Die schlimmsten Verschleißteile am Auto

Damit Verschleißteile am Auto nicht unnötige Kosten verursachen, sollten Besitzer folgendes im Auge behalten.

Natürlich hält kein Auto ewig, doch mit einer regelmäßigen Wartung und Pflege kann man die Lebenszeit deutlich verlängern. Dazu gehört es, die schnell verschleißenden Teile im Auge zu behalten und bei Bedarf auch dann, wenn der TÜV noch nicht ansteht, kontrollieren zu lassen.

Das bedeutet nicht nur mehr Sicherheit für den Fahrer, es verhindert auch vermeidbare Schäden. Wir haben die wichtigsten Verschleißteile im Auto mal unter die Lupe genommen. Vorhang auf für die, die gerne mal Ärger machen!

Eines vorweg: Wer überlegt, sich aufgrund der aktuellen steuerlichen Erleichterungen und Vorteile ein Elektroauto zuzulegen, ist auch bei diesem Thema eindeutig im Vorteil. E-Autos haben weniger Verschleißteile als Wagen mit Verbrennungsmotoren, da die Technik völlig anders funktioniert.

Es gibt keine Verbrennung, keine Abgasanlage, keine Zündkerzen, keine Katalysatoren oder Einspritzventile… und was nicht vorhanden ist, kann auch nicht verschleißen. Das Fahrwerk und eingebaute Teile wie etwa die Stoßdämpfer sind hingegen den gleichen Abnutzungserscheinungen ausgesetzt wie bei normalen Autos. Bei denen gibt es aber wesentlich mehr, das sich einfach abnutzt, zum Beispiel:


Die Abgasanlage

Das ist vielleicht nicht das erste Teil, an das man beim Thema Verschleiß denkt, doch er steht ganz oben auf der Liste. Nach durchschnittlich 100.000 Kilometern ist Schluss mit lustig, es können sich Löcher bilden oder Teile lösen. Besonders teuer wird die Reparatur bei einem Doppelauspuff, ein defekter Kat ist allerdings noch teurer.


Die Abgasanlage – Versteckt im Unterboden integriert.




Die Reifen

Viele Fahrer wechseln zweimal im Jahr von Sommer- auf Winterreifen, und umgekehrt. Wird das in der Werkstatt gemacht, dann nimmt der Mechaniker die Reifen gleich unter die Lupe und empfiehlt neue, falls nötig. Hat man jedoch Allwetterreifen, die nur bei Abnutzung ausgetauscht werden müssen, dann sollte man diese gut im Auge behalten.

Der Reifenverschleiß kann zu Sicherheitsproblemen führen und eine übermäßige Abnutzung schadet auch dem Portemonnaie. Doch warum nutzen sich Reifen ab, was kann man tun, wenn das anscheinend viel zu schnell geht und worauf ist beim Thema Reifen noch zu achten? Bei Oponeo wird das Thema ausführlich behandelt.


Die Autobatterie

Oh Schreck, der Wagen geht nicht mehr an! Oft ist es nichts Schlimmes, sondern nur die Batterie. Man sagt, dass sie nach rund fünf Jahren das Ende ihrer Lebensdauer erreicht hat. Manchmal ist das jedoch schon wesentlich früher der Fall, was direkt mit dem Fahrverhalten zusammenhängt.


Die Batterie befindet sich wie wie auch hier oftmals im Kofferraum.



Fährt man bevorzugt Kurzstrecken, hat das Teil nämlich keine Chance, sich komplett aufzuladen und macht schon deutlich eher schlapp. Beschleunigt wird das Ganze durch viele elektrische Verbraucher im Wagen. Übrigens: Bei guter Pflege und regelmäßigem Nachladen könnte eine Batterie problemlos mehr als doppelt so lange halten!


Die Beleuchtung

Eigentlich keine große Sache, mal schnell eine Glühlampe am Wagen auszutauschen. Doch diese Zeiten sind vorbei, denn bei den modernen Modellen mit ihren Halogen-, Xenon, LED– oder Laserlichtern ist ein einfacher Wechsel nicht mehr möglich. Geht das Licht nicht mehr, steht ein Besuch in der Werkstatt an. Hier werden die Teile abmontiert, die am Zugriff der Leuchte hindern, und die Scheinwerfer werden gleich wieder richtig eingestellt.


Mit solchen LED-Flutern wird die Nacht zum Tage.




Die Stoßdämpfer

Die sogenannten Schwingungsdämpfer haben eine ganz unterschiedliche Lebensdauer, die von verschiedenen Faktoren abhängt. Fahrweise, üblicher Straßenbelag, Beladung, Fahrten über Streusalz und schmutzige Straßen: Je mehr Strapazen die Stoßdämpfer ausgesetzt sind, umso schneller geben sie den Geist auf und müssen ausgetauscht werden. Spätestens nach 75- 80.000 Kilometern sollten dieser Teile überprüft werden. Einen festen Intervall gibt es dafür nicht. Bei der nächsten Komponente ist das ganz anders!


Das Motoröl

In der Bedienungsanleitung jedes Wagens findet sich die Information, in welchem Intervall ein Ölwechsel vorgenommen werden muss. Oft soll das alle 30.000 Kilometer gemacht werden, manchmal auch erst nach 50.000 Kilometern. An diese Vorgaben sollte man sich halten. Wer seinen Ölwechsel nicht selbst macht, der kann auch selbst gekauftes Öl mit zur Werkstatt bringen. Hier lassen sich gut und gerne ein paar Euro sparen.


Getriebeöl und Bremsflüssigkeit

Diese beiden wichtigen Komponenten müssen vom Fachmann überprüft und gegebenenfalls ausgetauscht werden. Getriebeöl hält kein ganzes Autoleben, auch wenn das manchmal behauptet wird. Nach rund acht Jahren sollte es gewechselt werden, was bei einem Automatikgetriebe deutlich teurer ist. Hier wird doppelt so viel Öl benötigt.

Die Bremsflüssigkeit gehört ebenfalls in Expertenhände, viel zu groß ist die Gefahr, dass bei einem laienhaften Austausch etwas schiefgeht und die Bremsen nicht mehr funktionieren. Hier muss man alle zwei, spätestens drei Jahre aktiv werden, denn die Flüssigkeit kann sich verändern und hat dann nicht mehr die gewohnte Funktion. Der Wechsel, sofern nötig, dauert nur eine halbe Stunde und reißt kein großes Loch ins Portemonnaie.


Die Bremsen

Nicht starten zu können ist schlimm, nicht bremsen zu können ist viel schlimmer. Die Bremsen gehören zu den wichtigsten Teilen an einem Auto und nutzen sich unterschiedlich schnell ab. Es kommt ganz darauf an, wie und wo man in der Regel fährt und wie sie beansprucht werden. Bremsbeläge halten 20.000 bis 50.000 Kilometer durch, Bremsscheiben 90.00 bis 150.000 Kilometer. Die regelmäßige Kontrolle in der Werkstatt ist unerlässlich!


Bremsscheiben sollten sich wie hier ohne Rillen und Riefen zeigen.

Text: Maike Hennings / Fotos: NewCarz

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