Jeep Cherokee – Raubein reloaded

Mit der Überarbeitung der fünften Generation des mittlerweile 45 Jahre auf dem Markt bestehenden Klassikers Jeep Cherokee, gehen hier eine Hand voll Neuerungen einher, die den Grundcharakter des Fahrzeugs jedoch unangetastet lassen sollen.

Aber was ist der Cherokee genau und was macht ihn aus? Geländewagen, SUV, Crossover? Dieser und weiteren Fragen sind wir im Rahmen unseres Fahrzeugtests auf den Grund gegangen.

 

 

Exterieur – Behutsames, doch deutliches Update

Das optische Update kann man dem Jeep Cherokee als willkommene Auffrischung zugestehen. Das alte, irgendwie dissonant wirkende Antlitz ist passé, stattdessen wirft das Facelift einen geschärften Blick durch schmale Voll-LED-Scheinwerfer dem Betrachter entgegen und ein markentypischer Kühlergrill vereint eine recht massiv wirkende Front. Darunter zeigt sich eine dominant erscheinende Schürze mit LED-Nebelleuchten in den Flanken und einer angedeuteten Spoilerlippe – der dynamische Aspekt ist hiermit unterstrichen.

 

Jeep Cherokee schräg vorne links
Sehr schmale Scheinwerfer und eine optisch breit gezogene Front stehen dem Cherokee sehr gut.

 

Seitlich betrachtet, zeigt das amerikanische Gefährt die Silhouette eines klassisch geländeaffinen Automobils und Punkt. Dieses optisch klare Statement ist so eindeutig, dass weitere Fragen von vornherein als überflüssig degradiert werden. Große Räder und ordentlich Bodenfreiheit versprechen bereits vor dem Einstieg mehr Geländetauglichkeit als so manch ein Pseudo-4×4-Vehikel, dass sich mühevoll als Wettbewerber auf diesem Terrain geltend machen möchte.

 

Jeep Cherokee Seite
Bodenfreiheit ist eines der Cherokee-Merkmale, die man aus allen Perspektiven erkennen kann.

 

Der kernige Begleiter macht im Grunde aus keiner Perspektive einen Hehl um sein Dasein. Dennoch kann man aufgrund der vielseitigen Eindrücke sowohl die Bezeichnung SUV als auch Geländefahrzeug gelten lassen. Mindestens.

 

Jeep Cherokee schräg heck rechts
Robust und modern – So wirkt der Cherokee in seiner Heckansicht auf den Betrachter.

 

Das Heck des Jeep Cherokee wurde im Zuge des Facelifts ebenfalls überarbeitet. Insbesondere die formschönen Heckleuchten mit ihrer ansprechenden Lichtsignatur wirken nun harmonischer integriert, wodurch die gesamte Heckpartie in sich nun stimmiger erscheint. Dass auch hier ein Hauch Offroadflair mitschwingt, liegt wohl insbesondere an den Proportionen sowie der kantigen Formgebung. Doch wirkt all dies nicht übertrieben burschikos, sondern vielmehr markant-dominant.

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Interieur – Nobler als erwartet

Die inneren Werte des Jeep Cherokee bestehen seit der Modellpflege an vielen Stellen aus neuen Materialien, was dem Cherokee ebenfalls viele Pluspunkte zukommen lässt. Die Infotainmentzentrale mit dem für einen Jeep so typischen 4:3-Bildschirm wirkt dank 8.4-Zoll-Diagonale groß und auch bei Sonneneinstrahlung gut ablesbar.

Das Lenkrad erhielt eine dicke Aufschäumung und wirkt so opulent gepolstert als echte Schmeichelei für die Fahrerhände. Edel wirkende Schaltwippen aus Aluminium unterstreichen den Qualitätsanspruch zusätzlich.

 

 

Doch macht der Jeep auch hier keinen Hehl aus der ihm innewohnenden Möglichkeit der robusten Einsatzmöglichkeiten. Wenngleich das feine Leder des Gestühls mit aufwändigen Overland-Stickereien in den Sitzlehnen dies gekonnt zu kaschieren vermag und eine unerwartete, großzügige Prise Noblesse in den Innenraum bringt.

Übrigens sollten insbesondere outdooraffine Menschen aufgrund der zu erwartenden Umstände während eines Geländeeinsatzes diese lieber nicht in der Farbe Ski Grey bestellen, ein Farbton, der fast einem Weiß nahekommt und entsprechend empfindlich auf Verschmutzungen reagieren dürfte.

