McLaren Elva – Kompromisslosigkeit extrem

McLaren Elva

Fahrerlebnis und Leistung pur erleben, das funktioniert im neuen McLaren Elva definitiv, denn er besitzt weder eine Verglasung noch ein Dach.

Wie aus einem Guss

So erscheint dieser Roadster, denn Übergänge zwischen Außenformen und dem Interieur sind nur marginal vorhanden. Und wenn, dann wirken sie fließend ineinandergreifend. Das wirkt optisch beispielsweise so, als würden die Türen in Teilen bis in die Kabine verlaufen. Auch die Höcker hinter den beiden maßgeschneiderten Sitzen aus Carbonschalen scheinen sich neben dieselbigen zu „ergießen“. Kohlefaserverstärkter Kunststoff ist überhaupt eines der hauptsächlich verwendeten Materialien und sichert stringente Leichtbauweise.

McLaren Elva schräg hinten rechts
Wie man sieht, muss Kompromisslosigkeit nicht gleichzeitig Schönheit ausschließen.

Die Gürtellinie wurde gleichzeitig als Sicherheitszone so konzipiert, dass die Insassen umschlossen bleiben und dadurch eine Helmpflicht nicht besteht. Dennoch kann auf Wunsch mit Helm gefahren werden.

Elva – Eine Hommage an die Sechziger

Der Name des Super-Roadsters stammt aus einer Zeit, als einige der Gruppe-7-Fahrzeuge auch als Versionen für Kunden unter dem Namen McLaren-Elva verkauft wurden. Elva war damals eine kleine Firma, die sich bereits in den Fünfzigern dem Fahrzeugbau verschrieben hatte und diesen Umbau übernahm. Die Firma gibt es längst nicht mehr, den Namen schon und diesen hatte sich McLaren kurz vor Bekanntgabe des Roadsters gesichert.

Vergleich Elva
Der Roadster ist eine Huldigung an die McLaren-Elva M1A bis M1C aus den 60-er Jahren.

AAMS als Weltneuheit im McLaren Elva

Ausgesprochen Active Air Management System oder kurz AAMS heißt ein neuentwickeltes System, welches die Luft durch die Front des Roadsters leitet und bei höheren Geschwindigkeiten durch eine Klappe vor den Insassen zu entlassen.

AAMS am Elva
Deutlich sichtbar: Die Luftklappe des AAMS auf der Fronthaube des neuen McLaren Elva.

Dadurch bildet sich eine Art aerodynamische Blase um das Cockpit, welche die Insassen vor dem Großteil der unerbittlichen Fahrtwinde abschirmt. Der Lufteinlass liegt direkt über dem Frontsplitter. Ein Carbonfaserwindabweiser an der Vorderkante besagter Auslassklappe bewegt sich bei aktiviertem AAMS bis zu 150 Millimeter in den Luftstrom und erzeugt dadurch einen Unterdruck, der die ausströmende Luft nach oben leitet. Bei inaktivem AAMS strömt die Luft übrigens durch zwei im Frontbereich vor den Vorderrädern befindliche Kühler für die Ladeluft und das Getriebeöl.

Wer trotz dieser ausgeklügelten Technik nicht auf eine Windschutzscheibe verzichten möchte, kann diese auch ab Werk hinzubuchen.

815 PS im McLaren Elva

Als Antrieb des Elva dient ein 4.0-Liter-Biturbo-V8, der aus dem McLaren Senna stammt und nochmals um 15 PS bereichtert wurde. Dadurch leistet dieser 815 PS und liefert unverändert ein maximales Drehmoment von 800 Newtonmetern. Die Beschleunigungswerte sind erwartungegemäß eindrucksvoll. Denn die 100-km/h-Marke fällt in unter drei Sekunden. Noch imposanter ist der Sprint aus dem Stand auf 200 km/h, für die der McLaren Elva nur 6,7 Sekunden benötigt.

Neben einer variablen Driftkontrolle sichern eine elektro-hydraulische Lenkung und eine aktive Dämpferkontrolle mit drei Grundabstimmungen für optimale Anpassungsmöglichkeiten entsprechend den jeweiligen Bedürfnissen.

Preis und Verfügbarkeit

Da es sich beim McLaren Elva zweifelsohne um ein puristisches Fahrzeug handelt, verwundert es nicht, dass es den Roadster in der Basisausstattung ohne Audiosystem gibt – aus Gewichtsgründen, versteht sich. Als Option ist akustische Untermalung allerdings erhältlich – ohne Aufpreis. Auch ein Liftsystem oder superleichte Fünfspeichen-Felgen anstelle der Zehnspeichen-Felgen können ohne zusätzliche Kosten gebucht werden. Kein Wunder, denn der Basispreis beträgt bereits stolze 1.695.000 Euro, wobei die deutsche Umsatzsteuer hier schon berücksichtigt wurde.

McLaren baut nur 399 Exemplare von diesem kompromisslosen Roadster, die Ende nächstes Jahr, also 2020 ausgeliefert werden sollen.

Text: NewCarz / Fotos: McLaren

Schreibe einen Kommentar

Ich akzeptiere die Datenschutzhinweise