Skoda Rapid Spaceback – Golf auf böhmisch

Er teilt sich eine Plattform aus dem VW-Konzern unter anderem mit dem aktuellen Fabia, zeigt sich von außen in der Golfklasse und überrascht die Insassen mit unerwartet viel Platz – die Rede ist vom Skoda Rapid Spaceback.

Dem als Underdog der Kompaktklasse geltenden Tschechen wurde kürzlich ein Facelift zuteil, dem wir uns in diesem Fahrbericht näher widmen wollen.

 

 

Exterieur – mit feinem Lidstrich optimiert

Wenn man den direkten Vergleich zum ersten Skoda Rapid Spaceback bemüht, bemerkt man, wie verhalten die äußerlichen Upgrades nach fünf Jahren Dienstzeit ausfielen. Und dies ist weder tragisch, noch gäbe es Gründe für ein vollkommenes Umkrempeln.

Das tschechische Golfpendant wirkt weiterhin konservativ, ein bisschen zurückhaltend, aber dennoch modern und en detail zeitgemäß. An der Front offerieren kleinere und schmalere Nebelleuchten mehr Dynamik und straffen das markentypische „Antlitz“ des Skoda Rapid Spaceback. Durch eine wie als Steg fungierende Chromleiste wirken sie zudem miteinander verbunden. Kleine, aber feine Details, die den Unterschied machen.

 

Skoda Rapid Spaceback 2017 - Vergleich Front
Neu gegen Alt – Allein die Tagfahrleuchten bringen neuen Wind in die Rapid-Optik.

 

Das LED-Tagfahrlicht mit dem blitzartigen Knick sieht schick aus und modernisiert die Frontansicht des Skoda Rapid Spaceback ungemein.

In der Seitenansicht gibt es bis auf eine Änderung keine signifikanten Unterschiede: Der Seitenblinker wanderte vom Kotflügel in das Außenspiegelgehäuse und wird an dieser Stelle auch besser von anderen Verkehrsteilnehmern wahrgenommen.

 

Skoda Rapid Spaceback 2017 Seitenvergleich
Neu: Blinker im Außenspiegel (vorn), Alt: Blinker im vorderen Kotflügel.

 

Auch am Heck gibt es – wenn überhaupt – nur marginale Unterschiede zum ersten Modell. Ins Auge fallen die dunkel getönten Heckleuchten, welche mit schwarzen, C-förmigen Rahmen zwischen den Leuchtsegmenten etwas Kontrast in das Gesamtbild bringen. Bei den Leuchtmitteln handelt es sich um herkömmliche Glühlampen. Mittlerweile kann man diese aber auch mit LED-Technik gegen Aufpreis ordern – allerdings nur für die Rapid Limousine. Die bis zum Kennzeichen verlängerte Heckscheibe gab es bereits vor dem letzten Facelift.

 

Skoda Rapid Spaceback 2017 Vergleich Heckansicht
Auf den 2. Blick: Die Heckleuchten sind am Neuen schwarz gerahmt.

 

Ein bereits beim Vorgänger bekanntes Manko ist der extrem breite Spalt zwischen Windschutzscheibe und Karosserie, in dem sich im Laufe der Zeit extrem viel Schmutz und Feuchtigkeit ansammelt, welcher irgendwann ein Eigenleben in Form von Mooswuchs und ähnlichen Biotop-Allüren entwickelt. Die Reinigung dieses Spalts ist extrem aufwendig und mühselig. Schade, dass dieser Schmutzfänger nicht dem Facelift zum Opfer fiel.

 

Skoda Rapid Spaceback 2017 Spalt Frontscheibe
Die mehrere Millimeter breite Fuge ringsum die Windschutzscheibe bietet Schmutz viel Platz.

 

Der Skoda Rapid Spaceback gehört zur Kompaktklasse, der Skoda Fabia – auch wenn er auf derselben Plattform produziert wird – gehört zur Kleinwagenserie. Zum Fabia Combi bietet der Rapid Spaceback fünf Zentimeter mehr Länge, zum Fließheckmodell gar 30 Zentimeter. Der Unterschied fällt optisch sogar noch stärker aus. Der Rapid steht zudem satter auf der Straße, wirkt breiter – obwohl er in der Breite fast identisch ist.