 

Jeep Cherokee Instrumententafel
Keine Rätsel oder Fragen – Das Bedienkonzept erschließt sich innerhalb kurzer Zeit von selbst.

 

Apropos Sitze: Diese wiesen im Praxistest eine sehr angenehme Polsterung sowie ausreichend Seitenhalt vor. Auch platztechnisch geht es im Jeep Cherokee sehr geräumig zu, sodass es sich auch als Passagier der zweiten Sitzreihe bequem auf Reisen gehen lässt. Die helle Farbgebung des Leders bringt zudem im Zusammenspiel mit dem riesigen Panorama-Glasdach eine enorme Helligkeit in den Innenraum, was von vielen Insassen als sehr freundlich und erfrischend empfunden wurde.

 

 

Im Laderaum herrscht mit 570 Litern genügend Platz, um sämtliche Utensilien für seine Freizeitaktivitäten oder den Familienurlaub unterzubringen. Maximal stehen 1.267 Liter Ladevolumen zur Verfügung. Umklappbare Rückenlehnen und ein verstecktes, weiteres Fach unter dem Laderaumboden steigern zudem die Variabilität.

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Motor & Fahreigenschaften – Fahrbahnzustand? Gleichgültig.

Als Antrieb stand im getesteten Jeep Cherokee Overland ein 2.2-Liter-Multijet-Turbodiesel mit 195 PS zur Verfügung. Das maximale Drehmoment des Vierzylinders beträgt respektable 450 Newtonmeter. Der Allradantrieb sorgt dafür, dass diese Kraft stets dahin verteilt wird, wo sie entsprechend benötigt wird.

Ein wirklich solides Rauhbein, das Spaß macht.

Bereits auf den ersten Metern verrät der Cherokee sein Wesen im akustischen Sinne und wurde von einigen Redakteuren so oder so ähnlich im Testtagebuch tituliert. Dies verwundert folgerichtig wenig, denn der Selbstzünder nagelte bereits im Stand und vor allem im Kaltstart unbeeindruckt vor sich hin. Doch ändert sich diese Tatsache schnell, wenn man die Tür hinter sich geschlossen hat, was auf eine gut gewählte Dämmung hindeutet.

 

Jeep Cherokee Motorraum
Akustisch kein Gentleman, aber kräftig und effizient sind zwei Punkte, die mehr Gewicht haben.

 

Während sich der Jeep Cherokee in der Stadt recht gut schlägt, wenngleich gefühlt permanent unterfordert wirkend und die Lenkung ist definitiv nicht auf urbane Gefilde abgerichtet, zeigt sich hier bereits, dass das im Fokus stehende Einsatzgebiet ein anderes ist.

Abseits der Ballungsgebiete mutiert der Cherokee zum angenehmen Gleiter. Einmal in Schwung und bei moderat gewählter Gangart, verweilt der Motor dank der sanft schaltenden Neungang-Automatik meist in den unteren Drehzahlbereichen und die Geräuschentwicklung des Selbstzünders ist im Innenraum nur bei forschem Leistungsabruf, wie beispielsweise bei Überholvorgängen zu vernehmen.

 

Jeep Cherokee Endrohr
One and only – Nur ein Endrohr mit großer Blende lässt den Turbodiesel ausatmen.

 

Bei forcierter Gangart und starken Beschleunigungsvorgängen erweist sich die Automatik mitunter als etwas zäh und zeigt hier typische Wandler-Allüren, bei denen gern der Eindruck entsteht, dass das Getriebe einen Teil der verfügbaren Motorleistung einfach verschluckt.

 

Jeep Cherokee Schalthebel
Keine Hydra, auch wenn diese neun Köpfe hatte. Die 9-Gang-Automatik schaltet butterweich.

 

Auf der Autobahn erwies sich der Geschwindigkeitsbereich zwischen 130 und 160 km/h als optimal. Bei diesem Reisetempo läuft der Cherokee munter mehrere hundert Kilometer am Stück, ohne die Insassen mit etwaigen Allüren zu belästigen. In Summe haben alle Testfahrer dem Jeep Cherokee einstimmig eine uneingeschränkte Langstreckentauglichkeit attestiert.

Das Fahrwerk federte kommod die meisten Unzulänglichkeiten weg und lies nur vereinzelt besonders widrige Verwerfungen bis zu den Passagieren im Innenraum vordringen. Wer den Jeep Cherokee gerne ambitioniert bewegt, spürt im Grenzbereich sein Gewicht und auch der erhöhte Schwerpunkt resultiert hierbei in spürbaren Wank- und Nickbewegungen, die in Summe jedoch jederzeit beherrschbar bleiben und dank neutraler Abstimmung auch ungeübte Fahrer vor keine unlösbare Aufgabe stellen sollten.

