Was kostet Autotuning?

Ein schickes Auto ist schon etwas Besonderes. Aus dem typischen Fahrzeug vom Band wird durch Tuningmaßnahmen ein echtes Unikat, welches nicht nur Blicke auf sich zieht, sondern oftmals wesentlich besser fährt.

Nur zeigt sich bezüglich der Kosten auch das Tuning als Regel und nicht als Ausnahme. Wie sämtliche anderen Arbeiten am und im Auto auch, kosten Tuningmaßnahmen viel Geld, zumal nicht alle von Ihnen selbst durchgeführt werden können. Aber wie lassen sich die Arbeiten finanzieren? Gibt es hier Sparpotenzial oder Wege, kurzfristig Geld für ein besonderes Schnäppchen aufzunehmen? Dieser Artikel schaut den Tuningkosten unter die Haube.

 

Was kosten Tuningmaßnahmen im Einzelnen?

Beim Tuning gibt es natürlich verschiedene Möglichkeiten – und sie alle gehen mit unterschiedlichen Preisen einher. Grob gesagt, kostet das Lackieren von besonderen Mustern wesentlich mehr, als das bloße Aufbringen von entsprechenden Tattoofolien. Grundsätzlich sind Arbeiten besonders teuer, die einen echten Eingriff in das Fahrzeug erfordern und gar von zertifizierten Werkstätten durchgeführt werden müssen.

Diese Maßnahmen müssen meist sogar noch von einer Prüfstelle abgenommen werden, wodurch die Prüfgebühr und die Kosten für die entsprechenden Eintragungen in die Fahrzeugpapiere noch hinzukommen. Ein Überblick:

  • Chiptuning – hier wird direkt die Motorleistung beeinflusst. Autohersteller lassen die meisten Fahrzeuge nur mit rund 80 Prozent ihres Potenzials laufen, sodass hier natürlich wirklich mehr Leistung herauszuholen ist. Allerdings ist Chiptuning nicht gleich Chiptuning. Beim sogenannten 10-Cent-Tuning wird der Kraftstofffeinstoß erhöht, gleichzeitig kommt ein Widerstandsgerät zwischen Temperaturelement und Motorsteuerung. Dieses Tuning ist teilweise schon für unter 100 Euro erhältlich. Teurer wird es, wenn das Motorsteuergerät, bzw. dessen Chip komplett neu programmiert wird. Diese Variante hat aber den Vorteil, dass das Auto quasi mühelos zurück auf »Werkseinstellung« gesetzt werden kann. Je nach Fahrzeug kostet dieses Tuning bis zu 1000,00 Euro. Die letzte Variante ist der Austausch des Chips. Hier hängt der Preis vom Fahrzeug, dem gewünschten Chip und dem Aufwand ab.

  • Turbolader – der Turbolader besteht aus einem Gehäuse mit Verdichter- und Turbinengehäusen an den Enden. Der Turbolader wird an den Abgaskrümmer montiert. An diesen Teilen kann herumgeschraubt werden, um die Haltbarkeit des Bauteils zu verlängern, aber auch eine allgemeine Optimierung herzustellen. Es gibt verschiedenen Tuningoptionen, sodass auch der Preis variiert. Unter 350,00 Euro kommen Tuningfreunde jedoch nicht weg.

  • Tuning der Abgasanlage – hier geht es nicht allein um die Leistung, sondern auch um die Optik. Das Tuning der Abgasanlage kann aus dem Einsatz eines neuen Endschalldämpfers bestehen, aber auch aus einer komplett neuen Anlage. Wie teuer das Tuning ist, hängt vom Umfang und den verwendeten Materialen ab.

  • Luftfilter – auch er gehört zum Motortuning und bewirkt eine Leistungssteigerung. Die Sportluftfilter erhöhen auch das Motorengeräusch. An dieser Stelle muss – wie auch beim Tuning der Abgasanlage – daran gedacht werden, dass das Auto schnell zur fahrenden Ruhestörung wird. Übersteigt die Lautstärke 80 Dezibel, wird ein Bußgeld fällig.

