Bekannte Defekte an Autos und was dagegen zu tun ist

Bekannte Defekte

Die heutigen Autos sind allgemein zuverlässig und längst nicht mehr mit ihren Vorgängern zu vergleichen. Doch trotz aller Technik bleiben einige Macken gerne erhalten, so scheint es zumindest, wenn einmal bekannte Defekte im Detail angeschaut werden.

Das Problem der modernen Autos ist aber auch, dass die einfachsten Fehler nicht mehr schnell in Eigenregie behoben werden können. Dieser Artikel schaut sich besonders häufige Defekte einmal näher an.

Rang 5 – Klimatechnik

Damit sind alle Fehler rund um die Heizung, die Kühlung, aber auch die Klimaanlage gemeint. Je nachdem, wo sich der Fehler genau befindet, wird es rasch kritisch:

  • Heizung – wird der Wagen im Winter nicht warm, ist das zwar höchst unangenehm, aber kein Grund für einen Totalausfall. Dennoch sollte das Problem alsbald in einer Fachwerkstatt geprüft werden. Gegebenenfalls kann es auch ein beginnender Defekt am Kühlsystem sein. Besonders ärgerlich – und teuer – wird es auch, wenn die elektrische Scheibenheizung nicht funktioniert. Sind die Verbindungen und die Heizelemente in der Scheibe defekt, muss diese zumeist ausgetauscht werden.
  • Klimaanlage – auch hier sind Schäden ärgerlich, die Klimaanlage kann aber mitunter auch zu einer gesundheitlichen Gefährdung führen. Wenn sich in den Luftzuführungen oder am Wärmetauscher Schmutz und Feuchtigkeit sammelt und dieser anfängt zu vermodern, verteilen sich beim Anschalten des Gebläses die Schimmelsporen im Wagen.
  • Motorkühlung – funktioniert die Kühlung nicht, ist Eile und das sofortige Abschalten des Motors geboten. Anderenfalls kann der Motor überhitzen und Schaden nehmen. Sollte das Auto einen Turbolader besitzen, könnten noch Probleme mit dem Ladeluftkühler hinzukommen. Anzeichen wären mitunter eine verminderte Motorleistung, Klopfgeräusche und Ölverlust. In diesem Fall sollte schnell ein Wechsel erfolgen, damit der Turbolader keine Schäden nimmt.

Rang 4 – Generator und Co.

Laut der ADAC-Pannenstatistik sind 10,1 Prozent der Pannen Fehlern in folgenden Bereichen geschuldet:

  • Generator – erzeugt die Lichtmaschine keine Spannung, entleert sich die Batterie und wird nicht mehr aufgeladen
  • Anlasser – das fiese »Klacken«, wenn gestartet werden soll, ist vielen Menschen ein Begriff
  • Beleuchtung – ob Lampen, Kabel oder Sicherungen, eines der schlimmsten Erlebnisse von Autofahrern ist es, abends nach Hause zu wollen und plötzlich funktioniert keine einzige Leuchte mehr.
  • Verkabelung – dieser Fehler ist selbsterklärend. Marderschäden gehören übrigens auch mit dazu.

Bekannte Defekte an Scheinwerfern
Arbeiten an modernen Scheinwerfern mit Xenon & Co. sollten dem Fachmann überlassen werden.

Unter diesen Fehlern befinden sich schon einige, die bei älteren Autos noch mit ein wenig Wissen selbst behoben werden konnten. Wer die passenden Leuchten im Wagen hat, der konnte die Leuchtmittel durchaus eigenständig wechseln. Auch das Austauschen von Sicherungen war gut möglich. Bei den neuen Fahrzeugen ist es jedoch schwer, überhaupt an die entsprechenden Stellen heran zu gelangen.

Rang 3 – Pannen rund ums Fahren

Sie machen 14,3 Prozent aus. Unter diesen Punkt fallen sämtliche Fehler, die direkt oder indirekt mit dem Fahren an sich zusammenhängen:

  • Karosserie – Rost, Beulen oder Dellen, aber auch Lackschäden sind freilich ein Ärgernis, doch nutzt die Pannenstatistik nur echte Karosserieschäden, also Achsbrüche, Unfallschäden oder Durchrostung. In diesem Fall kann auch der durchgerostete und teilweise abgefallene Auspuff zur Karosserie gezählt werden.
  • Lenkung – der Ausfall der Servolenkung oder Probleme mit der Lenkmechanik gehören dazu.
  • Bremsen/Fahrwerk – diese Pannen sind selbsterklärend.

Dies sind zugleich Schäden, die eine sofortige Reparatur bedürfen, da im Pannenfall nicht weitergefahren werden darf.

Rang 2 – Motor

Hört ein Autobesitzer bereits das Wort »Motorprobleme«, weiß er, dass die Rechnung vermutlich höher ausfällt. Tatsächlich stehen auch heute noch Motorschäden durchaus für wirtschaftliche Totalschäden. Welche Probleme kann es geben?

