Mercedes Benz hört auf Alexa

Moment mal, Mercedes Benz hört auf Alexa? Oh ja, es stimmt! Ab sofort ist auch „der gute Stern auf allen Straßen“ der digitalen Dame hörig. 

Ab sofort ist es auch in Deutschland soweit und Mercedes Benz lässt den Sprachdienst von Amazon namens Alexa an Bord.

In den USA scheint diese Kooperation erfolgreich zu laufen, denn die Ausweitung auf Deutschland und das Vereinigte Königreich zeugen zumindest von bisherig positiver Resonanz.

 

Komfortbringender Dialog mit Alexa

Alexa, frage Mercedes me nach der Reichweite.

Diese Frage könnte beispielsweise den Mercedesfahrer in den Sinn kommen, wenn er im Büro oder zu Hause – in Reichweite von Alexa – die Information für eine anzutretende Dienstreise erhielt und auf diese Weise via Alexa erfährt, wie weit sein Mercedes noch kommt, bevor er zur Tankstelle muss.

Auch der Standort des Autos oder der Zeitpunkt des nächsten Service kann außerhalb des Fahrzeugs abgefragt werden. Alexa vermag nun via Mercedes-me-Dienst auch die Standheizung aus der Ferne zu bedienen.

 

Driving Office – der Mercedes wird zum fahrenden Büro

Ein neuer Dienst „Bürofunktion im Auto“ ist nun außerdem Bestandteil von „Mercedes me“ und ermöglicht diverse Office-Lösungen im Fahrzeug zu nutzen. Dieser connect-Dienst seht derzeit für die C‑Klasse und GLC  zur Verfügung.

Der Zugriff auf den persönlichen Kalender aus dem Fahrzeug heraus ist einer der neuen Vorteile dieser Bürofunktionen. Dabei übernimmt zum Beispiel das Navigationssystem automatisch den zu einem Kalendereintrag angegebenen Ort und führt Mercedes samt Fahrer zum Ziel.

Oder man kann sich mit der im Termin hinterlegten Telefonnummer für eine Konferenz verbinden. Selbst der dafür notwendige Einwählcode wird automatisch übernommen. Command Online und eine aktive Datenverbindung sind hierfür Voraussetzung. Apropos…

 

Die Voraussetzungen

Neben einem aktiven Mercedes-me Konto benötigt der interessierte Kunde auch ein entsprechendes Gerät von Amazon sowie die darüber funktionierende Alexa-App. Alle Mercedes-Benz-Modelle ab Baujahr September 2014, welche ein Kommunikationsmodul für die Nutzung von Mercedes-me-Diensten eingebaut haben, sind Alexa-tauglich.

Ist man stolzer Besitzer einer E- oder S‑Klasse, können auch – aktuell noch auf Großbritannien beschränkt – Routenziele per Befehl an Alexa gegeben werden:

Alexa, sag Mercedes me, es soll dem Auto eine Adresse schicken.

 

Schöne neue Welt

In den Zeiten der digitalen Vernetzung war es nur eine Frage der Zeit, bis verschiedene Lösungen wie Alexa von Amazon und Mercedes-me von den Stuttgartern zusammenfinden. Die damit neu eröffneten Möglichkeiten sind mit Sicherheit erst ein in der Gesamtheit betrachteter kleiner Vorgeschmack.

 

Alexa und Mercedes-me im Dialog
Verstehen sich blendend – Alexa und Mercedes-me.

 

Zukünftig spielen derartige Kooperationen auch Zielen, wie dem autonomen Fahren in die Karten. Doch auch die Transparenz der Kunden schreitet durch diese Entwicklungen weiter voran. Es bleibt zu hoffen, dass dabei dem Umgang mit persönlichen Daten die notwendige Transparenz erhalten und auf die jeweilige Notwendigkeit beschränkt bleibt.

 

Text: NewCarz / Bilder: Daimler

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