NAIAS: Honda NSX – Es wird ernst

2012 präsentierten die Japaner die Studie, nun steht der Sportler mit dem gefürchteten Namen in Detroit auf den Brettern, die die Welt bedeuten und stellt sich fast ungeschminkt den Blicken des Publikums. Verändert hat sich nicht viel zur Studie, was wohl auf allgemeinen Anklang stoßen dürfte. Immerhin wurde der flache Zweisitzer mit spitzer Feder und gelungenen Proportionen entworfen.

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Ganz oben im Lastenheft stand ein optimaler Dreiklang aus Handling, Aerodynamik und Anpressdruck. Dass es die Japaner mit ihrem Willen zur Perfektion durchaus ernst meinen, zeigt der beschwerliche Werdegang der Flunder, der immer wieder auf die Nordschleife des Nürburgrings und sogar zu einem Brand führte, der das gesamte Fahrzeug zerstörte.

Doch bei Honda ließ man sich davon nicht entmutigen und stellte eine würdigen Nachfolger des legendären Honda NSX auf die Beine, der mit seinem schmucken Design gefällt. An der Front ist er von geradezu riesigen Lufteinlässen gekennzeichnet, die die Carbon-Keramik-Bremse an der Vorderache kühlen, den Luftwiderstand reduzieren aber gleichzeitig für einen hohen Anpressdruck sorgen. Wie ausgeklügelt die Aerodynamik tatsächlich ist, zeigt sich vielleicht besonders daran, dass die in den Radkästen aufgewirbelte Fahrtluft gezielt zu den hinteren Lufteinlässen geleitet wird, damit das potente V6-Aggregat im Heck mit genügend Frischluft versorgt wird. Darüber hinaus verfügt der NSX über eine frei schwebende C-Säule, die die restliche Fahrtluft zum Antrieb leitet. Ein Feature, das bereits von einem zukunftsweisenden Münchner Sportwagen bekannt ist.

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Im Innern erwartet die Passagiere – bei all der Sportlichkeit am Exterieur – ein wahrer Wellness-Tempel. Man sitzt – wie es sich für einen echten Sportler gehört – tief in den optimal ausgeformten Sportsitzen und blickt durch eine riesige Frontscheibe. State of the Art ist auch das vollkommen digital animierte Instrument hinter dem Lenkrad, das sich via Drehschalter den vier wählbaren Fahrmodi anpasst. Darunter befindet sich auch ein vollkommen elektrischer Modus, der bei niedrigen Geschwindigkeiten nahezu geräuschloses Fahren ermöglicht. Zusätzlich können aber auch Sport, Sport+ und Track ausgewählt werden, damit der Sportler auch seinem Look und seinen Wurzeln nachkommen kann. Damit aber richtige Wohlfühl-Atmosphäre aufkommt, wurden der Armaturenträger mit viel Leder und Alcantara bezogen.

Für die Kraftübertragung soll ein Doppelkupplungsgetriebe mit neun Gängen sorgen, das über eine Launch-Control und Schaltpaddel hinter dem Lenkrad verfügt. Doch das ist neben der Angabe, dass dieses Fahrzeug mit einem V6 sowie einem Hybridsystem auf den Markt kommen wird, bislang die einzige Information, die man über die Technik unter dem wohl geformten Blechkleid bekommt. Honda spannt seine Kunden also noch etwas auf die Folter, nimmt Bestellungen in den USA aber schon ab Sommer 2015 entgegen.

Bilder: NewCarz

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