Wer nicht nur die Leistung des Wagens erhöhen will, sondern ihn auch optisch an die neue Motorleistung anpassen möchte, der muss oft wirklich tief in die Tasche greifen. Das gilt insbesondere für diejenigen, die gerne eine Umlackierung und Sportsitze hätten.

 

Abgasanlage
Soundmaschine – Auch die Abgasanlage ist ein begehrtes Tuningobjekt

 

Wie lässt sich das finanzieren?

Der beste Weg, um das Tuning zu bezahlen, ist natürlich, zu sparen und immer dann nachzulegen, wenn das Geld vorhanden ist. Nur geht das vielfach gar nicht so einfach. Wird ein Chiptuning durchgeführt, empfiehlt sich auch ein neuer Luftfilter, damit es dem Motor an nichts fehlt. Grundsätzlich sollten sich Tuningfreude vor dem Start an folgende Punkte halten:

  • Fachleute befragen – bei diesem Punkt geht es erst mal nur um die Frage, welche Arbeiten sich bei dem jeweiligen Fahrzeug lohnen und welche davon zuerst durchgeführt werden können. Gleichzeitig kann überlegt werden, ob nicht einige Arbeiten durch andere ersetzt werden können. Wer gerne eine auffällige Lackierung wünscht, der kann oft gut mit Klebefolien die Kosten reduzieren.

  • Angebote einholen – viele Werkstätten bieten Tuningmaßnahmen an, doch fallen die Kosten oft unterschiedlich aus. Für manche Arbeiten lohnt sich auch eine DIY-Werkstatt. In ihr sind alle Arbeitsgeräte vorhanden, es sind stets Fachleute vor Ort und es wird sich gegenseitig geholfen. Selbst müssen nun die Teile angeschafft werden, zudem fällt eine Nutzungsgebühr an.

  • Rechtliches erfragen – zu den reinen Tuningkosten kommen oft eine neue Eintragung und die Abnahme des Fahrzeugs beim TÜV oder bei der Dekra. Auch hierfür fallen Kosten an, die mit einkalkuliert werden müssen.

Jetzt ist es auch möglich, sich für das Tuning Geld zu leihen. Besonders gut eignen sich hier sogenannte Minikredite. Das kommt besonders dann in Betracht, wenn eine Werkstatt oder ein Anbieter ein besonderes Angebot hat, welches nur noch diesen Monat läuft. Minikredite belaufen sich auf geringe Summen und laufen nur höchstens 90 Tage.

Dennoch gilt eins: Für das Tuning sollte sich niemand verschulden. Das Geld für die Rückzahlung muss daher vorhanden sein. Minikredite passen in der Regel dann, wenn im nächsten Monat ohnehin ein fester höherer Geldeingang erwartet wird, der noch nicht verplant ist. Weihnachts- oder Urlaubsgeld ist beispielsweise bestens geeignet, um den Kredit zurückzubezahlen.

Wie lässt sich beim Tuning sparen?

Wer mehrere Werkstätten aufsucht und sich Angebote einholt, wer vielleicht die benötigten Teile selbst im Internet bestellt oder – für Sitze und Teile – auf Schrottplätzen sucht, kann durchaus sparen. Dasselbe gilt für diejenigen, die sich den Besuch einer DIY-Werkstatt zutrauen.

Wichtig ist nur, nicht die Optik und Leistung vor die eigene Sicherheit zu stellen. Speziell Arbeiten am Fahrwerk, den Bremsen, aber auch dem Motor müssen fachkundig durchgeführt werden, denn das beste Tuning hilft nichts, wenn das Fahrwerk mit einem Mal währen der Fahrt hakt.

Fazit – Tuning kostet

Kurz vor dem Führerschein und dem ersten Auto hat wohl jeder gedacht, dass die Eltern niemals damit recht hatten, dass das Auto eine Spardose ohne Ausgabeloch sei. Ein Jahr später wusste wohl jeder, dass der Spruch stimmt. Die Kosten für Tuningmaßnahmen schließen sich wunderbar mit in die Weisheit ein, denn auch hier fallen massive Kosten an. Trotzdem gibt es Wege, zumindest etwas zu sparen.

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