Der Herrentag hat in Deutschland eine ganz eigene Tradition: Bollerwagen, gute Gesellschaft und oft auch das ein oder andere alkoholische Getränk.
Was als fröhlicher Ausflug beginnt, kann allerdings schnell kippen, wenn Mobilität und Alkohol zusammenkommen. Dieser Beitrag zeigt, warum es klüger ist, Auto und Fahrrad stehen zu lassen – und wie man den Tag trotzdem entspannt und unvergesslich gestalten kann.
Wir hatten dieses Thema bereits vor einigen Jahren auf dem Schirm. Doch eine Auffrischung dürfte nicht schaden.
Alkohol + Straßenverkehr = schlechte Idee
Viele unterschätzen, dass nicht nur Autofahren unter Alkoholeinfluss gefährlich und strafbar ist. Auch auf dem Fahrrad gelten klare Regeln:
- Auto: Bereits ab 0,5 Promille drohen Bußgelder, Punkte und Fahrverbot.
- Fahrrad: Ab 1,6 Promille gilt man als absolut fahruntüchtig – inklusive möglicher MPU („Idiotentest“).
- E-Scooter: Werden rechtlich wie Kraftfahrzeuge behandelt – hier gelten die gleichen Promillegrenzen wie beim Auto.


Neben den rechtlichen Konsequenzen ist das eigentliche Risiko viel greifbarer: verlangsamte Reaktion, falsche Einschätzung von Situationen und ein deutlich erhöhtes Unfallrisiko. Ein kurzer Moment Unachtsamkeit kann den ganzen Tag – oder mehr, sogar das ganze Leben – ruinieren. Übrigens: Fast alle Versicherungen stellen bei Fällen mit Alkohol im Spiel, schmerzhafte Regressansprüche, nicht selten die volle Schadenssumme.
Besser unterwegs: Die sicheren Alternativen
Der Herrentag muss keineswegs zum Stillstand werden – nur das eigene Lenkrad sollte Pause haben. Gute Alternativen sind:
- Öffentliche Verkehrsmittel: Bus und Bahn bringen euch entspannt ans Ziel – oft sogar in Gruppen günstiger.
- Zu Fuß gehen: Klingt simpel, ist aber oft die charmanteste Lösung. Gespräche, Natur und Bewegung inklusive. Doch Vorsicht, auch als Fußgänger gelten als Verkehrsteilnehmer Regeln!
- Mitfahrgelegenheiten mit nüchternem Fahrer: Vorab festlegen, wer fährt und konsequent alkoholfrei bleibt.
- Taxi oder Fahrdienste: Gerade in Städten problemlos verfügbar und eine sichere Rückkehr garantiert.

Herrentag neu gedacht: Vom „Vatertag“ zum Familientag
Der klassische Bollerwagen-Ausflug ist längst nicht mehr die einzige Option. Immer mehr Menschen nutzen den Tag bewusst anders:
Familienzeit statt Katerstimmung
- Gemeinsame Wanderungen oder Fahrradtouren (natürlich ohne Alkohol)
- Picknick im Grünen
- Ausflug zu Seen, Parks oder Tierparks

Genuss ohne Risiko
- Grillen im eigenen Garten oder bei Freunden
- Regionale Spezialitäten entdecken – auch alkoholfrei ein Genuss

Aktive Erlebnisse
- Minigolf, Kletterpark oder Kanutour
- Spiele im Freien statt Kneipentour
Der Tag gewinnt dadurch eine ganz neue Qualität: weniger Risiko, mehr echte Erinnerungen.

Ein einfacher Grundsatz
Man kann es auf eine einfache Formel bringen: Wer trinken möchte, lässt Fahrzeuge stehen.
Das gilt unabhängig davon, ob es sich um ein Auto, Fahrrad oder E-Scooter handelt.
NewCarz meint dazu:
Der Herrentag bleibt ein Tag der Freiheit – aber Freiheit bedeutet auch Verantwortung. Wer auf Auto und Fahrrad verzichtet, wenn Alkohol im Spiel ist, schützt nicht nur sich selbst, sondern auch andere. Und ganz nebenbei eröffnet sich die Chance, den Tag neu zu entdecken: entspannter, bewusster und vielleicht sogar schöner als je zuvor. Wir verzichten an diesem Tag auch auf Testfahrten. Nicht weil wir trinken möchten, sondern weil wir – trotz aller Vorsorge – davon ausgehen, dass es vereinzelt schwarze Schafe gibt, die es dennoch nicht lassen können. Durch dieses erhöhte Risiko, bleiben Testwagen und eigene Fahrzeuge an diesem Tag in der Garage.
NewCarz wünscht allen (nicht nur den Männern) einen wunderschönen Feiertag!
Text: NewCarz
Fotoquellen in Reihenfolge von oben nach unten:
1. Einzelbild (Titelbild): Foto von Steve DiMatteo auf Unsplash
Galerie: 1. Foto von Lawrence Krowdeed auf Unsplash / 2. Foto von Josh Sonnenberg auf Unsplash
2. Einzelbild: Foto von Mika Baumeister auf Unsplash
3. Einzelbild: Foto von Jessica Rockowitz auf Unsplash
4. Einzelbild: Foto von Nick Night auf Unsplash
5. Einzelbild: Foto von Martin Magnemyr auf Unsplash

Unser Chefredakteur erstellt seit 2015 schwerpunktmäßig Fahrberichte und testet alle Fahrzeuge akribisch – mit Liebe zum Detail – auf Herz und Nieren. Dabei entgeht ihm nichts. Seine Objektivität bewahrt er dabei kompromisslos. Robertos Spezialgebiete sind neben SUVs und Kombis die alternativen Antriebskonzepte. Sein Herz schlägt aber auch gern im V8-Takt.
