Doppelpremiere: Kia ProCeed und Kia Ceed GT

Kia ProCeed Weltpremiere

Das Geheimrezept trägt diesen Namen: Shooting Brake – Wir werfen einen ersten Blick auf den neuen Kia ProCeed und den neuen Kia Ceed GT, die am 13. September 2018 den Medien vorgestellt wurden.

Ihr Publikumsdebüt feiert das neue Team auf dem Pariser Autosalon Anfang Oktober. 2013 wurden die leistungsstarken Kompaktmodelle Kia cee´d GT sowie die dreitürige Variante pro_cee´d GT eingeführt – die komplizierte Schreibweise ist Geschichte, aber die Message bleibt.

 

Kia ProCeed Barcelona
Willkommen, neuer Shooting-Brake! Der Kia ProCeed schreibt Kia-Geschichte.

 

Sportiv, dynamisch und innen hochwertig sowie durchdacht soll der Nachfolger sein – Bühne frei für den neuen ProCeed und den neuen Ceed GT.

 

Exterieur des Kia ProCeed GT – Design made in Germany

Beim Blick in den Rückspiegel dürften bei den anderen Verkehrsteilnehmern keine Zweifel aufkommen – Der gefeierte Neuzugang der Kia-Riege verfügt über alle Merkmale der neuen Ceed-Familie.

Die Tigernose des gezeigten ProCeed wird in einem markanten Rahmen gefasst und offenbart ein sportives Gitter mit einer unique gezeichneten Wabenformation und einem GT-Logo. Der untere Lufteinlass des GT wurde in der Dimension maximiert, um den Dynamikfaktor in die Höhe schnellen zu lassen.

 

Kia ProCeed premiere
Konform, aber einzigartig – Das Antlitz spricht die Sprache eines „Freiräumers“.

 

Eine recht ausgeprägte Spoilerlippe und seitliche Lufteinlässe in hochglänzendem Schwarz sowie Chromglanz dienen der Beweisführung einer sportiven Attitüde. Einzigartig ist der Strich des Blinklichtes, der zusammen mit dem 4-Punkt-Tagfahrlicht eine sehr einprägsame Lichtsignatur erschafft.

 

Kia ProCeed Shooting Brake
Ein Shooting-Brake der Kompaktklasse – ein Novum.

 

Die Seitenlinie ist das eigentliche Highlight: In klassischer Shooting Brake-Manier neigt sich die Dachlinie des kompakten Kombis, um die angestaubte Optik eines Pragmatikers, des Familienkombis, zu „emotionalisieren“. Ein lobenswerter Schachzug des Maestros am Zeichenbrett. Federführend sind der Chefdesigner Peter Schreyer und sein Team, die uns bereits mit der Kreierung des Kia Stingers begeisterten.

 

Kia Pro Ceed GT
Sieht nach mehr als 204 PS aus – der neue GT.

 

Der neue ProCeed präsentiert eine abfallende Dachlinie sowie eine extrem stark geneigte Heckscheibe, die ihm das Prädikat „outstanding“ verleihen.

Dass der Blick aufs Heck der Seitenansicht ein klein wenig an einen Zuffenhausener erinnert, gefällt uns. Genau wie die mit feurigem Rot betonten und breit ausgestellten Schweller, welche von sehr schicken Rädern in 18 Zoll flankiert werden. Deren Highlight ist der rote Ring um das zentrale Kia-Emblem – Perfekt.

 

Kia ProCeed
Je ne parle pas … Vierzylinder – Spricht gekonnt die Sprache eines Leistungssportlers.

 

Die Ausführung des GT Line wird auf 17 oder 18 Zoll messenden Rädern vorrollen, während der GT serienmäßig mit 18 Zoll aufwartet. Wenngleich die Fenster keine LED-Lichtleiste erhalten haben – wie wir es noch beim Concept Car 2017 sahen – weisen sie dessen charismatische Form auf.

Deren Strich berührt ebenso fast die Linie des Hecklichts. Ein feines Detail der C-Säule, das es in die Serienreife geschafft hat ist die haiflossenförmige Chromapplikation der Studie.

 

Kia ProCeed Exterieur
Das Kia-Designteam weiß, was die Menschen sehen wollen – Stylishe Details in Chrom.