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Interieur – Feinheiten für den Style

Der Innenraum des Skoda Rapid Spaceback verströmt neben einem aufgeräumten Eindruck auch solide Nüchternheit mit einem Hauch Pragmatismus. Alles was man braucht und sucht, findet man am jeweiligen Platz. Was will man also mehr?

 

Skoda Rapid Spaceback 2017 Armaturenträger
Funktionalität und Übersichtlichkeit – alles andere muss hinten anstehen. Warum auch nicht.

 

Ergonomisch kaum besser platzierbar, thront der zentrale Bildschirm weit oben im Armaturenträger und somit stets optimal im Blickfeld des Fahrers. Ein haptisch einwandfreies Multifunktionslenkrad erfreut die Fahrerhände, während sich der Sitzapparat auf den gut konturierten und peppig gesteppten Sportsitzen des Tschechen schnell zurechtfindet und weitaus länger als für eine Kurzstrecke verweilen möchte. Die in den vorderen Sitzen integrierten Kopfstützen lassen sich nicht verstellen.

 

Skoda Rapid Spaceback 2017 Vordersitze Sportsitze
Viel Seitenhalt und integrierte Kopfstützen – die Sportsitze passen hervorragend.

 

Das Platzangebot bleibt auch nach der Modellpflege beispielhaft für ein Auto in dieser Klasse. Mit einem Ladevolumen von 415 Liter bei Nutzung der fünf Sitzplätze, beziehungsweise 1.381 Liter bei umgeklappten Rückenlehnen liegt der Tscheche eindeutig über dem Golfniveau. Immerhin 35 beziehungsweise 111 Liter mehr könnten schon fast eine Klasse höher gelten.

 

 

Für die Passagiere sieht es platztechnisch ähnlich aus. Ein gutes Dutzend Zentimeter mehr Radstand gegenüber dem Fabia machen es möglich. Vorne mangelt es nirgends an Platz und auch auf der Rückbank staunen Passagierneulinge über die ungeahnte Bein- und Kopffreiheit in dieser Fahrzeugklasse. Nur wenn der mittlere Platz im Rapid genutzt wird, beginnt der Kuschelfaktor auch im tschechischen Kompakten.

 

Skoda Rapid Spaceback 2017 Rundumsicht
Point of View – die Rundumsicht im Spaceback kann sich sehen lassen.

 

Dank recht niedrig verlaufender Gürtellinie und damit einhergehendem großzügigen Greenhouse gestattet der Rapid eine souveräne Rundumsicht.

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Motorisierung und Fahreigenschaften – Der Upgrade-Fokus

In dieser Rubrik gibt es eine der bedeutendsten Neuerungen, welche mit der Modellpflege einhergingen. Der einstige 1.2-Liter Vierzylinder Benzinmotor wurde gegen einen 1.0-Liter Dreizylinder ersetzt, den wir hier ausgiebig testen konnten.

Beide Benzinmotoren wurden beziehungsweise werden von einem Abgasturbolader unter Druck gesetzt. Auf dem Papier sind das beim Neuling 110 PS – fünf PS mehr als beim Vorgänger mit dem Reihenvierzylinder – und nun 200 Newtonmeter maximales Drehmoment – 25 mehr als der Vorgänger vorweisen konnte.

 

Skoda Rapid Spaceback 2017 Motorraum
Klein, aber oho – der Dreizylinder mit 110 PS konnte im Test überzeugen.

 

Wir haben den direkten Vergleich erfahren können. Der Neue gibt sich akustisch schnell als Dreizylinder zu erkennen. Den charakteristischen, knurrig rauen, aber nicht unangenehmen Klang vernimmt man aber in erster Linie außerhalb des recht ordentlich gedämmten Rapids. Nur bei hohen Drehzahlen verrät sich der Neuling auch an die Ohren der Insassen.

Am Gas hängt der Dreizylinder spürbar besser – doch erst ab 2.000 Touren, vorher passiert nicht wirklich viel. Hier offeriert der Skoda Rapid Spaceback eine kleine Anfahrschwäche. Ab besagter Drehzahl jedoch spricht der Turbo kräftiger an als der des alten Vierzylinders, was dem gelifteten Skoda Rapid Spaceback ein Quantum mehr Spritzigkeit verleiht. Er lässt sich gefühlt leichtfüßiger fahren – wenn man ihn auf mindestens 2.000 Touren hält, was im Stadtverkehr allerdings nicht immer leichtfällt.

