Renault Koleos – Multimediasystem R-Link 2

Renault Koleos Dauertest – Der 100.000 Kilometer-Dauertestlauf

19.12.2018 – km-Stand 27.497 | R-Link 2

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Weihnachten rückt immer näher und in unserem Dauertestwagen läuft ab und an – den Radiosendern sei dank – der Klassiker „Last Christmas“ von Wham über das Bose-Soundsystem. Zeit also, das Infotainmentsystem einmal genauer zu beleuchten.

 

R-Link 2

Das Online-Multimediasystem mit Navigation im Renault Koleos ist nicht ganz unbekannt, denn es tat bereits im Renault Talisman seinen Dienst, der den Dauertest bereits hinter sich hat. Dort gab es das eine oder andere Problem mit dem System, von denen wir im Koleos bislang nichts beobachten konnten.

 

Renault Koleos Dauertest Screen
Home-Bildschirm – Typisch geteilte Ansicht mit Navi-Karte oben und Medienübersicht unten.

 

Eyecatcher schlechthin und gleichzeitig zentraler Anlaufpunkt ist der farbige 8.7-Zoll-Bildschirm im Hochformat. Dieser wird über die Touchfunktion und über links und rechts daneben positionierte Sensortasten bedient. Einen Drehknopf für die Lautstärke oder die Menüwahl gibt es nicht. Obendrein existiert auch eine gut funktionierende Sprachsteuerung, mit der man diverse Befehle direkt einsprechen kann. Das klappt im Koleos bisher sehr gut und wird von den Redakteuren oft und gern genutzt.

 

Renault Koleos Dauertest Sprachsteuerung
Sprechen nach dem rechten Daumendruck – Die Bedienung der Sprachsteuerung.

 

Das USB-Anschlussproblem wurde mittlerweile behoben – den Grund des Übels war offenbar ein Wackelkontakt. Jedenfalls funktioniert jetzt wieder alles wie gewünscht und sämtliche Geräte werden schnell erkannt und akzeptiert.

 

Navigation in 3D

Sehr erfreulich ist die Tatsache, dass die akustische Routenführung des Navigationssystems im Koleos keine Wiederholungsattitüden an den Tag legt. Das aus dem Talisman fast schon berühmt-berüchtigte Stottern vor jedem Kreisverkehr „Bitte nehmen Sie die-die-die dritte Ausfahrt“ ist hier noch nie aufgetreten.

 

 

Zudem gefällt die Kartendarstellung vor allem in urbanen Gebieten, in denen Gebäude und Bauten realitätsnah als dreidimensionale Symbole dargestellt werden. Auch die Berechnungszeiten für Routen – inklusive Neuberechnungen – gelingen dem System mittlerweile recht schnell, wenn man den Vergleich zum Talisman der ersten Stunde bemüht. Auch hier haben Softwareoptimierungen gute Arbeit geleistet.

 

Menüs und Submenüs

Die Bedienung des R-Link 2 gelingt auch für unbedarfte Insassen nach kurzer Probier- und Eingewöhnungszeit recht fix und deckt beim „learning by doing“ mehr Antworten als Fragen auf. Manchmal verfitzt man sich in einem Untermenü oder sucht an der falschen Stelle, aber auch in solch einem Fall erkennt man schnell den gewünschten Pfad.

 

Vernetzt und World Wide Web

In einem speziellen R-Link Store lassen sich diverse Apps herunterladen, um den Umfang der Möglichkeiten des Systems zu erweitern. Beispielsweise kann man sich mit installierter App „e-Mail“ seine E-Mails ganz bequem während der Fahrt vorlesen lassen.

 

 

Auch das Navigationssystem profitiert von der Onlinefunktionalität und erhält TomTom-Echtzeit-Verkehrsinformationen, die aller 120 Sekunden aktualisiert werden. Auch Android Auto sowie Apple Car Play lassen das Mobilgerät mit dem Infotainmentsystem verschmelzen. Das klappte bisher mit diversen Geräten absolut problemlos und fehlerfrei.

Übrigens stehen ab dem Kauf des Koleos für 36 Monate kostenlose Updates für das Kartenmaterial des Navigationssystems zur Verfügung. Am einfachsten funktioniert das – wie auch Systemsoftware-Updates – über den Download im R-Link Store und dem Überspielen via USB-Stick.

 

Bose, Klima, Telefon, EcoDrive

Neben all diesen Funktionen bietet das R-Link 2 System auch die Bedienung der Zweizonen-Klimaautomatik, des per Bluetooth gekoppelten Telefons und eine Eco-Drive-Funktion. Diese fasst das Fahrverhalten am Fahrtende zusammen und gibt auf Wunsch Tipps zum Energie sparen.

 

 

Auch das Soundsystem von Bose wird über den Bildschirm gesteuert, kann allerdings auch über die Multifunktionstasten am Lenkrad und den Tasten des Renault-typischen Audio-Pads rechts hinter dem Lenkrad bedient werden. Das Surround-Sound-System mit zwölf Lautsprechern bietet einen ehrlichen, natürlichen Klang und der zusätzliche Subwoofer unter dem Laderaumboden liefert ein konstruktives und angenehmes Bassfundament.

 

Farben und Design

Für die Individualität des Einzelnen gibt es im Multimediasystem diverse Anpassungsmöglichkeiten. Neben diversen Hintergrund- und Ambientelichtfarben lässt sich die Darstellung des Bildschirms auch invertieren. Des weiteren kann darüber auch das dynamische Cockpit in verschiedenen Anzeigedesigns eingestellt werden.

 

 

Der Clou: All diese Anpassungen plus den Einstellungen des Soundsystems wie Lautstärke, Klang oder Fader, die Sitzeinstellungen sowie die Stellung der Außenspiegel lassen sich in einem persönlichen Profil abspeichern.

 

Resümee – Mit der Zeit gediehen

Mittlerweile kann man dem R-Link 2 Online-Multimediasystem eine klare Zuverlässigkeit bescheinigen, die in einer zwar vielfach gegliederten, aber einfach erlernbaren Menüstruktur ihre Abrundung findet.

Mit diesem System kann man alle Features einfach auffinden, einstellen und in seiner Gesamtheit auch seine individuelle Note verleihen, indem man sein persönliches Profil gestaltet und speichert.

Bisher gab es im Test keine Beanstandungen zum System im Renault Koleos, mit Ausnahme vom temporär bestandenen USB-Anschlusserkennungsproblem, was jedoch aus der Welt geschafft wurde. Seither erfreuen sich alle Redakteure auf Testfahrt an einer zuverlässigen Navigation, einem vorbildlichen Klang des Soundsystems und der einfachen Vernetzung mit diversen Mobilgeräten. Also alles so, wie man es sich wünscht.

 

Koleos Radiomenü im R-Link 2
Daumen hoch – Das DAB-Radio beweist deutlich bessere Empfangsstärke als im Talisman.

 

Damit geht der Dauertest weiter und im nächsten Bericht widmen wir uns detailliert den Platzverhältnissen und Beladungsmöglichkeiten des Renault Koleos.

Text / Bilder: NewCarz

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