Audi nanuk quattro concept: Freizeitauto der Superlative

Audi zeigt auf der IAA in Frankfurt am Main das Showcar Audi nanuk quattro concept.

Sein Mischkonzept soll die Dynamik eines Mittelmotorsportwagens vom Schlage eines R8 quattro nicht nur auf der Rennstrecke oder der Straße, sondern auch im Gelände zeigen. Audi sieht das Concept Car als vielseitiges Freizeitauto.  Der V10-Dieselmotor leistet dank Doppelturbo-Registeraufladung 400 kW/544 PS, soll aber bescheidene 7,8 Liter auf 100 Kilometern verbrauchen. Jedenfalls, solange die Beschleunigung  von 0 auf 100 km/h in 3,8 Sekunden und der Topspeed von 305 km/h nicht abgerufen werden. Die Siebengang S tronic wurde verstärkt, um das 1000 Nm Drehmoment (ab 1500/min) auf den eigens dafür ausgelegten quattro-Triebstrang zu übertragen.

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Die Form des 4,54 m langen, 1,99 m breiten und 1,34 m flachen Audi nanuk quattro concept entstand in Zusammenarbeit mit Italdesign Giugiaro.  Als tragende Karosseriestruktur dient ein Aluminiumrahmen,  Komponenten aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK) bilden die Außenhaut. An der Front des Showcars präsentiert sich der bekannte sechseckige Grill mit Aluminiumrahmen.

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Die Seitenansicht des Audi nanuk quattro concept wird von den Konturen der Kotflügel geprägt – vorn mit scharfe Kante, als Welle über den Hinterrädern gestaltet. Die hintere Säule des niedrigen Dachs verläuft flach in Richtung Heckpartie.

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Als technischen Höhepunkt feiern die Ingolstädter die Integrallenkung  des 22-Zoll-Fahrwerks. Die Allradlenkung kombiniert die Audi-Dynamiklenkung an der Vorderachse, die unter anderem im Kurvengrenzbereich stabilisierend eingreifen kann, mit einer zusätzlichen Lenkung für die Hinterräder. Dazu werden zwei aktive Spurstangen über Einzelsteller aktiviert.

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Bis zu mittleren Geschwindigkeiten  werden die Hinterräder bis zu neun Grad entgegen den Vorderrädern eingeschlagen, um die Handlichkeit zu verbessern. Bei höherem Tempo schlägt das System die Hinterräder bis zu einem Winkel von 2,5 Grad in der gleichen Richtung wie die Vorderräder ein. Dadurch würde der Audi nanuk bei Ausweichmanövern und in schnellen Kurven „mit großer Gelassenheit“ reagieren.

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Gefedert wird  mithilfe des Elements Luft und elektronisch geregelter Dämpfer. Mit dieser weiter entwickelten „Audi aptive air suspension“ kann der Fahrende die Bodenfreiheit des Audi nanuk quattro concept manuell in drei Stufen anpassen – ausgehend vom Normalniveau um 30 Millimeter tiefer oder 40 Millimeter höher. Das System regelt aber auch das Niveau der Karosserie eigenständig. Dafür orientiert es sich am Tempo und den Daten des Navigationssystems. So  wird die Fuhre beim Abbiegen auf eine  unwegsame Strecke automatisch angehoben, auf der Autobahn hingegen abgesenkt.

Text: Fred Ascheberg / Bilder: Audi

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