 

Jeep Cherokee ADII
Getriebeuntersetzung und Bergabfahrhilfe gehören zum Active Drive II.

 

Vier Fahrmodi des „Selec-Terrain“ stehen zur Verfügung, die im Einzelnen Schnee, Sand/Schlamm, Sport und einen Automatikmodus beinhalten. Letztgenannter Modus wählt die Abstimmung des Allradsystems entsprechend des Untergrunds selbständig.

Gemeinsam mit einer Getriebeuntersetzung des Allradbetriebs sowie einer Bergabfahrhilfe, machen diese Dinge den Jeep Cherokee auch zum Meister im Offroad. In unserer Offroad-Ausfahrt meisterte der Jeep Cherokee von Schlammpisten bis zum lockeren Sand alles mit Bravour – ein waschechter Jeep eben.

 

Jeep Cherokee Verbrauch
Adäquater Konsum – 8,4 Liter Diesel gehen aus Sicht der Redaktion in Ordnung.

 

Der Verbrauch erwies sich bei gemäßigter Fahrweise absolut akzeptabel. 8,4 Liter Diesel genehmigte sich der Jeep Cherokee im Dittelmix – 33 Prozent Stadt, 33 Land und 33 Autobahn – auf 100 Kilometer. Sportlich ambitionierte Fahrer sollten dagegen mit Werten zwischen zehn und elf Litern rechnen, wohingegen Sparfüchse und Effizienz-Experten durchaus sogar Werte unter der Sieben erreichen können.

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Ausstattung, Komfort, Sicherheit

Unser Testwagen rollte als Jeep Cherokee Overland 4×4 zu uns und bot dadurch eine überaus üppige Ausstattung, die kaum Wünsche offenließ.

Besonders hervorhebenswerte Dinge möchten wir nachfolgend beschreiben. Dazu gehört in jedem Fall die sehr gute Sitzheizung, welche sehr schnell und auch gleichmäßig durch die dicken Lederbezüge zu fühlen war und mit konstanter, sowie gut dosierbarer Heizleistung über den gesamten Testzeitraum glänzte – dies gilt für vorne wie auch hinten. Auch die Sitzbelüftung konnte auf ganzer Linie überzeugen, die zwar deutliche Lüftergeräusche verursachte, dafür aber stets für gut klimatisierte Sitz- und Lehnenflächen sorgte.

 

Jeep Cherokee Sitzheizung hinten
Auch hinten gab es warme Sitze; dazu Anschlüsse für USB und 230-Volt-Geräte.

 

Die Lenkradheizung tat diesem Eindruck ebenso keinen Abbruch, sondern konnte diesen sogar überflügeln. Wir haben es bis dato noch nicht erlebt, dass sogar ein aus Edelholz gefertigter Part am Lenkrad, hier der obere Teil des Lenkradkranzes, komplett und homogen beheizt wird. Chapeau Jeep, dies war eine echte Überraschung!

 

Jeep Cherokee Lenkradabschnitt Holz
Genial: Der obere Lenkradkranz aus Edelholz wird im Cherokee auch mit beheizt.

 

Das No-Name-Soundsystem konnte im Test ebenfalls Pluspunkte sammeln. Von den verbreiteten Systemen á la Bose, JBL und Co. ist dies nicht allzu weit entfernt und konnte vor allem durch ein kraftvolles Tieftonspektrum auffallen, welches recht einfach durch den zusätzlichen Woofer im Kofferraum erklärt sein dürfte.

 

Jeep Cherokee Bildschirm
Cool: Die untere Reihe der Schnellstartsymbole kann frei konfiguriert werden.

 

Das Uconnect Multimediasystem des Jeep Cherokee ist übersichtlich und nach kurzer Eingewöhnungszeit intuitiv zu bedienen. Dazu kommt eine schnelle Rechenleistung des Navigationssystems, was obendrein mit klaren visuellen und akustischen Hinweisen punkten konnte. Stets als extrem beutzerfreundlich und auch schon im Jeep Compass überzeugend, erwiesen sich die frei konfigurierbaren Schnellstartbuttons der Apps, durch die man auf die persönlich bevorzugten Menüs einen schnellen Zugriff besitzt.

 

Jeep Cherokee Woofer
Fundamental – Die Tieftonpassagen deckt dieser Woofer mit Leichtigkeit ab.

 

Schnittstellen bietet der Jeep Cherokee ebenso in ausreichender Art, sodass sich auch ein USB- sowie Aux-In-Anschluss finden, worüber man entsprechende externe Geräte mit dem Infotainmentsystem verbinden kann.