 

Skoda Rapid Spaceback 2017 schräg vorn
Komfortables Fahrwerk und spritziger Motor – diese Kombination im Rapid Spaceback gefällt.

 

Bei Drehzahlen von mehr als 4.500 Touren wirkt der Dreizylinder etwas undefiniert, was aber im alltäglichen Einsatz kaum auffällt, da man bis zu diesen Drehzahlen das maximale Drehmoment längst ausgeschöpft hat und für die meisten Gegebenheiten mit weniger Drehzahlen gut aufgestellt ist.

Dazu passt auch das gut abgestimmte Sechsgang-Schaltgetriebe mit lang übersetztem sechsten Gang – im Ur-Rapid musste noch eine Fünfgang-Schaltung ausreichen.

 

Skoda Rapid Spaceback 2017 Schalthebel
Gut und knackig schaltbares Getriebe mit 6. Gang als lang übersetzten Spargang.

 

Das Fahrwerk erfuhr im direkten Vergleich zum Vorgänger eine deutlich komfortabler gedämpfte Abstimmung, wodurch nun Unebenheiten – vor allem kurze Verwerfungen wie Querfugen oder Schlaglöcher – auch besser geschluckt werden. In schnell gefahrenen Kurven neigt sich der überarbeitete Rapid dadurch stärker als der straffere Vorgänger, aber punktet insgesamt durch den hinzugewonnenen Komfort.

Auch das Lenkverhalten erweist sich als leichtgängiger, ohne dabei Direktheit einzubüßen. Lässt man es sportlich angehen, legt der Skoda Rapid Spaceback eine überwiegend neutrale Note an den Tag. Im Grenzbereich – vor allem im Slalomkurs – offerierte er im Test sogar Übersteuerungsnuancen, bei denen das Heck leichte Ausbruchversuche ankündigt. Er lässt sich nicht mit der Exaktheit eines Golfs in die Ideallinie dirigieren, aber unhandlich ist der Tscheche nun wahrlich nicht.

 

Skoda Rapid Spaceback 2017 Lenkrad
Liebeserklärung – das Lenkrad schmeichelt den Händen von Anbeginn und liegt gut darin.

 

Für den obligatorischen Sprint auf 100 km/h benötigt der Skoda Rapid Spaceback laut Hersteller 9,8 Sekunden – vier Zehntel weniger als sein Vorgänger. Der Luftwiderstand gewinnt bei knapp unter 200 km/h, wobei der Tacho dort bereits optimistische 211 km/h anzeigt.

In Summe offeriert der Skoda Rapid Spaceback einen recht ausgeglichenen Fahrcharakter, den er auch im Grenzbereich weitestgehend bewahren kann. Abgerundet wird dieses sympathische Gesamtbild durch eine gut dosierbare und bei Bedarf vehement verzögernde Bremsanlage, welche auch bei mehrfacher starker Beanspruchung im Test keinerlei Fading offenbaren musste.

 

Skoda Rapid Spaceback 2017 Bremsanlage vorn
Überraschender Biss – die Bremsanlage im Rapid zeigte sich mustergültig.

 

Beim wichtigen Thema Verbrauch möchten wir wieder den direkten Vergleich zum Vorgänger anstellen. Vierzylinder versus Dreizylinder sozusagen. Skoda verspricht im Drittelmix eine Einsparung von 0,8 Liter auf 100 Kilometer auf die drei Brennräume mit zusammen einem Liter Hubraum verteilt.

Wir machen es kurz: Der Testverbrauch fiel auf exakt gleicher Strecke mit gleicher Fahrweise – beide Fahrzeuge fuhren hintereinander und überholten sich regelmäßig – fast identisch aus. 5,9 Liter beim alten Vierzylinder, 5,7 Liter beim neuen Dreizylinder. Liegt etwas mehr Stadtverkehr im Drittelmix, sind es um die sieben Liter auf 100 Kilometer beim Neuen und knapp acht beim Alten.

 

Skoda Rapid Spaceback 2017 Verbrauch
Moderater Durst – bei dem Verbrauch hat man keine Angst vor dem Benziner.

 

Bei der vernehmbaren Leistungssteigerung, trotz des fehlenden Zylinders und des verringerten Hubraums, ist das aus unserer Sicht absolut in Ordnung. Das Downsizing sorgt hier in Anbetracht des Kraftzuwachses bei gleichbleibendem Verbrauch für eine höhere Effizienz.

