeit über einen Hebel.

 

Einhergehend mit der Modellpflege erhielt der Skoda Octavia Combi nun auch LED-Hauptscheinwerfer. Diese warten mit einer immensen Helligkeit auf. Allerdings kommt bei vollkommener Dunkelheit mitunter das Gefühl eines Lichtkreises – analog einer LED-Fahrradbeleuchtung – auf, sodass der Großteil des emittierten Lichts auf einen spezifischen Bereich vor dem Fahrzeug fällt, während direkt vor dem Fahrzeug sowie in weiter Ferne etwas zu wenig Licht auf die Fahrbahn gelangt. Hier existiert in puncto Homogenität noch Nachholbedarf.

 

Skoda Octavia Combi Facelift Frontbereich
Neue Scheinwerfer bringen viel Licht, jedoch nicht in gewünschter Gleichmäßigkeit.

 

Der Parklenkassistent verfügt auch über einen sogenannten Ausparkassistenten und dieser zeigte im Test doch ziemlich eigenwillige Eigenschaften. Beim Ausparkvorgang geht der Octavia sehr energisch zur Sache und poltert auch gerne mal über einen Bordstein, was der fassungslose Fahrer erst beobachtet und dann wahrscheinlich nicht noch einmal nutzen möchte. Sicherlich resultiert dieses harsche Agieren auch in der bereits beschriebenen Charakteristik des DSG. In jedem Fall herrscht an dieser Stelle Verbesserungsbedarf.

 

Skoda Octavia Combi Facelift Rückfahrkamera
Rücksicht in TV-Qualität – die Rückfahrkamera.

 

Wie bei anderen Modellen aus dem Volkswagenkonzern schaltet sich die – übrigens hochauflösende – Rückfahrkamera erst bei Vorwärtsbewegungen über zehn Stundenkilometer ab, was eine zwischenzeitliche Bedienung des Infotainments nur mit zusätzlichen Bedienschritten ermöglicht.

Ein Totwinkelwarner sitzt in den Gläsern der Außenspiegel und bestach im Test mit einer akribischen Genauigkeit. Den Front-Assistenten mit City-Notbremsfunktion unterzogen wir keinem Test, einen Fehlalarm gab es während unserem Testzeitraums nicht von diesem wichtigen Sicherheitsfeature.

 

Skoda Octavia Combi Facelift Außenspiegel
Yellow Alert – Totwinkel-Assistent im Spiegelglas.

 

Den Euro-NCAP Crashtest bestand bereits 2013 die Limousine mit einem 5-Sterne-Ergebnis.

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Ausstattung und Komfort – Zuwachs mit Köpfchen

Auch in der Kategorie Komfort hat der Octavia zugelegt. Hier überlässt man nichts dem Zufall, sondern beschränkt sich „simply clever“ nur auf sinnvolle Upgrades. Allein das Fahrwerk erweist sich wie bereits beschrieben als echter Zuwachs an Bequemlichkeit. Doch diverse weitere Annehmlichkeiten warten auf die Insassen des Rekordkombis.

Die Sitze mit dem Alcantarabezug Emory erweisen sich als sehr bequem und langstreckentauglich. Auch gibt es genügend Seitenhalt und die Oberschenkel freuen sich über eine ausreichende Beinauflage. Eine dreistufige Sitzheizung hat mit den Bezügen leichtes Spiel und generiert wohlige Wärme bereits nach weniger als einer Minute.

 

Skoda Octavia Combi Facelift Fahrersitz
Memoryfunktion für den Alcantarasitz auf Fahrerseite.

 

Auch die Lenkradheizung konnte im Test überzeugen. Eine gleichmäßige und blitzschnelle Erwärmung nimmt jedem Wintermorgen garantiert den Schrecken bereits auf dem ersten Fahrkilometer. Einziger Wermutstropfen ist der Fakt, dass es keine extra Taste für diese Lenkradheizung gibt, sondern diese stets im Untermenü über das Infotainment bedient werden muss.

Eine induktive Ladestation befindet sich am vorderen Ende der Mittelkonsole. Der daneben platzierte USB-Slot lässt physisch größere USB-Sticks gerne zu Hindernissen mutieren. Wenn man das Smartphone in diese Ladestation verfrachten möchte, bleibt man dann gerne mal am Speicherstick hängen. Dafür gibt es beim Ladevorgang selbst keinerlei Beanstandungen. Der Ladevorgang startet sofort und man muss nicht darauf achten, ob das Handy genau in der Lademulde liegt oder nicht.

