Zehn Alternativen zum BMW i3

Bild: BMW

Wir haben den BMW i3 von Anfang an begleitet. Kurz nach der Premiere gab es erste Angaben sowie den Verkaufspreis. Die Reaktionen darauf im Team hätten unterschiedlicher nicht sein können: die Einen fanden das Konzept interessant, andere fanden ihn einfach nur hässlich. Nach der Welt-Premiere waren wir uns dann schließlich einig: der BMW i3 ist vor allem pfiffig und schafft neue Arbeitsplätze. Leider ist er aber auch nicht billig, weshalb wir uns mal nach Alternativen umgeschaut haben. Ein Ratgeber für den umweltbewussten Autofahrer, der den Einstieg in die Elektromobilität sucht.

1.) smart ForTwo Electric Drive

smart electric driveFür rund 19.000€ kommt die elektrische Version des Smart ForTwo zum Händler. Das entspricht einem Aufpreis von rund 9.000€ gegenüber dem Verbrennungsmotor. Allerdings ist es mit der Anschaffung nicht getan: Weitere 65 Euro müssen monatlich für die Miete der Batterie bezahlt werden. Dafür ist die Wartung der Batterie inklusive. Wer eher an einem vollständigen Kauf interessiert ist, zahlt inklusive Batterie 23.680 Euro für das Coupé. Die Reichweite liegt laut Herstellerangabe bei 145 Kilometern.

Datenblatt: Maximale Leistung: 75 PS (55 kW), Dauerleistung 48 PS (35 kW), max. Drehmoment 130 Nm, VMax. 125 km/h, 0-100 km/h: 11,5 Sekunden

2.) Volkswagen e-Up!

Der neue Volkswagen e-up!Für den elektrischen Kleinstwagen up! werden 26.900 Euro fällig. Damit ist er knapp 17.000 Euro teuerer als der klassische up! Im Gegensatz zum smart wird keine Batteriemiete fällig. Äußerlich sind auch keine Unterschiede erkennbar im Vergleich zu seinem „kleinen Bruder“. Dafür soll laut Hersteller eine Reichweite von 160 Kilometern möglich sein. Damit sollte jeder Pendler zu seinem Arbeitsort kommen.

Datenblatt: Leistung 82 PS (60 kW), max. Drehmoment 210 Nm, VMax. 130 km/h, 0-100 km/h: 12,4 Sekunden

3.) Mercedes-Benz B-Klasse Electric Drive

Mercedes-Benz B-Class Electric Drive in New York 2013 (Word Premiere at NYIAS 2013)Im Frühjahr 2014 wird in den USA die Antwort von Daimler auf den BMW i3 kommen: die B-Klasse Electric Drive; in Deutschland ist hingegen vor Herbst nicht damit zu rechnen. Ein Range-Extender – wie beim i3 – wird allerdings nicht verfügbar sein. Dennoch soll man eine Reichweite von 200 Kilometern damit erreichen können. Zum Vergleich: die Münchener schaffen ebensfalls 200 Kilometer, wenn in ECO PRO+ unterwegs ist. Der genaue Preis ist bisher nicht bekannt, wird aber vermutlich knapp unter der 40.000 Euro-Grenze liegen.

Datenblatt: Leistung 177 PS (130 kW), max. Drehmoment 340 Nm, VMax. 160 km/h, 0-100 km/h: 7,9 Sekunden

4.) Nissan LEAF

Nissan LeafÄhnlich wie beim smart electric drive gibt es auch hier zwei verschiedene Preismodelle: der Basispreis des LEAF liegt bei 23.790€ sowie weiteren 79€ monatlich für die Batteriemiete. Alternativ kann man die Batterie mit dem Auto zusammen erwerben und muss dafür 29.690 Euro auf den Tisch legen. Die Reichweite wird mit 199 Kilometern beziffert. Einige Tests bewiesen, dass es keine zu großen Abweichungen von diesem Wert gibt.

Datenblatt: Leistung 109 PS (80 kW), max. Drehmoment 254 Nm, VMax 144 km/h, 0-100 km/h: 10,8 Sekunden

5.) Renault ZOE

Renault ZOE

Neben Fluence Z.E., Twizy und Kangoo Z.E ergänzt der ZOE das Quartett der Elektro-Fahrzeuge bei Renault. Preislich geht es ab 20.600 Euro los, jedoch wird auch hier eine Miete für die Batterie fällig. Diese liegt bei 79 Euro, sofern das Fahrzeug nicht mehr als 20.000 Kilometer pro Jahr bewegt wird. Ansonsten können Kosten bis zu 102 Euro fällig werden. Bei seiner Veröffentlichung gab es eine kleine Verschiebung: Ursprünglich wurde der elektrische Franzose für Mitte 2012 angekündigt, kam jedoch erst im Juni 2013 auf den Markt. Laut NEFZ-Norm seien dazu bis zu 210 Kilometer Reichweite möglich. Renault ist jedoch auch realistisch und rechnet mit einem Wert von rund 150 Kilometern im Sommer beziehungsweise 100 Kilometern im Winter. Nachteil: Die Z.E. Fahrzeuge werden nur in Verbindung mit einem Leasingvertrag für die Batterie verkauft und räumen keine vollständige Kaufoption ein.