Die Fahrgeräusche hielten sich im Faceliftmodell in Summe mehr zurück. Nur der Dreizylinder meldet sich deutlicher zu Wort, wenn man ihn mit hohen Drehzahlen drangsaliert.

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Ausstattung, Sicherheit und Komfort

Dank aktueller Modellpflege bekam der Skoda Rapid unter anderem einige Neuerungen, von denen nicht wenige die Infotainment- und Technologiesysteme betreffen.

Der 6.5-Zoll-Bildschirm des optionalen Infotainment-Navigationssystem Amundsen reagiert neben Berührung auch auf Annäherung und stellt alle Inhalte gestochen scharf in hoher Auflösung dar. Das Navigationssystem besitzt ab sofort Zugriff auf Onlinedaten und erwies sich im Test als ausgesprochen flink beim Berechnen von Routen und Alternativstrecken.

 

Skoda Rapid Spaceback 2017 Touchscreen
Hier herrscht Übersicht – das Kontrollzentrum ließ sich intuitiv bedienen.

 

Als eine der wichtigsten Neuerungen zeigte sich das neue – optional für lohnenswerte 350 Euro Aufpreis erhältliche – Bi-Xenonlicht der Hauptscheinwerfer. Die Lichtausbeute übertrifft die Halogenscheinwerfer des Urmodells um ein Vielfaches.

Doch auch der Vergleich zu den herkömmlichen Xenonscheinwerfern, bei denen das Fernlicht noch durch Halogenlicht übernommen wurde, zeigt deutliche Besserungen. Vor allem beim Fernlicht überstrahlt das neue Lichtsystem das Alte signifikant. Selbst der Vergleich zu einigen LED-Lichtlösungen der Konkurrenz muss der Skoda Rapid Spaceback nicht scheuen.

 

 

Analog zum Lichtupgrade besitzt der Kompaktwagen nun auch Lichtsensor und Fernlichtassistent. Wieso Letztgenannter einen Aufpreis von 420 Euro aufruft, entzieht sich unserer Kenntnis und auch unserem Verständnis. Das Abbiegelicht übernehmen zuverlässig – wie beim Vorgänger – die Nebelscheinwerfer.

Gesicherte Konnektivität weist der modifizierte Rapid mittels Smartphoneanbindung via Apple Car Play oder Android Auto vor. Bluetooth-Freisprechen funktioniert nach einer sekundenschnellen Verbindung mit dem System tadellos und mit entsprechender Smartphone-App kann man den Rapid sogar aus der Ferne per Aktivierung von Blinklicht und Hupe besser wiederfinden.

Auch ein WLAN-Hotspot und zusätzliche USB-Schnittstellen für die zweite Reihe sind optional buchbar. Die Sprachsteuerung versteht gesprochene Befehle zuverlässig und hält Dialoge kurz – sehr erfreulich.

 

Skoda Rapid Spaceback 2017 USB-Slots
Schwacher Akku? Im neuen Rapid Spaceback muss das dank genügend USB-Slots nicht sein.

 

Den Hotspot aktiviert man über Skoda Connect, wofür man entweder einen USB-Mobilfunkstick benötigt oder alternativ sein Smartphone als Hotspot benutzt.

Ebenfalls erhältlich sind nun auch ein Müdigkeitsassistent, ein Berganfahrassistent und ein Frontradarassistent mit Frontkollisionswarnung. Die City-Notbremsfunktion bleibt nur bis 30 km/h aktiv – besser als nichts, aber so gesehen auch nur die halbe Miete dieses Assistenzsystems.

Erkennt dieses System eine Gefahr, warnt es akustisch und per entsprechendem Symbol im Kombiinstrument, welches mehrere Sekunden nach der Gefahr weiterhin sichtbar bleibt.

 

Skoda Rapid Spaceback 2017 Radarsensor
Das fahrende Auge – Radarsensor in der Frontschürze.

 

Schön wäre es, wenn diese Assistenten zur Serienausstattung gehören würden. Auch einen Totwinkelassistenten haben wir im Rapid vermisst.

Ebenfalls nur als zusätzliche Optionen erhältlich, sind Parksensoren vorn sowie eine Rückfahrkamera. Allesamt sind sie als zusätzliche Ausstattungsmerkmale sehr empfehlenswert, da sich beim Rapid Spaceback trotz guter Rundumsicht die Endungen des Front- und Heckbereichs nur schwer einschätzen lassen. Großer Vorteil: Die Rückfahrkamera besitzt eine eigene Waschdüse. Dies hat sich in den Zeiten von Schmuddelwetter mehr als einmal als überaus vorteilhaft erwiesen.

