Lamborghini Huracán – 5 statt 10

Nach knapp zwei Jahren überarbeiten die Italiener ihren Einstiegssportwagen in dezentem Maße. Einige technische Neuerungen sind dabei aber nicht zu verachten.

2014 wurde der Lamborghini Huracán auf den Markt gebracht. Ausgestatt mit einem V10-Saugmotor ohne Turbo oder Kompressor leistet er satte 610 PS und schickt maximal 560 Newtonmeter an alle vier Räder. Das sorgt für eine Beschleunigung von null auf 100 km/h in 3,2 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit, die Lamborghini mit >325 km/h angibt.

 

Gleiche Leistung, weniger Verbrauch

Wer jetzt erwartet, dass die überarbeitete Version mit noch mehr Leistung aufwartet, muss leider enttäuscht werden. Die Leistungsdaten bleiben die gleichen und auch der V10 bleibt implantiert. Die technischen Änderungen beschränken sich in erster Linie auf die Effizienz. So gibt es den Huracán jetzt serienmäßig mit einer Zylinderabschaltung. Das heißt: Wird beispielsweise innerorts oder beim gemütlichen Cruisen auf der Landstraße nicht die volle Leistung benötigt, so schalten sich für den Fahrer unmerklich fünf der zehn Zylinder ab. Das senkt im Ergebnis den Verbrauch um einen halben Liter und den Schadstoffausstoß auf 283 Gramm pro Kilometer. Wird wieder die volle Leistung gebraucht – zum Beispiel bei einem Überholvorgang – so schalten sich innerhalb von Sekundenbruchteilen die im Ruhemodus befindlichen, weiteren fünf Zylinder wieder zu und die volle Motorleistung steht zur Verfügung. Das ganze soll laut Lamborghini nahtlos funktionieren, sodass der Fahrer von Ab- beziehungsweise Zuschaltung von Zylindern nichts mitbekommt.

Des Weiteren wurde der Allradantrieb überarbeitet, wovon insbesondere der „Strada“-Modus durch ein neutraleres Fahrverhalten profitiert.

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Gib mir fünf – Künftig ist der Huracán bei Teillast mit fünf statt zehn Zylindern unterwegs

 

„Ad Personam“ – Lamborghini nach Maß

Die restlichen Änderungen sind dagegen optischer Natur. So wurde das Spektrum an Farben für den Lack und den Innenraum erweitert, serienmäßig befinden sich im Interieur nun einige Lederapplikationen – unter anderem an den Türgriffen – und die Gehäuse der Belüftungsdüsen sind mattschwarz lackiert. Lamborghini bietet den Kunden darüber hinaus das „Ad Personam“ Programm an, mit welchem diese ihren künftigen Stier nach persönlichen Wünschen umfangreich individualisieren können. Dieses Programm bietet für das kommende Modelljahr nun noch mehr Gestaltungsmöglichkeiten.

So kann der Kunde seinen Lamborghini Huracán fast vollständig personalisieren, angefangen beim Wunschinterieur bis hin zur historischen Lackfarbe.

Zusätzlich gibt es jetzt ein Soundsystem der – unter Lamborghini-Fans bekannten – Marke Sensonum mit zehn Lautsprechern und 390 Watt Gesamtleistung. Wer lieber den Sound des Zehn-Mann-Orchesters genießen will, der sollte die optional erhältliche Sportabgasanlage mitbestellen. Diese bietet neben einem gänsehauterregenden Sound auch eine schicke Optik in Hochglanz schwarz.

 

Illuminiertes Triebwerk

Den Lamborghini Huracán gibt es ab dem neuen Modelljahr mit einer transparenten Motorhaube. Diese lässt einen Blick auf die zehnzylindrige „Bella Macchina“ zu, die parallel von einigen LEDs illuminiert und in Szene gesetzt wird. Um auch das „Setting“ angemessen zu gestalten, besteht die Motorraumauskleidung auf Wunsch aus Karbon, was auf den Betrachter – insbesondere bei Dunkelheit – fast schon episch wirkt.

Damit auch der Komfort nicht zu kurz kommt, gibt es für den Huracán künftig ein Tempomat und ein Reisepaket als Sonderausstattung. Letzteres umfasst neben zusätzlichen Netzen zum Verstauen von Gegenständen, auch eine 12 Volt Steckdose und einen Getränkehalter. Das mag im ersten Moment banal klingen, sollte man jedoch erwägen, mit dem italienischen Stier auf Reisen zu gehen, erweisen sich diese kleinen Gimmicks als durchaus nützlich.

Preislich ändert sich – genau wie leistungstechnisch – nichts. Nach wie vor ist der Lamborghini Huracán zu einem Grundpreis von 201.705 Euro für das Coupé und 221.875 Euro für den offenen Huracán Spyder erhältlich.

Text: NewCarz / Fotos: Lamborghini

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