Audi A3 Sportback 30 g-tron – Supersparsam mit CNG

Audi A3 Sportback 30 g-tron
Pressemitteilung: Audi erweitert die A3-Familie um ein neues Mitglied: den A3 Sportback 30 g-tron.


Sein Antrieb mit Erdgas beziehungsweise Biomethan macht das Kompaktmodell besonders wirtschaftlich, klimaschonend und schadstoffarm.
Wie alle Varianten der neuen A3-Baureihe bringt es sportliches Design, ein digitales Bedienkonzept und reichhaltige Serienausstattung mit.


Basierend auf Erfahrungen

Schon der erste A3 Sportback g-tron, den Audi 2014 vorgestellt hat, bot ein ausgefeiltes Technikkonzept – der Nachfolger baut darauf auf. Sein 1.5 TFSI-Motor leistet 131 PS und stemmt von 1.400 bis 4.000 Umdrehungen pro Minute 200 Nm Drehmoment.

Sein Turbolader mit variabler Turbinengeometrie nutzt die Abgasenergie bestmöglich und sorgt für einen frühen und harmonischen Aufbau des Drehmoments. Das so genannte Miller-Brennverfahren bringt bei ruhiger Fahrweise große Verbrauchsvorteile – mit seiner verkürzten Kompressionsphase und der langen Expansionsphase ist es gezielt für den Teillastbereich ausgelegt.

Der Betrieb mit dem klopffesten Kraftstoff CNG erlaubt gegenüber dem konventionellen Brennverfahren des 1.5 TFSI 150 PS eine auf 12,5:1 erhöhte Verdichtung, auch sie steigert die Effizienz. Zylinderkopf, Einspritzanlage, Turbolader und Katalysator wurden entsprechend für den CNG-Motor modifiziert. Bevor das Gas die Einblasventile erreicht, verringert ein elektronischer Druckregler den Druck von maximal 200 bar, der in den Tanks herrschen kann, auf 5 bis 9 bar.


Die Leistungsdaten des Audi A3 Sportback 30 g-tron

Das CNG-Modell beschleunigt in 9,7 Sekunden von null auf 100 km und erreicht 211 km/h Höchstgeschwindigkeit. Im NEFZ-Mittel begnügt sich der Vierzylinder mit 3,6 – 3,5 Kilogramm CNG (Compressed Natural Gas) pro 100 Kilometer, das entspricht einem CO2-Äquivalent von 99 – 96 Gramm pro Kilometer.

Mit einer Füllung seiner Gastanks kommt das Auto im NEFZ-Zyklus bis zu 495 Kilometer weit, im WLTP sind es bis zu 445 Kilometer. Hinzu kommt eine Zusatzreichweite auf Basis des Reserve-Benzintanks mit einem Netto-Nutzvolumen von 9 Litern, der vor der Hinterachse angeordnet ist. Serienmäßig überträgt eine Siebengang S tronic die Kräfte auf die Vorderräder.


Audi A3 Sportback 30 g-tron hinten
Nur rund 3,5 Kilo CNG benötigt der Audi A3 Sportback 30 g-tron auf 100 Kilometer Fahrstrecke.



Der Vierzylinder startet grundsätzlich im CNG-Betrieb und spritzt nur in seltenen Betriebszuständen eine geringe Menge Benzin ein. Sobald der Druck in den Gastanks unter eine gewisse – vom aktuellen Fahrzustand abhängige – Schwelle fällt, schaltet der Motor auf Benzin-Betrieb um.

Der Fahrer spürt diese Umschaltvorgänge nicht, er bekommt die Füllstände der Tanks und den Verbrauch im jeweiligen Betriebsmodus im digitalen Kombiinstrument angezeigt. Die beiden Einfüllstutzen liegen unter einer gemeinsamen Tankklappe.


Leicht und sicher: die CNG-Tanks

Im Hinterwagen des Audi A3 Sportback 30 g-tron liegen, quer zur Fahrtrichtung, drei CNG-Tanks. Vor dem Benzintank ist ein schmaler Stahlzylinder montiert, der zirka 4 Kilogramm Gas fasst. Unter dem Gepäckraumboden finden zwei große Tanks Platz, die jeweils rund 7 Kilogramm CNG speichern können.

Sie sind aus Faserverbundmaterial aufgebaut, getreu der Leichtbauphilosophie von Audi wiegt jeder von ihnen nur 26 Kilogramm. Ein Behälter aus gasdichtem Polyamid bildet ihre innere Lage, die höchstfeste äußere Schale besteht aus zwei Schichten – kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK) innen und glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) außen. Die GFK-Schicht dient auch der Sicherheit: Bei Beschädigungen verfärbt sie sich milchig-weiß. Eine Abdeckung, die ebenfalls aus GFK besteht, schützt die Tanks gegen Steinschlag und andere Einflüsse von der Straße.


Audi A3 Sportback 30 g-tron Tanks
Insgesamt drei CNG-Tanks besitzt der Audi, gut geschützt durch Carbon und Glasfaser.