 

 

Die Sitzheizungen im Rapid glänzten durch schnelle Reaktionszeiten und als Alleinstellungsmerkmal in dieser Fahrzeugklasse, kann man hier sogar die beiden äußeren Rücksitze auch mit einer Sitzheizung bestellen. Aktuell gibt es das im Golf weder für Geld noch für Lobeshymnen.

Soundtechnisch zeigte sich der Testkandidat mit einer neutralen, recht linearen Soundkulisse, deren Klang allerdings für ein „No-Name“-System mehr als in Ordnung geht. Kleiner Tipp: Wer viele CDs sein Eigen nennt, sollte beim Konfigurieren das hierfür notwendige nur optional erhältliche Laufwerk nicht vergessen.

 

 

Bei Skoda fast als traditionell bezeichnend, darf man sich diverser Annehmlichkeiten im Rapid erfreuen. Dank Ablagepaket gibt es neben dem serienmäßigen Tickethalter an der Windschutzscheibe und dem Eiskratzer hinter dem Tankdeckel zusätzlich die kleinen Abfallbehältern in den Ablagen der Türverkleidungen sowie über den gesamten Innenraum verteilte Ösen und Haken zur Aufbewahrung von Taschen oder Kleidungsstücken. Also jede Menge kleiner Helferlein zum überschaubaren Aufpreis von gerade einmal 200 Euro.

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Varianten und Preise des Skoda Rapid Spaceback

Die nachfolgenden Varianten gelten ausschließlich für die Spaceback-Version.

Nicht weniger als sieben verschiedene Ausstattungsvarianten des Skoda Rapid Spaceback buhlen aktuell um die Gunst der potenziellen Kunden.

 

  • Rapid Spaceback umfasst dabei die drei Unterkategorien mit der Basisversion „Active“ zum Grundpreis von 15.890 Euro, gefolgt von „Ambition“ und „Style“ mit ansteigendem Ausstattungsvolumen.
  • Cool Edition ist eine von fünf Sondereditionen für mindestens 16.055 Euro
  • Red & Grey I und Red & Grey II sind zwei Sondereditionen mit speziellen Farbgebungen für Fahrzeug und Felgen; für je ab 17.260 Euro
  • Clever nennt Skoda ein Sondermodell mit umfangreicher Ausstattung und einem Preisvorteil bis zu 3.880 Euro und bietet dieses ab 19.100 Euro an.
  • Scoutline ist die fünfte Sonderedition und bietet – wie der Name bereits suggeriert – einige Offroad-Designelemente sowie eine erweiterte Serienausstattung für mindestens 19.390 Euro an.
  • Monte Carlo ist die Topversion des Skoda Rapid Spaceback, besitzt eine umfangreiche Ausstattung und kostet ab 20.950 Euro

 

Skoda Rapid Spaceback 2017 Seitenansicht
Beim Testfahrzeug handelte es sich um die Ausstattungsversion „Style“.

 

Die Motorenpalette besteht aus fünf verschiedenen Antrieben, davon drei Benziner und zwei Diesel.

Die Benziner bestehen aus

  • dem 1.0 TSI Dreizylinder mit 95PS und 5-Gang-Schaltgetriebe oder 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe DSG
  • oder 1.0 TSI mit 110 PS und ausschließlich 6-Gang-Schaltgetriebe
  • sowie dem 1.4 TSI Vierzylinder mit 125 PS und ausschließlich 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe DSG.

Als Diesel stehen ein

  • 90 PS starker 1.4 TDI mit wahlweise 5-Gang-Schaltgetriebe oder 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe DSG sowie
  • ein 1.6 TDI mit 116 PS und ausschließlich mit 5-Gang-Schaltgetriebe zur Auswahl.

Voll ausgestattet kostet die Topversion Monte Carlo mit dem teuersten Motorpaket – dem 1.4 TDI mit 7-Gang DSG – knapp 30.000 Euro.

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Garantie und Service

Die zweijährige Herstellergarantie von Skoda gilt auch beim Rapid, und kann mit der Garantie+ in Jahresschritten bis maximal drei Jahre, auf insgesamt fünf Jahre – oder 150.000 Kilometer Laufleistung, je nachdem was eher erreicht wird – kostenpflichtig verlängert werden.

