Mazda MX5 – Mehr Roadster braucht kein Mensch

Mazda MX5

Eine Stil-Ikone ist er schon immer gewesen – der Mazda MX5. In der nunmehr vierten Generation bringt der Roadster alles mit, um diesen Ruf wiederholt gerecht zu werden. Dennoch wirkt er reifer, ja vollendeter als seine Vorgänger. Ein scharfer Blick aus verkniffenen Augen gepaart mit dem großzügig dimensionierten Frontgrill signalisieren eine gewisse Strenge, gepaart mit Souveränität und Selbstbewusstsein.  Die Linienführung des KODO-Designs scheint mittels einem magischen Handstreich entstanden zu sein, so vollendet und aus einem Guss wirkt dieser Roadster. Die pausbackenen, angeschwollenen Kotflügel erwecken Retroambitionen und bescheren dem Roadster breite Schultern. Das Heck besticht durch ein sauberes Finish. Auch wenn die Rückleuchten ein bisschen an Jaguar erinnern, so wirkt es eigenständig und strahlt den notwendigen Wiedererkennungswert aus.

Mazda MX5 Heck
Die eigenständige Heckansicht ist beim MX5 in vierter Generation gelungen.

Das Interieur wirkt dank dem Einsatz von Alcantara und Nähten in Akzentfarbe angenehm ansprechend. Die Sitzposition ist sehr gut. Das Lenkrad liegt gut in der Hand, würde uns aber mit einem abgeflachten unteren Teil besser gefallen. Die Sitzverstellung funktioniert bei den auf der IAA ausgestellten Modellen mechanisch. Die Rücklehne muss mittels einer Hebelraste stückweise verstellt werden, was ein wenig fummelig wirkt. Das Bedienelement für die Navigation und Bordcomputer sitzt in der Mittelkonsole, leider genau da, wo der rechte Arm zwischen den Schaltvorgängen verweilt. Dabei kann es mitunter zu unfreiwilliger Bedienung der Drucktasten des Knopfes kommen, wodurch man ohne dies zu wollen, das Bordmenü bemüht.

Mazda MX5 Interieur

Was uns sehr gefiel, war das mechanische Öffnen und Schließen des Stoffverdecks – mit einer Hand. Es genügt jeweils ein Griff zum Öffnen oder Schließen, wenn man dies zwei Mal gemacht hat, gelingt das ohne Hinsehen und auch während der Fahrt – natürlich bei geringeren Geschwindigkeiten. In jedem Fall ist man um ein vielfaches schneller dabei, als bei jedem elektrisch betriebenen Pendant.

Mazda MX5 Front

Eine Gewichtsverteilung von 50:50 sowie Heckantrieb versprechen viel Fahrspaß.  Insgesamt hinterlässt der Mazda MX5 einen sehr guten  ersten Eindruck und besticht in dieser Klasse mit einem unerreichtem Preis-Leistungsverhältnis. Der Roadster ist in der Prime-Line bereits ab 22.900 Euro zu bekommen.

Fotos/Text: NewCarz

 

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