Die Klimaautomatik arbeitete im Test überwiegend geräuscharm und weitgehend zugfrei. Das schlüssellose Zugangs- und Startsystem funktionierte durchgehend einwandfrei, bei Verriegeln werden zudem auch die Außenspiegel angeklappt, was insbesondere bei engen Parkpositionen von großem Vorteil ist.

 

Jeep Cherokee Klima
Unauffällig auf zwei Zonen – Die Klimaautomatik hatte stets alles klimatisch im Griff.

 

Der Spurhalteassistent greift gerne mal beherzt, aber nicht zu vehement ins Geschehen ein, könnte aus unserer Sicht aber gern etwas weniger nervös wirken.

Der Parkassistent meistert souverän Quer- und Längsparklücken. Doch auch manuell lässt sich der Jeep problemlos rangieren. Das Einparken ist dank der Rückfahrkamera kein Hindernis. Allerdings wäre etwas mehr Schärfe und Auflösung gern willkommen.

 

Jeep Cherokee Rückfahrkamera
Nicht die Schärfste, aber der Aufgabe dennoch gerecht werdend: Die Rückfahrkamera.

 

Der Jeep Cherokee besitzt wie beschrieben vier verschiedene Fahrmodi. Eine Besonderheit fiel hier auf: Im Snow Modus wird sofort das Abblendlicht aktiviert.

Apropos Abblendlicht: Die Voll-LED-Scheinwerfer des Jeep Cherokee haben sich in diversen Testszenarien uneingeschränkt bewährt. Bei verschiedensten Licht- und Wetterverhältnissen oder auf unwegsamen Pfaden, sicherte das emittierte Licht jederzeit durch einen homogenen und weitreichenden Kegel eine sehr gute Ausleuchtung.

 

Jeep Cherokee Fernlichtassistent
Der Fernlichtassistent war stets aufmerksam und vermied das Blenden von Anderen zuverlässig.

 

Das Fernlicht verlängerte diesen dann noch und flutete eine breite Schneise Leuchtfeuer in die Nacht. Darüber hinaus ist der Cherokee einer der wenigen Modelle, bei denen das Abbiegelicht den Namen auch wirklich verdient hat. Vom Kleintier bis zum unbeleuchteten Fahrradfahrer wird alles beleuchtet, was beim Abbiegevorgang behindert und/oder eventuell gefährdet werden könnte. Im Übrigen weist der Cherokee eine sehr markante Lichtsignatur bei aktiviertem Tagfahrlicht auf.

 

Jeep Cherokee Blick nach hinten
Die freie Sicht nach hinten behindern sehr breite C-Säulen im Jeep Cherokee.

 

Eine immense Erleichterung beim Be- und Entladen des Kofferraums realisierte das virtuelle Pedal – also das Betätigen der Heckklappe durch einen Fußschwenk unter dem Stoßfänger. In unserem Test funktionierte dies auch durchgehend einwandfrei.

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Varianten und Preise des Jeep Cherokee

Den Cherokee bietet Jeep in zwei Modellversionen an, den Limited und den Overland. Als Motor steht für alle Modellvarianten einzig der hier getestete 2.2-Liter Multijet Turbodiesel zur Verfügung.

  • Als Limited wird der Cherokee mit Frontantrieb ab 45.500 Euro und als Allrad in den Unterteilungen Active Drive I für 47.500 Euro und Active Drive II ab 49.500 Euro angeboten,
  • wohingegen als Overland nur der Allradantrieb in den beiden Unterteilungen für jeweils ab 51.500 Euro und 53.500 Euro zur Verfügung steht.

Die beiden Allradsysteme Active Drive I und II erklären sich wie folgt:

  • Active Drive I: Vereinfacht erklärt, wird der Allradantrieb über ein einstufiges Transfergetriebe vorn und ein Hinterachs-Antriebsmodul realisiert. Letzteres übernimmt die stufenlose Antriebsmomentverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse. Diese Verteilung wird mit einer elektronischen, bremsenunterstützten Traktionskontrolle kombiniert und vermindert dadurch Unter- und Übersteuersituationen. Als Besonderheit gilt die komplette Abkopplung der Kardanwelle zur Hinterachse, wenn der Allradantrieb nicht notwendig ist. Dadurch verringert sich die Anzahl unnötig bewegter Komponenten, wodurch der Kraftstoffverbrauch wiederum sinkt. Sobald ein Allradantrieb erforderlich wird, stellt eine Schaltmuffe am vorderen Transfergetriebe den Kraftschluss zur Kardanwelle nach hinten sofort her. Anhand von Sensoren erkennt dann das Hinterachs-Antriebsmodul, wieviel der Kraft tatsächlich notwendig ist und verteilt diese mittels elektrohydraulischem Kupplungspaket, das durch eine Gerotorpumpe betrieben wird.