Datenblatt: Leistung 88 PS (65 PS), max. Drehmoment 220 Nm, VMax 135 km/h, 0-100 km/h: 13,5 Sekunden

6. – 7.) Opel Ampera / Chevrolet Volt

Opel AmperaEs handelt sich bei diesem Auto (baugleich: Chevrolet Volt) nicht um ein reines Elektrofahrzeug, sondern um einen Hybriden bzw. EREV (Elektrofahrzeug mit Range Extender). Da der Preis für dieses Fahrzeug drastisch gesenkt wurde, um konkurrenzfähig zu bleiben, entschlossen wir uns, es in unsere Wertung aufzunehmen. Mit 38.300 Euro bekommt man eine vollwertige Limousine, die rund 80 Kilometer rein elektrisch zurücklegen kann. Mittels zusätzlichem Tank (35 Liter Inhalt) kann man mit diesem Auto eine maximale Reichweite von 500 Kilometern zurücklegen. Die Entrichtung einer Batteriemiete ist nicht vonnöten.

Datenblatt: Leistung 150 PS (111 kW), max. Drehmoment 370 Nm, VMax 161 km/h, 0-100 km/h: 9 Sekunden

7. – 9.) Citroen C-Zero / Mitsubishi i-MIEV / Peugeot iOn

Citroen C-ZeroDer Citroen C-Zero, Peugeot iON und Mitsubishi i-MIEV sind baugleich und werden jeweils unter einem anderen Label verkauft. Mit einer üppigen Sonderausstattung kommt der i-MIEV für 29.300 Euro daher und beinhaltet schon beheizbare Vordersitze, eine integrierte CD/MP3-Konfiguration sowie einer Fernbedienung zu Steuerung des Ladevorgangs/der Klimaanlage und weiteren Automobilfunktionen. Damit ist er für seine Größe nicht wirklich günstiger als die Konkurrenz und ist im Volkswagen e-up!-Segment einzuordnen. Ähnlich wie bei den Wolfsburgern ist eine Reichweite von rund 160 Kilometern laut NEFZ-Wert angegeben.

Datenblatt: Leistung 67 PS (49 kW), max. Drehmoment 180 Nm, VMax 130 km/h, 0-100 km/h: 13,5 Sekunden

10.) Renault Twizy

Renault-TwizyDer Twizy gehört zu den polarisierenden Kandidaten und ist die günstigste Alternative mit knapp 7.000 Euro. Sein Highlight sind ganz klar die Flügeltüren. Lowlight? Die fehlenden Seitenscheiben können bei Regen etwas unangenehm sein. Weiteres Lowlight? Wie beim ZOE auch, muss man einen Miet-/Leasingvertrag für die Batterie unterschreiben und kann ihn nicht „vollständig“ erwerben.

Das Fahrzeug wird in zwei verschiedenen Varianten angeboten: eine Version leistet 3 kW und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h; die andere schöpft aus 13 kW (18 PS) ganze 80 km/h. Somit dürfen dieses Fahrzeug (3 kW-Version) auch Jugendliche ab 16 Jahren mit dem Führerschein Klasse S fahren. Das Batterie-Leasing kostet 50 Euro (7500 Kilometer pro Jahr, 48 Monate Laufzeit) oder 62€ pro Monat (15.000 Kilometer). Mietet man den Akku einjährig an, werden 72 Euro monatlich fällig.

Datenblatt: Leistung 18 PS, max. Drehmoment 53 Nm, VMax 80 km/h, 0-100 km/h: nicht möglich

[alert alert_type=“info“ ]Datenblatt BMW i3 (ohne REX/Range Extender)

Länge x Breite x Höhe (m): 3,99 x 1,78 x 1,58
Motor: Hybrid-Synchronmotor (mit integrierter Leistungselektronik)
Leistung: 170 PS (125 kW)
Max. Drehmoment: 250 Nm
VMax: 150 km/h
0-100km/h: 7,2 Sek.
Reichweite: 200 Kilometer
Leergewicht / Zuladung: min. 1195 kg / max. 425 kg
Kofferraumvolumen: 260 – 1100 Liter
Preis: 34.950 Euro [/alert]

Zehn Argumente: BMW i3

Thomas Gigold berichtet in seinem Editorial von zehn Gründen für den Kauf eines BMW i3. Jens Stratmann hat sich hingegen mit den zehn Gründen gegen den Kauf beschäftigt. Bei Autogefühl hat  Thomas Majchrzak zehn Thesen zur Zukunft des BMW i3 zusammengetragen und wägt diese gegeneinander ab. Benny Hiltscher schaute sich auf Bimmertoday an, welche zehn Autos die Marke BMW verändert haben. Tom Schwede von 1300ccm blickt markenübergreifend auf zehn polarisierende Autos, die die Welt verändern sollten und vor die Wand fuhren.

Bilder: Hersteller

About Mikhail Bievetskiy

Mikhail Bievetskiy ist Gründer von NewCarz.de und war vorher bereits auf vielen anderen Magazinen und Blogs tätig. Er schreibt hier über das Thema Automotive und schildert seine Erfahrungen mit Fahrzeugen aller Art.

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