Rallye-Spaß für die Straße: Subaru WRX STI

Subaru WRX STI! Ein riesiger Spoiler, goldene Felgen, eine Vierrohr-Auspuffanlage, eine Lufthutze auf der Motorhaube: Der Auftritt dieses Autos hat schon immer polarisiert. Man hasst ihn oder man liebt ihn, doch eines kann man dem Wagen aus Fernost nicht vorwerfen, er ist seiner Linie immer treu geblieben. Auch unter dem Blech bleibt vieles traditionell: Ein Boxer-Motor mit Turboaufladung, Allradantrieb, Leistung satt. Doch was ist hieran Evolution und was Revolution?

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Der typisch blaue Subaru WRX STI, spätestens seit dem Renn-Spiel „Collin McRae Rally“ auch bei uns geliebt und verehrt, feierte auf der diesjährigen North American International Auto Show – kurz NAIAS – in Detroit seine Premiere. Völlig unabhängig von seiner Verbreitung und seiner gesellschaftlichen Akzeptanz sprechen die Daten des Neulings eine eindeutige Sprache, die des Fahrspaßes. Der 2,5-Liter-Boxer leistet dank Turbolader 305 PS bei 6.000 U/min und sollte damit für ein breites Grinsen im Gesicht des Fahrers sorgen.

Das fahrdynamische Potential unterstreichen auch die Versteifung der Karosserie, eine Reduktion des Fahrzeuggewichts durch leichtere Karosserieteile sowie der Zuwachs am Radstand um 25 mm, der für noch bessere Handling-Eigenschaften und Geradeauslauf sorgen sollte. Andererseits führt dieser Zugewinn an Länge auch zu mehr Platz im Innenraum des Allradlers, aber welchen STI-Fahrer sollte man mit diesem Argument überzeugen?

NewCarz-Subaru-WRX-Detroit-NAIAS-051Viel überzeugender ist da die komplette Überarbeitung des manuellen Sechsgang-Getriebes bezüglich verbesserter Resonanz bei Schaltvorgängen. Hervorragend dazu passt auch das bewährte „Driver´s Control Center Differential“ (DCCD), das eine individuelle Auswahl beim Charakter des Mitteldifferentials zulässt, damit sich die 18-Zöller im 245/40er-Format optimal mit dem Untergrund verzahnen können. Dieser kann auch gerne eine Rennstrecke sein, da das an den Rally-Sport angelehnte Fahrzeug auf dem Nürburgring ausgiebig getestet wurde.

Optisch basiert der STI auf der WRX-Basis, versäumt es aber natürlich nicht auf seinen sportlichen Habitus gezielt hinzuweisen. Erwähnt seien der markentypische Hexagonalgrill mit STI-Logo an der mit neu gestalteten Scheinwerfern bullig auftretenden Front. Über akzentuierte Lufteinlässe und kraftvolle Seitenschweller geht es zum Heck, wo eine Heckschürze mit Diffusor, eine Vierrohr-Duplex-Abgasanlage, sowie der typische Heckklappen-Spoiler für Wiedererkennungswert und Anpressdruck sorgen.

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Sportlichkeit wird auch im Interieur groß geschrieben. Hier stechen das an ein Flugzeug-Cockpit erinnernde Armaturenbrett, die famosen und reichlich Seitenhalt bietenden Sportsitze und ein neu gestaltetes „D“-förmiges Lenkrad mit optimalem Grip besonders hervor. Richtig hochwertig wird es mit den Carbon-Türverkleidungen und Metallelementen an Dashboard und Armaturen.

Um die eingangs gestellte Frage wieder aufzugreifen: Revolutionär ist der neue Sportsfreund allerhöchstens in Bezug auf seine gesteigerte Alltagstauglichkeit, was größere Türausschnitte, verbesserte Rundumsicht etc. betrifft. Doch den wahren Fan und Enthusiasten begeistert man mit der Konzepttreue zum Boxer-Motor und der Nähe zum Rennsport, womit der Hersteller wieder ein mal voll ins Schwarze getroffen haben sollte. Dementsprechend ist auch die neueste Version des WRX STI ein adäquater Nachkomme in der Subaru-Geschichte.

Bilder: Mikhail Bievetskiy / NewCarz

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