Sorgfalt bei der Herstellung hat höchste Priorität: Bevor die Tanks im Auto montiert werden, erfolgt eine Druckprüfung mit 300 bar – der Betriebsdruck liegt mit 200 bar weit niedriger. Zudem halten die Behälter einem Berstdruck von 580 bar stand, was die gesetzlich verlangten 470 bar ebenfalls klar übertrifft. Die Anforderungen bei den Crashtests werden ebenfalls deutlich übererfüllt.


Starke Vorteile: geringere Kosten, niedrige Emissionen

In puncto Ökonomie fährt der Audi A3 Sportback 30 g-tron ebenfalls ganz vorne, auch weil Erdgas und Biomethan bis 2026 in Deutschland steuerbegünstigt sind. Ähnlich positiv ist die Emissionsbilanz: Aufgrund des hohen Wasserstoff-Anteils im Kraftstoff emittiert ein CNG-Auto etwa 20 Prozent weniger Kohlenstoffdioxid als ein vergleichbares Benzinmodell.

Derzeit gibt es in Deutschland etwa 850 CNG-Tankstellen. Mehr als die Hälfte davon vertreibt zu 100 Prozent Reststoff-Biomethan, und die Zahl steigt weiter an. Damit fährt der Kunde annähernd klimaneutral: Wenn der Kraftstoff im Motor verbrannt wird, setzt er nur so viel CO2frei, wie die Biomasse, aus der er entstanden ist, beim Wachstum gebunden hat.

Durch die Einspeisung von Audi e-gas ins Erdgasnetz trägt die Marke mit den Vier Ringen dazu bei, den Anteil von nachhaltigem Methan im Gas-Mix weiter zu erhöhen. Der synthetische Kraftstoff entsteht in der Power-to-Gas-Anlage in Werlte und wird mithilfe von Windstrom aus Wasser und Kohlendioxid gewonnen.

Als CO₂-Quelle nutzt Audi eine benachbarte Biogas-Anlage, die landwirtschaftliche Reststoffe verwertet. Die Power-to-Gas-Anlage im Emsland ist Forschungsstätte und Produktionsstandort in einem und dient auch dazu, das Stromnetz bei einem weiter ansteigenden Anteil fluktuierenden Grünstroms aus Wind und Sonne zu stabilisieren.


Ausstattungshighlights im Audi A3 Sportback 30 g-tron

Wie alle Modelle der Baureihe bietet der Audi A3 Sportback 30 g-tron großen Fahrspaß und hohen Alltagsnutzen. Unter seinem expressiv gezeichneten Exterieur stecken viele Technologien aus der Oberklasse. Sie finden sich im Bedienkonzept und im Infotainment ebenso wie in den Scheinwerfern, im Interieur und im sportlich-ausgewogenen Fahrverhalten. Der Kofferraum fasst je nach Stellung der Rücksitzlehnen 280 bis 1.100 Liter Gepäck, der Ladeboden schließt bündig mit der Ladekante ab.

Serienmäßig bringt der Audi A3 Sportback 30 g-tron unter anderem folgende Ausstattungen mit: Scheinwerfer in LED-Technologie, ein digitales Kombiinstrument, ein 10,1-Zoll Touch-Display, ein Multifunktions-Lederlenkrad sowie die Assistenzsysteme Audi pre sense front, Spurverlassenswarnung, Ausweichassistent und Abbiegeassistent.

Optional gibt es Matrix-LED-Scheinwerfer mit digitalem Tagfahrlicht, eine Dreizonen-Klimaautomatik, ein Head-up-Display, Sportsitze mit integrierten Kopfstützen, ein Panorama-Glasdach sowie den adaptiven Fahrassistenten, der den Fahrer bei der Längs- und Querführung unterstützt. Je drei Exterieur- und Interieur-Lines, die sich frei miteinander kombinieren lassen, sorgen für hohe Individualisierung.

Der Audi A3 Sportback 30 g-tron startet im Herbst 2020 in Deutschland und weiteren europäischen Ländern in den Verkauf. Sein Grundpreis in Deutschland beträgt 30.705,88 Euro.


NewCarz meint dazu:

Wir finden es überaus anerkennenswert, dass Audi weiterhin auf CNG-Antriebe setzt. Die Effizienz dieses alternativen Antriebs hat sich bereits in einigen unserer Tests eindrucksvoll gezeigt. Jetzt wäre nur noch eine Bezuschussung dieses Antriebskonzepts durch den Staat wünschenswert, um das Ganze weiter in die Breite zu tragen.

Warum man sich seitens der Politik auf dem kürzlich abgehaltenen Autogipfel dagegensprach, entzieht sich unserem Verständnis. CNG besteht bereits zum jetzigen Zeitpunkt mehrheitlich aus Biomethan und kaum noch aus Erdgas, ist somit eine erneuerbare und nahezu klimaneutrale Energiequelle.

Mit dieser reduzieren sich die Schadstoff- und Emissionswerte enorm – beste Voraussetzungen, um dieses Konzept mittels Staatsubventionen noch attraktiver zu machen.

Text: NewCarz/Audi – Bilder: Audi

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