 

Skoda Octavia Combi Facelift Canton
Tiefgang – der Woofer ist mit dem Innenraumvolumen überfordert.

 

Das Canton-Soundsystem verhält sich im Klangbild sehr neutral, fast ein bisschen zurückhaltend. Dadurch bleibt die Beschallung im Skoda Octavia Combi immer eine – in allen Fällen jedoch angenehme – Untermalung. Liebhaber dynamischer Musik werden die etwas geringe Bassausbeute – und dies trotz Woofer in der Seitenwand – gegebenenfalls bemängeln, doch dies machen die recht strukturierten Mitten und definierten Höhen wieder wett.

Den Hang zur Detailverliebtheit bewiesen die Ingenieure aus Mlada Boleslav bereits in der Vergangenheit zu genüge. Und so besitzt selbstredend auch der überarbeitete Skoda Octavia über diverse kleine Helfer wie die abnehmbare Kofferraumleuchte, die dann als LED-Taschenlampe fungiert. Oder der Halteclip an der Frontscheibe, der einfach und sicher den Parkschein oder die Parkuhr aufnimmt.

 

Skoda Octavia Combi Facelift Heckklappe
Zum Abtasten – kein Bizep mehr durch Heckklappenstemmen.

 

Sehr schön fanden wir die nun erhältliche elektrische Heckklappe, welche zügig per Knopfdruck den Zugang zum Laderaum öffnet und verschließt.

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Varianten und Preise des Skoda Octavia Combi III Facelift

Bei der Motorenauswahl hat sich ein wenig getan. Insgesamt 21 verschiedene Motor-Getriebekombinationen sind beim Skoda Octavia möglich.

Weggefallen ist der 1.2-Liter TSI mit 110 PS, der dem neuen 1.0-Liter Dreizylinder mit 115 PS Platz machen musste.

Die Benzinmotoren:

  • 1.0 TSI Turbo-Dreizylinder mit 115 PS
  • 1.2 TSI Vierzylinder-Saugmotor mit 86 PS
  • 1.4 TSI Turbo-Vierzylinder mit 150 PS
  • 1.8 TSI Turbo-Vierzylinder mit 180 PS

Die Dieselmotoren:

  • 1.6 TDI mit 90 PS
  • 1.6 TDI mit 115 PS
  • 2.0 TDI mit 150 PS
  • 2.0 TDI mit 184 PS

Erdgasantrieb CNG:

  • 1.4 TSI mit 115 PS

Aus drei Getriebevariationen hat der geneigte Kunde die Wahl zwischen manuellem 6-Gang-Getriebe, einem 6-Gang-DSGund einem 7-Gang-DSG – abhängig von der jeweiligen Motorisierung variierbar.

Die vier Ausstattungslinien lauten bei Skoda gewohnter Weise

  • Active für das Basismodell, das ab 18.150 Euro erhältlich ist, gefolgt vom
  • Ambition mit etwas mehr an Serienausstattung für ab 20.490 Euro,
  • Style mit einem deutlichen Zuwachs an Ausstattung für mindestens 24.590 Euro und als Topversion die
  • L&K, die mit einer umfangreichen Serienausstattung ab 31.600 Euro zu bekommen ist.

 

Skoda Octavia Combi Facelift Seite
Silberpodest – Der Testwagen in „Style“-Ausführung; der zweitbesten Variante.

 

Dumpingpreise gibt es bei Skoda längst nicht mehr. Dem Erfolg und der Beliebtheit tut dies keinen Abbruch. Dass für das Topmodell des Skoda Octavia Combi mit komplett abgehakter Liste ohne Zubehör stolze 48.500 Euro verlangt werden, ist allerdings eine Ansage. Erst beim zweiten Blick auf das Sammelsorium an Ausstattung und vor allem im Vergleich mit dem Wettbewerb relativiert sich diese „Ansage“ wieder.

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Garantieleistungen und Service

Beim tschechischen Hersteller gibt es eine zweijährige Herstellergarantie, welche mit der Garantie+ in Jahresschritten bis maximal drei Jahre, auf insgesamt fünf Jahre – oder 150.000 Kilometer Laufleistung, je nachdem was eher erreicht wird – verlängert werden kann. Die Verlängerung ist kostenpflichtig und man kann die Laufzeit und Laufleistung in diesem Rahmen als bestimmte Milestones auswählen. So kann man beispielsweise ein Jahr mit den Laufleistungen von 50.000, 60.000 oder 90.000 Kilometern wählen.

