Vorstellung: Das neue Audi TT Coupé – Evolution statt Revolution?

Auf dem Genfer Autosalon präsentiert Audi gleich zwei große Neuheiten: Der TT und der TTS feiern ihre Weltpremiere. Auch bei der dritten Generation geizten die Designer nicht mit emotionalem Design und dynamischen Potential, das vom innovativen Antriebs- und Bedienkonzepten erweitert wird.

Exterieur und Design

Das Design des kecken Ingolstädters ist dominiert von der Horizontalen. Dies findet Ausdruck im flach stehenden Single-Frame-Grill, der die Front zusätzlich mit seiner Breite betont. Vom Grill ausgehend charakterisieren scharfe v-förmige Konturen den Look des Vorderwagens. Zusammen mit den flachen Scheinwerfern entstand so ein aggressiver Blick, der durch die serienmäßige XenonPlus-Einheit noch unterstrichen wird. Optional sind Matrix-LED-Scheinwerfer erhältlich, die die Optik nochmals dramatisieren.

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Diese Scheinwerfer bestehen aus 12 LEDs und bringen eine weitere Innovation beim LED-Lichteinsatz mit sich: Das Blicklicht wischt in die Richtung, in die der Fahrer steuert. Zusätzlich kann der Lichtkegel über einen Navigationsabgleich bereits im Vorfeld – vor dem Lenkeinschlag – die Kurven ausleuchten.

Die Seitenlinie zeichnet sich durch die straffe und muskulöse Tornado-Line aus, womit der TT geduckt und angriffslustig auf der Straße steht; bereit den Asphalt zu verschlingen. Dabei behielt das neue Modell die Länge des Vorgängers nahezu bei, legte beim Radstand aber satte 37mm zu. Zusammen mit den kurzen Überhängen entsteht so ein breites Auftreten.

Das Heck ist ebenfalls gekennzeichnet von der horizontalen Ausrichtung, das im Zusammenspiel mit den LED-Rückleuchten einen wahren Blickfang gibt. Auch bei der neuen Generation verzichtet Audi nicht auf einen ausfahrbaren Heckspoiler, der  –  untermalt von der schmalen dritten Bremsleuchte – nicht nur das Design, sondern auch die Aerodynamik unterstützt. Den Abschluss bilden die runden Abgas-Endrohre, die eine Reminiszenz an den Ur-TT darstellen.

Interieur

Im Interieur entrümpelte Audi nochmals. War die Gestaltung beim Vorgänger schon aufgeräumt, darf das neue Cockpit als minimalistisch bezeichnet werden. Der zentrale MMI-Bildschirm in der Interieur-Mitte ist passé und wird vom Kombiinstrument, das den MMI-Screen beherbergt, abgelöst. Selbstredend ist Audi aber seiner Qualität in Sachen Haptik und Verarbeitung treu geblieben und genügt damit allerhöchsten Ansprühen.

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Das neue Bedienkonzept, wie wir bereits berichteten, ist der Dreh- und Angelpunkt des neuen TT. Der Fokus liegt auf dem Fahrer, der – optional – fast alle Funktionen vom Lenkrad aus steuern kann. Eine zweite Bedieneinheit befindet sich auf dem Mitteltunnel und steuert über zwei Kipptasten die Navigation, das Telefon, Radio und weitere Medien. Eine Erweiterung zum klassischen Dreh-/Drücksteller bietet das bekannte und ausgereifte Touchpad, über welches beispielsweise Adressen bequem via Handschrift eingegeben werden können. Der Aufbau des neuen MMI orientiert sich dabei an dem eines Smartphones: Alle Funktionen lassen sich direkt erreichen. Zusätzlich kann über eine Freitextsuche sofort losgeschrieben werden, ohne ein fixes Formular verwenden zu müssen.

Antriebe

Auch die neue Generation des TT wird ausschließlich von Vierzylinder-Motoren befeuert, die eine Leistungspanne von 184 bis 310 PS abdecken. Vom Start weg ist ein 2.0 TDI mit 184 Pferdestärken und 380 NM Drehmoment verfügbar, der das Coupé in 7,2 Sekunden auf Landstraßentempo befördert und erst bei 235km/h den Fahrtwiederständen erliegt.

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Das Benziner-Pendant bietet ebenfalls zwei Liter Hubraum, ist aber in zwei Leistungsstufen lieferbar. 230, respektive 310 PS werden von diesem Turbo-Motor bereitgestellt und führen zu sportwagenähnlichen Werten. Beiden gemein ist eine abgeriegelte Höchstgeschwindigkeit von 250km/h. Selbstverständlich ist für diese Aggregate auch ein DSG-Getriebe lieferbar, das die Gänge ohne Zugkraftunterbrechung wechselt.

Doch Audi würde seinem Namen nicht gerecht, wenn nicht auch der berühmte Allradantrieb Quattro verfügbar wäre. Der eigens für den TT konstruierte Antrieb arbeitet permanent und führt, je nach gewählter Abstimmung, der jeweiligen Achse mehr oder weniger Leistung zu. Nicht zuletzt ist der Allrad aber auch der Sicherheit dienlich und bietet ein besonders souveränes Fahrverhalten bei widrigen Fahrbahnbedingungen.

Fahrwerk/Lenkung

Das Hauptaugenmerk der Ingenieure lag auf der Weiterentwicklung des Magnetic Ride-Fahrwerks. Gegenüber dem Vorgänger wurden die Kennlinienspreizung, die Regeldynamik und die Bedienbarkeit weiter optimiert. So lässt sich der TT weiterhin in drei Stufen einstellen, bietet aber auf Tastendruck entweder noch mehr Fahrbahnkontakt oder Komfort.

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Nicht weniger beachtlich ist die serienmäßige Progressivlenkung: Die Zahnstange ist dabei so ausgelegt, dass die Übersetzung mit erhöhtem Lenkeinschlag direkter wird. Das Resultat ist eine gesteigerte Kurvenwilligkeit mit kleinen Lenkwinkeln bei gewohnter Präzision.

Der TT ist sich treu geblieben: Ein kompakter Sportwagen, der die Designsprache seiner Vorgänger aufgreift und in die Moderne führt. Mit dem revolutionären Bedienkonzept und der Modernisierung bei den Antrieben und beim Fahrwerk, ist der Ingolstädter bestens für einen neuen Produktlebenszyklus gerüstet.

Bilder: Audi Deutschland

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