 

Stilprägend ist die Heckansicht – Die Bühne für den Auftritt der durchgehenden, roten Lichtleiste und der unverkennbaren Lichtsignatur, deren Strich ganz klar die Schokoladenseite repräsentiert. Da wird das Team aus markant skizzierten, chromglänzenden Endrohrblenden samt sportiven Reflektoren zum Nebendarsteller.

 

Zügelnd – Breite Blenden und ein Diffusor mahnen den Hintermann, Respekt zu zeigen.

 

Und das, obwohl der Anblick des Diffusors manch drängelndem Hintermann von dem reflexartigen Griff zur Lichthupe abhalten kann. Der neue Kia ProCeed kann in zehn Lackierungen bestellt werden.

Als erster fünftüriger Shooting Brake der Kompaktklasse setzt der Kia ProCeed ein Statement ohne die Aspekte zu vernachlässigen, auf die Familienväter und -mütter besonders Wert legen: Einen 594 Liter fassenden Kofferraum.

 

Interieur – Sportiv-stylish

Der Star des Interieurs ist das GT- Sportlenkrad und die Sitze, die in ein Kia-typisch durchdacht-geradliniges Ambiente ohne großes Tam Tam integriert werden.

Viele Oberflächen sind in einer Soft Touch-Variante ausgeführt, viel Hochglanzschwarz umgarnt den Blick während der optionale 8-Zoll-Touchscreen wie eine massive Gebirgsfront wirkt.

 

Kia ProCeed Infotainment
Big Screen – Acht Zoll misst der optionale Infotainment-Tempel mit Apple Carplay und Co.

 

Ein 7-Zoll-Audiosystem gehört zum serienmäßigen Infotainmentsystem und steht für die zentrale Bedeutung des Infotainments bei neuen Kia-Modellen.

Ein schwarzer Dachhimmel, Metall-Einstiegsleisten und Sitze mit GT-Logo sowie eine omnipräsente Akzentuierung mit roter Ziernaht untermauern optisch den Status eines rassigen Sportlers.

 

Sportsitze Kia Pro Ceed
Alle Must-Haves eines rassigen Sportlers sind an Bord des GT.

 

Die Sportsitze des GT verfügen über eine Leder-Veloursleder-Kombination und sind mit ausgeprägten und straff gepolsterten Seitenwangen gesegnet worden. Im Zusammenspiel mit dem Velours tragen diese für einen guten Seitenhalt Sorge.

 

Kia ProCeed Kofferraum
Reichlich Platz – Ein Schienensystem ist optional erhältlich.

 

Der Kofferraum offeriert ein Volumen von 594 Litern und liegt somit nah am Wert des Sportwagen mit beachtlichen 635 Litern. Das Schienensystem des vorgeführten ProCeeds und dessen elektrische Heckklappe gehören nicht zum Serienportfolio.

 

Motorenpalette des neuen Kia ProCeed

Kommen wir vorab zum Fahrwerk: Der Kia ProCeed wurde spezifisch abgestimmt, um eine betont dynamische Charakteristik an den Tag zu legen. Das Ziel war, eine Symbiose aus Kurvenkontrolle, Feedback und Reisekomfort mit einem hohen Maß an Fahrstabilität zu verzahnen, sodass die Gran Tourer-Karosserie kein rein optisches Versprechen bleibt. Nur ein Fahrtest kann zeigen, ob sich dieses bewahrheitet.

 

Kia Motorraum
Zwangsbeatmung – Alle Motoren erhalten Turbolader.

 

Auf technischer Seite sind Systeme wie eine bremsbasierte Drehmomentoptimierung zur Reduktion des Untersteuerns in Kurvenfahrten und eine Gegenlenkunterstützung integriert worden.

Kommen wir zu den Motoren: Für den Kia ProCeed werden zwei Turbobenziner und ein Turbodiesel angeboten, welche der Euro 6d TEMP-Norm entsprechen. Der 1.4 T-GDI verfügt über eine Leistung von 140 PS, während der 1.6 CRDi 136 PS offeriert.

Der ProCeed GT und der neue Ceed GT werden mittels eines 204 PS starken T-GDI, turboaufgeladenen 1.6-Liter-Benzindirekteinspritzers angetrieben. Dessen Drehmoment von 265 Nm liegen fast im gesamten Drehzahlbereich zwischen 1.500 und 4.500 U/min an.

 

Kia Ceed Gt
Böser Blick – Der Ceed GT im Ambiente des Hafens von Barcelona.