Neben dieser Garantie erhält der Skoda Rapid Spaceback eine 3-Jahre-Garantie auf den Lack und eine 12-Jahre-Garantie gegen Durchrostung.

Auf alle Skoda Originalteile und Originalzubehör besteht eine zweijährige Sachmangelhaftung.

Die Mobilitätsgarantie, welche unter anderem Pannenhilfe, Abschleppen, Mietwagen, Hotelübernachtungen und vieles mehr beinhaltet, gilt ein ganzes Autoleben lang. Voraussetzung ist die regelmäßige und ununterbrochene Wartung und Einhaltung der Serviceintervalle bei einem der Skoda-Servicepartner.

Auch in puncto Wartung & Inspektion kann man für den Rapid mit entsprechenden Paketen die Abdeckung aller anfallenden Lohn- und Materialkosten für sämtliche Inspektionen und Wartungen abdecken.

Die Mindestlaufzeit beträgt 24 Monate. So zahlt man für den Rapid bei einer Laufzeit von 36 Monaten und einer Laufleistung von 15.000 Kilometer pro Jahr monatlich 34,49 Euro – also etwas mehr als für den Octavia.

Außen vor bleiben grundsätzlich Verschleißteile wie zum Beispiel Bremsbeläge. Eine Einschränkung bei Fahrzeugalter und der Laufleistung besteht dagegen nicht.

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Fazit – Clever gemacht, Skoda!

Unterm Strich gilt ein Skoda Rapid Spaceback als eine waschechte Alternative zu etablierten Fahrzeugen in der Kompaktklasse. Ganz nach den Maximen von Skoda: Platzangebot, clevere Details und ein solider Auftritt sichern ihm in jedem Fall einen Platz auf dem Treppchen der Top-5-Kompaktwagen.

Unsere Empfehlung liegt antriebstechnisch klar beim 1.0 TSI mit 110 PS. Der kleine Dreizylinder bietet Effizienz und sogar Fahrspaß in Einem. Dass er nur mit dem – zugegeben gut passenden – manuellen Getriebe kombiniert werden kann, ist allerdings schade.

 

Skoda Rapid Spaceback 2017 schräg vorn Fahrerseite
Starker Auftritt – das Facelift bringt den Rapid Spaceback wieder weit nach vorn.

 

Wer in der Kompaktklasse ein relativ günstiges, zuverlässiges, solides Fahrzeug mit einem überdurchschnittlichen Platzangebot sucht, mit einer vernünftigen Motorisierung und moderaten Unterhaltungskosten, dürfte beim Skoda Rapid Spaceback goldrichtig liegen. Weshalb er immer noch als Underdog gelten soll, erschließt sich unserer Redaktion in Anbetracht dieses Testergebnisses nicht. Vielmehr dürfte er spätestens jetzt als Geheimtipp in der Kompaktklasse gelten.

 

Text/Bilder: NewCarz

Kamera: Canon EOS 6D

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Konkurrenz:
VW Golf, Peugeot 308, Seat Leon, Citroen C3, Mazda3Renault Megane

 

 

Technische Daten: Skoda Rapid Spaceback Style 1.0l TSI

Farbe: Race Blau Metallic

Länge x Breite x Höhe (m): 4,30 x 1,71 (1,94 mit Außenspiegeln) x 1,46

Radstand in mm: 2.602

Motor: Reihendreizylinder Direkteinspritzer-Benzinmotor mit Turbo-Aufladung

Leistung: 81 kW (110 PS) bei 5.000 rpm

Hubraum: 999 ccm

Max. Drehmoment: 200 Nm bei 2.000 – 3.500 rpm

Getriebe: 6-Gang manuell

Antrieb: Front

Verbrauch kombiniert (NEFZ-Norm): 4,6 L/100 km

Durchschnittsverbrauch (NewCarz): 5,7 L/100 km

CO2-Emissionen (Herstellerangabe): 106 g/km

Abgasnorm: Euro 6

Höchstgeschwindigkeit: 198 km/h

Beschleunigung von 0 auf 100 km/h: 9,8 Sekunden

Leergewicht: 1.185 kg

Laderaumvolumen: 415 – 1.381 Liter

Kraftstofftank: 55 Liter

Neupreis des Testwagens: 28.644 Euro

 

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