Die Mobilitätsgarantie, welche unter anderem Pannenhilfe, Abschleppen, Mietwagen, Hotelübernachtungen und vieles mehr beinhaltet, gilt ein ganzes Autoleben lang. Voraussetzung ist die regelmäßige Wartung und Einhaltung der Serviceintervalle beim Skoda-Servicepartner.

 

Skoda Octavia Combi Facelift Skoda Connect
Skoda Connect – die entsprechenden Tasten liegen im Dachbereich.

 

Das Angebot Wartung & Inspektion von Skoda ermöglicht gegen einen monatlichen Obulus die Abdeckung aller anfallenden Lohn- und Materialkosten für sämtliche Inspektionen und Wartungen. Die Mindestlaufzeit beträgt 24 Monate. So zahlt man für den Skoda Octavia bei einer Laufzeit von 36 Monaten und einer Laufleistung von 15.000 Kilometer pro Jahr monatlich 31,27 Euro. Bei 24 Monaten Laufzeit und 25.000 Kilometern pro Jahr werden 39,34 Euro fällig.

Verschleißteile wie Bremsbeläge sind bei den Materialkosten nicht abgedeckt. Dafür gibt es keine Einschränkung bei Fahrzeugalter und der Laufleistung.

Insgesamt bewegen sich die Garantie- und Serviceleistungen von Skoda im Mittelfeld.

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Fazit – Pragmatische Siegernatur

Mit dem Skoda Octavia Combi besitzt der tschechische Automobilhersteller auch weiterhin einen Klassenprimus, den man in puncto Platzangebot in seiner Klasse schwer schlagen kann. Hinzu kommt, dass die Modellpflege auf wenige, aber wichtige Dinge konzentriert wurde. Schwachstellen wie etwa das oft als zu straff deklarierte Fahrwerk wurden erfolgreich ausgemerzt.

 

Skoda Octavia Combi Facelift schräg vorn links
Klare Empfehlung für alle, die einen souveränen Kombi suchen: Skoda Octavia Combi.

 

Dieser Skoda bleibt auch weiterhin ein moderner, nutzeroptimierter und pragmatischer Kombi, ohne Hochtechnologien und First-Adopter-Allüren. Statt Gestensteuerung und volldynamischem Cockpitinstrumenten gibt es pfiffige Gimmicks wie die Laderaumbeleuchtung als portable LED-Taschenlampe oder eben Platz satt auf fünf Sitzen sowie im durchweg variablen Kofferraum.

Mit diesem wohldurchdachten Upgrade könnte ihm auch zukünftig der Titel als meistverkaufter Kombi Europas erhalten bleiben.

 

Text/Bilder: NewCarz

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Technische Daten: Skoda Octavia Combi Style 2.0 TDI 110 kW 6-Gang DSG

Farbe: Race-Blau Metallic

Länge x Breite x Höhe (m): 4,67 x 1,81 x 1,47

Radstand in mm: 2.686

Motor: Vierzylinder Commonrail-Turbodiesel mit Ladeluftkühler und Start/Stopp-Automatik

Leistung: 110 kW (150 PS) bei 3.500 – 4.000 rpm

Hubraum: 1.968 ccm

Max. Drehmoment: 340 Nm bei 1.750 – 3.000 rpm

Getriebe: 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe DSG

Antrieb: Front

Verbrauch kombiniert (NEFZ-Norm): 4,6 L/100 km

Durchschnittsverbrauch (NewCarz): 6,2 L/100 km

CO2-Emissionen (Herstellerangabe): 119 g/km

Abgasnorm: Euro 6

Höchstgeschwindigkeit: 213 km/h

Beschleunigung von 0 auf 100 km/h: 8,6 Sekunden
Leergewicht: 1.374 – 1.562 kg
Laderaumvolumen: 610 – 1.740 Liter

Höhe Ladekante: 63,1 cm

Anhängelast in kg: 1.600 (gebremst; ungebremst 680)

Kraftstofftank: 50 Liter

Neupreis des Testwagens: 44.024,03 Euro

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