Ferrari 488 Spider – ein Allrounder dank Hardtop

Sie gelten als Allrounder: Cabrios mit Hardtop. Auch der neue Ferrari 488 Spider bekommt eins.

Zwar ist er kein Alltagsauto, aber schaden kann diese Dachkonstruktion sicherlich nicht. Wir beleuchten das Design und die positiven Eigenschaften des Hardtops.

Oftmals ist es so, dass Cabriolets mit Hardtop der Linienführung eines Autos nicht gut tun. Die Heckpartie schwillt an und gestaltet sich mit einem hohen Kofferraumdeckel unansehnlich. Zumindest ist dies das Bild, dass sich uns bei den Versuchen zahlreicher Hersteller in der Vergangenheit gezeichnet hat. Andererseits müssen die Technik und das Klappdach irgendwo verstaut werden.

Doch die Italiener vertrauen beim Ferrari 488 Spider auf eben jene Technik. Zurecht, wie man an den ersten Fotos, die wir bereits im Spotlight auf die technischen Daten gezeigt haben, erkennt. Der Mechanismus wurde sehr geschickt integriert und schafft es, dass die Heckpartie der des Coupés nahezu gleicht. Hier fiel besonders der Ferrari California auf, der mit einem ausladenden Heckdeckel vorfährt.

Doch nicht nur die Optik profitiert, auch das Gewicht wurde mit der festen Konstruktion gesenkt. Der Ferrari 488 Spider spart gegenüber einer Version mit Stoffverdeck rund 25 Kilogramm ein. Dass solch eine Variante einen besonderen Namen benötigt, liegt auf der Hand. Bei Ferrari spricht man von „Rectangle Hard Top“ oder kurz „RHT“.

Es öffnet innerhalb von 14 Sekunden und bietet so die Möglichkeit, auch bei einem sehr kurzen Ampelstopp das Verdeck zu betätigen. So kann ein schneller Regenschauer nicht mehr zum Schrecken für das noble Interieur oder die Häupter der Insassen werden.

Natürlich benötigt ein Cabriolet Versteifungen am Chassis. Durch den Wegfall des Dachs ist die Konstruktion anfällig für Verwindungen und muss unterstützt werden. Doch die Italiener waren eifrig in der Entwicklung und konnten die Performance gegenüber dem Vorgänger um 23% steigern. Verantwortlich dafür ist ein spezielles Alu-Spaceframe, das für mehr Steifigkeit sorgt.

All das hat seinen Preis. Der Ferrari 488 Spider dürfte für mindestens 220.000 € aus dem Showroom fahren. Aber es war noch nie ein billiges Vergnügen, einen Ferrari zu fahren. Unsere Empfehlung dazu: am besten in rot bestellen, damit man der Tradition treu bleibt. Ein Zweiter der Vielfalt wegen, wäre eventuell etwas teuer.

Fotos/Quelle: Ferrari

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