 

Erstmals bietet Kia ein DCT7 für die sportliche Riege der Ceed-Familie an – Hier gehört ein Drive Mode Select mit einem Sportmodus selbstverständlich zum guten Ton.

Der ProCeed GT Line kann entweder mit einem 1.4-Liter-Turbobenziner T-GDI mit 140 PS und 242 Nm oder einem U3-Diesel mit 1.6 Litern Hubraum und 136 PS Leitung konfiguriert werden. Übersetzt wird standardmäßig per Sechsgang-Schaltgetriebe – optional ist für beide Varianten auch ein Doppelkupplungsgetriebe erhältlich.

 

Kia Ceed GT – Geschärfte Version

Wie der ProCeed GT, verfügt auch der Ceed GT über den 204 PS-starken 1.6 T-GDI. Anders als beim Vorgänger ist nun die Kombination mit dem DCT7 möglich.

 

Kia Ceed Gt
Rot und Weiß – Die feurige Nuance setzt vielversprechende Akzente.

 

Steuern lässt sich dies nun auch mittels neuer Leichtmetall-Schaltwippen am Sportlenkrad. Das neu abgestimmte Fahrwerk erlaubt höhere Kurvengeschwindigkeiten, während ein elektronischer Soundgenerator und eine Auspuffanlage mit Abgasklappensystem genau das Motorsound-Erlebnis prophezeien, dass unseren Alltag versüßt.

 

Kia Ceed GT
Aus dem gleichen – sportiven – Holz geschnitzt wie der ProCeed GT.

 

In puncto Design wartet der neue Ceed GT mit Nova wie ausgeprägten Seitenschwellern, rot lackierte Bremssätteln sowie Details in Rot und Hochglanzschwarz auf, die ihn als die sportliche Speerspitze der Ceed-Riege markieren.

Eine leichte Reduktion der Bodenfreiheit und neue Sportsitze runden das Bild ab. Ein in der Höhe variabler Gepäckraumboden komplettiert das Angebot an Neuerungen.

 

Spektakulärer Auftritt – Kia PROCEED Concept

Gebührend wurde der Auftritt des futuristischen Concept Cars auf der letztjährigen IAA zelebriert. Wie ein Maßanzug wirkte die Shooting Brake Linie, welche ein Quantum Frische in die sonst recht gleichförmige Designlinie des kompakten Segments bringt. Unübersehbar stahl die Studie, getaucht in der Farbe brodelnden Lavasteins, den anderen Modellen die Show.

 

Kia PROCEED Concept Seite
Das Kia PROCEED Concept

 

Langgestreckt und flach präsentierte sich die Silhouette, um den sportiven und dynamischen Habitus des PROCEED Concepts auf die Spitze zu treiben. Als Highlight – im wahrsten Sinne des Wortes – fungiert eine strahlend weiß leuchtende Lichtleiste um die Fensterformation, die „Luminline“.

Da das Glas fast in der horizontalen Lichtleiste des Hecks mündet, scheint die C-Säule wie ausradiert zu sein. Hier, Ladies und Gentleman, präsentiert sich Future Design zum Greifen nahe – So nahe, dass man es vor seiner Garagentür stehen haben möchte. Tag und Nacht.

Weit ausgestellte Radhäuser und Raddimensionen, die kaum Raum für Luft und Zweifel lassen, gehören bei einem Rassesportler im Kompaktformat zum guten Ton. Zweifel an der Reisetauglichkeit und Performance? Wir haben keine, seit dem wir einmal vom Giftstachel infiziert wurden.

Das Concept-Ambiente des Interieurs umgarnte seine Passagiere mit der Farbe Rot, satinierten Oberflächen und Sitzbezügen, welche Fellstrukturen imitieren. Für die richtige Nuance eines Loungecharakters wurde die Luft mit bis zu drei Düften versetzt. Die Variante „Leder“ is der all time favourite, während der ölige Duft einer Garage und das Odeur von Treibstoff den Petrolheads besonders munden dürfte.

Nun, in puncto Interieur wurden keine Experimente dieser Art gewagt, aber das Exterieur der Studie zeigt mustergültig, wie viele Aspekte eines recht seriennahen Concepts tatsächlich ihren Weg aufs Band finden – und bald in die Garagen der Kunden.

Text/ Fotos: NewCarz

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