  • Zündung – im simpelsten Fall ist es schlichtweg das Zündschloss oder der Zündknopf. Eventuell sind auch die Zündkerzen defekt. Erreicht man diese ohne spezielle Hilfsmittel, können sie selbst gewechselt werden.
  • Einspritzung – jeder Fehler an der Einspritzanlage kann teuer werden.
  • Motormanagement – darunter fällt relativ viel: Steuerung, Überwachung, aber auch Sicherheitskontrollen. Oft verschuldet hier die Elektronik den Fehler oder suggeriert aufgrund fehlerhafter Sensoren Defekte, die nicht vorhanden sind. Beispiel: Motorkontrollleuchte, die schon so manchen Autofahrer in den Schockzustand oder in die Verzweiflung geführt hat.
  • Motor – echte Defekte am oder im Motor sind, zu Recht, gefürchtet, weil oft mit horrenden Kosten verbunden.

Bekannte Defekte am Motor
Ist der Motor direkt der Pannenverursacher, wird es meist teuer.

Bekannte Defekte Rang 1 – Die Batterie

Laut dem ADAC entfallen die meisten Pannen, ganze 42 Prozent, auf Schäden an der Batterie. Das kann unterschiedliche Ursachen haben:

  • Alter – Autobatterien haben eine begrenzte Lebensdauer. Daher sollte spätestens nach zwei Jahren die Batterie zumindest vor dem Winter auf ihre Leistungsfähigkeit überprüft werden.
  • Batterietyp – Allgemein muss zudem darauf geachtet werden, um welche Variante einer Batterie es sich handelt. Ist sie wartungsfrei oder muss sie gewartet werden? Bei zu wartenden Batterien ist regelmäßig zu prüfen, ob der Akkusäurestand korrekt ist. Heutzutage gibt es allerdings fast nur noch wartungsfreie Batterietypen.
  • Verbindungen – Laufen die Kontakte aufgrund von Korrosion an, fließt der Strom nicht mehr richtig. Das kann auch dazu führen, dass die Lichtmaschine nicht genügend Ladestrom der Batterie zuführen kann. Eine Entladung der Batteie ist somit vorprogrammiert.
  • Missgeschicke – moderne Autos haben eine Abschaltautomatik für elektrische Verbraucher, doch nicht jedes Auto ist mit ihr versehen. Der Klassiker, das Licht anzulassen, ist auch heute noch ein echter Batterieschreck.

Bekannte Defekte an der Batterie
Moderne Batterien sind meist wartungsfrei. Eine regelmäßige Überprüfung ist dennoch ratsam.

Batterien leiden aber auch darunter, dass sie heute wesentlich mehr leisten müssen.  Das kommt vor allem durch den stetig wachsenden Elektronikanteil mit seinen diversen Steuergeräten sowie den vielen zusätzlichen Verbrauchern wie Sitz- und Lenkradheizung, um nur ein Beispiel zu nennen. Ist die Batterie neu oder wird das Auto überwiegend auf Langstrecke gefahren, ist das meist kein Problem. Bei Fahrzeugen, die oft Kurzstrecke gefahren werden, hingegen schon. Generell gilt:

  • Längere Strecken einbeziehen – das Auto sollte zwischendurch auch auf einer längeren Strecke bewegt werden. Ist dies nicht möglich, sollte die Batterie hin und wieder per Akkuladegerät geladen werden.
  • Startvorgang – Vor allem im Winter muss die Batterie beim Startvorgang Höchstleistungen vollbringen. Neben einer niedrigeren Kapazität der Batterie lässt sich der Motor bei niedrigen Temperaturen beim Anlassvorgang mit höherem Kraftaufwand in Bewegung setzen. Daher empfiehlt es sich, alle elektrischen Verbraucher erst nach dem erfolgreichen Startvorgang einzuschalten. Umso weniger Verbraucher die Batterie während des Startvorgangs zusätzlich versorgen muss, desto sicherer springt der Wagen an.

Fazit – alte und neue Probleme

In der Tat gibt es immer noch bekannte Defekte, die auch früher bereits bekannt waren. Die Batterie ist praktisch ein Klassiker, aber auch die Bremsen und die Lenkung zählen mit dazu. Mit den neuen Modellen kamen jedoch auch neue Fehlerquellen hinzu, welche bekannte Defekte durchaus alt aussehen lassen können. Vor allem die Elektronik – neue Automodelle sind mittlerweile fahrbare Computersysteme – kann Autofahrer zu häufigen Werkstattbesuchen zwingen, denn das eigenständige Fehlerauslesen oder gar das Beheben solcher, ist kaum noch möglich.

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1 comments

Mir gefällt dieser Artikel sehr, denn er vermittelt einen guten Überblick über die häufigsten Probleme am eigenen Auto. Selbst als Laie gewinnt man eine grobe Vorstellung von den einzelnen Gebieten. Ich habe auch schon einige Macken mit meinen vergangenen Autos erlebt, wie defekte Klimaanlage oder Scheibenwischermotor. Komischerweise passieren mir diese Ausfälle immer in den unpassendsten Situationen. So gab der Scheibenwischermotor mitten auf der Autobahn während Regen und Sturm seine Dienste auf. Meine Frau und ich werden diese Nacht niemals vergessen!

Neben Batterie und Motor machen für mich vor allem die Reifen eine sichere Fahrweise aus. Egal ob abgefahren oder schlichtweg zu alt, besonders gebrauchte Reifen müssen nach dem Kauf ausführlich kontrolliert werden. Als Autofahrer sollte einem auch die DOT-Nummer nicht unbekannt sein (Erklärungen gibts im Internet zu genüge, zum Beispiel hier: https://www.oponeo.de/blog/reifenalter-und-dot-nummer )

Macht weiter so!

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