Das eigene Auto im Web 2.0

Wer hat nicht schonmal davon geträumt, sein Auto per Handy bedienen zu können? Ob es darum geht, zu sehen wo man sein Auto geparkt hat, oder zu wissen wie viel Benzin noch im Tank ist, um direkt im Haus noch entscheiden zu können, ob sich eine Spritztour machen lässt.

Das und noch vieles mehr könnte bei erfolgreicher Finanzierung des neuen Projektes Moj.io möglich werden. Das Projekt verfolgt den Gedanken, durch ein kleines Dongle, das eine SIM Karte, einen Beschleunigungssensor und einen GPS Chip verbaut hat, die Daten des Autos via Mobilfunknetz an eine Cloud zu senden. Die Daten können dann über eine Smartphone App abgerufen werden.

Auch möglich wäre es, das Auto damit teilweise fernzusteuern. Nein, man kann nicht durch den Beschleunigungssensor mit dem Auto im Garten fahren, aber möglich wäre es, die Klimaanlage im Sommer zu einer gewissen Zeit zu aktivieren, um kurz vor einer geplanten Fahrt schon einmal für einen kühlen Innenraum zu sorgen. Gleiches gilt natürlich auch für die Aktivierung der Standheizung im Winter.

Einige dieser Dinge sind bereits bei BMW möglich: Mit BMW Remote bietet BMW einen eignen Dienst an, mit dem man per App auf seinem Smartphone sein Auto fernsteuern kann. Und dies geht sogar so weit, das man das Auto damit aufschließen, die Standheizung programmieren, sowie das Auto hupen lassen kann, um die Position im Parkplatzgewirr zu finden. Dieser Dienst ist jedoch nur in Kombination mit Connected Drive nutzbar, welches zum Auto per Antrag dazu bestellt werden kann. Bei Minimalausstattung ist der Dienst ein halbes Jahr lang kostenlos. Falls man zu seinem BMW das Navigationssystem Professional, den BMW Assist sowie die BMW online Funktion dazu kauft, erhält man 3 Jahre ab Kauf den Service umsonst. Danach verlangt BMW eine jährliche Gebühr von 250€.

Die Lösung des Moj.io Projekt wäre somit eine tolle Möglichkeit, auch andere Autos über sein Smartphone steuern zu können. Aktuell gibt es das Projekt nur in den USA, jedoch ist zu erwarten, dass es in absehbarer Zeit, falls es erfolgreich finanziert wird, auch in Deutschland erhältlich sein wird. Vielen Dank an Thomas Gigold für den Hinweis.

Schreibe einen Kommentar