Maserati Ghibli – Die Wiederauferstehung

Für jeden Automobilhersteller stellt es eine große Herausforderung dar, an eine Legende erfolgreich anzuknüpfen und diese sogar noch zu übertreffen und neu zu erschaffen. Maserati hat sich dem gestellt und eine Luxuslimousine geschaffen, den Maserati Ghibli.

Im Jahre 1966 begann der italienische Autohersteller Maserati mit dem Bau eines Sportwagens: Des Ghibli. Produziert wurde seine erste Auflage bis 1973, 19 Jahre später folgte der Ghibli II, der bis 1997 gebaut wurde. Nun wurde diese Sportwagenlegende erneut ins Leben zurückgerufen.

Foto: Maserati
Foto: Maserati

Der Name hat den gleichen Ursprung wie der des Scirocco aus dem Hause Volkswagen. „Ghibli“ ist ebenso wie ein „Sciricco“ ein heißer und schneller Wüstenwind in der Sahara.

Vergleicht man den Ghibli mit dem Quattroporte, auf dessen Basis er entworfen wurde, ist der Neuling deutlich aggressiver und weniger „ernst“ als der große Bruder. Die gesamte Karosserie ist verkürzt worden und ist mehr auf den Fahrspaß und Sportlichkeit ausgelegt. Er ist also eine gelungene Mischung aus dem Komfort und Luxus des Quattroporte und der aggressiven Dynamik des GranTurismo.

Ungewöhnlich ist, dass obwohl die Ghibli von 1966 und 1992 beides Coupés waren, dieses neue Modell dennoch ein Viertürer ist.

Foto: Maserati
Foto: Maserati

Im Innenraum findet man in der Mitte der Armaturen einen Bildschirm für Entertainment, darüber eine analoge Uhr, die dem Ganzen eine edle Optik verleiht. Das Interieur ist sehr schlicht gehalten und trotzdem erkennt man sportliche Formen, die einen an den „Großvater“ der Baureihe zurückdenken lassen.

Zum allerersten Mal in der Geschichte des italienischen Autobauers wird ein Dieselmotor verwendet. Genauer gesagt ein 3 Liter V6 Motor mit eingebautem Turbolader, der eine Leistung von 410 PS und 550 Newtonmeter maximalem Drehmoment erbringt. Dass hier auch Ferrari Hand anlegte, wird bei den Beschleunigungswerten deutlich: von 0 auf 100 sprintet der 1,7 Tonnen schwere Wagen in 4,8 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit wird bei 285 km/h liegen.

Das Achtgang-Automatikgetriebe sorgt für eine optimale Abstimmung auf eine sanfte oder auch eine sportliche Gangart.

Mehr als deutlich zielt Maserati mit diesem Modell auf die Oberklassefahrzeuge von BMW und Co. ab. Der Kaufpreis für den Ghibli soll um die 80.000€ betragen und damit den Konkurrenten Paroli bieten.

Quelle/Fotos: Maserati

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