 

Jeep Cherokee Offroad
Keine Frage – Ein Jeep kann offroad, Punkt. Vor allem, wenn er Active Drive II an Bord hat.

 

  • Active Drive II: In der zweiten Ausbaustufe erhält man zusätzlich eine zweite Gangstufe im Transfergetriebe mit elektronisch geregeltem Drehmoment, wodurch eine Getriebeuntersetzung im Verhältnis 2,92:1 zur Verfügung steht. Das bedeutet höhere Drehzahlen bei niedrigen Geschwindigkeiten und dadurch mehr Vortriebskraft, was im Gelände ein unschätzbarer Vorteil ist. Eine Bergabfahrhilfe ist ebenfalls Bestandteil dieser Ausbaustufe.

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Fazit – Ein Facelift, welches jedes Detail wert ist

Auch nach dem Facelift, das fünf Jahre nach der Modellreiheneinführung sehnlichst erwartet wurde, bleibt der Jeep Cherokee seinem Ursprung treu. Er erweist sich als komfortabel, ist optisch nun deutlich ansprechender und auch für eine europäische Klientel überaus interessant.

 

Jeep Cherokee schräg vorne rechts
Sehr sympathisch – Die überarbeitete Optik allein macht schon mächtig Eindruck.

 

Als kerniges SUV oder als souveräner Geländewagen – je nach Betrachtungsweise und Nutzung – sorgt er mit seinen original Jeep-Genen für die Extraportion Abenteuer gleichwohl auf der Straße oder abseits davon. Das Fahrwerk ist eine gut gelungene Gratwanderung zwischen Komfort und Straffheit und dadurch für jeden Untergrund geeignet. Der Cherokee ist nicht weichgespült, kommt fast überall durch und bietet seinem künftigen Besitzer eine stoische Souveränität, die keine zwei Meinungen erlaubt.

 

Jeep Cherokee schräg hinten links
Auch seine leicht burschikose Art stört keineswegs, nein, sie gehört sogar dazu, zu einem Jeep.

 

Ein solider, etwas rauer und dennoch erstaunlich komfortabler Begleiter, der sich — wenn es sein muss — auch mal so richtig in den Schlamm wirft, ohne sich zu beklagen. So bleibt am Schluss die Antwort auf die eingangs erwähnte Frage nach der genauen Zuordnung: Es spielt keine Rolle und bleibt vollends im Ermessen des Betrachters und des Besitzers. Denn der Jeep Cherokee erfüllt die meisten Parameter aller aufgeführten Varianten. Er ist genauso SUV, wie Crossover oder Geländewagen – it´s your choice.

 

Text / Fotos: NewCarz

Kamera: Canon EOS 6D

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Technische Daten: Jeep Cherokee Overland 4×4 Active Drive II

Farbe: Pearl White

Länge x Breite x Höhe (m): 4,65 x 1,86 x 1,71

Radstand in mm: 2.720

Antrieb: Reihenvierzylinder Commonrail Turbodiesel

Leistung: 143 kW (195 PS) bei 3.500 rpm

Hubraum: 2.184 ccm

Max. Drehmoment: 450 Nm bei 2.000 rpm

Getriebe: 9-Gang-Automatik

Antrieb: Allrad mit Active Drive II

Verbrauch kombiniert (NEFZ-Norm): 6,9 L/100 km

Durchschnittsverbrauch (NewCarz): 7,6 L/100 km

CO2-Emissionen (Herstellerangabe): 179 g/km

Abgasnorm: Euro 6d-Temp

Höchstgeschwindigkeit: 206 km/h

Beschleunigung von 0 auf 100 km/h: 9,1 sec

Leergewicht: 2.013 kg

Kofferraumvolumen in Liter: 570 (1.267 bei umgeklappten Rückenlehnen)

Bodenfreiheit: 183 mm

Böschungswinkel vorn/hinten: 21°/27,3°

Rampenwinkel: 21,7°

Anhängelast maximal: 2.370 kg

Kraftstofftank: 60 Liter

AdBlue Tank: 15,7 Liter

Kraftstoffart: Diesel

Neupreis des Testwagens: ca. 54.280 Euro (Basispreis Limited ab 45.500Euro)

 

 

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