Nissan Qashqai Teil 2 – Big in Japan

Nissan Qashqai 3

In diesem zweiten Teil unseres Specials zum neuen Nissan Qashqai stellen wir unter anderem die Antriebe des Kompakt-SUV vor.

Darüber hinaus werfen wir einen Blick auf die Ausstattungen und – hier wird es besonders spannend – auf die technischen Neuerungen, die dem Japaner zuteil wurden.


Die Motorisierungen des Nissan Qashqai

Angeboten wird der neue Nissan Qashqai mit zwei Motoren in insgesamt drei Leistungsstufen. Jeder neue Qashqai verlässt derweil immer teilelektrifiziert das Werk, während der Diesel im neuen Modell aus dem Programm genommen wurde. Stattdessen gibt es einen besonderen Hybriden, der auf den Namen e-Power hört. Nachfolgend stellen wir die Motoren noch einmal im Detail vor:


Der 1.3 DiG-T

Der bereits seit 2018 im Nissan Qashqai verbaute 1.3 DiG-T Motor erhielt mit Einzug in der neuen Generation ein umfassendes Update. Hinzu kommt ein 12-Volt-Mildhybrid-System, welches zum einen den Verbrauch senkt und zum anderen einen zusätzlich E-Boost bereitstellt.

1.3 DiG-T
Den 1.3 DiG-T gibt es in zwei Leistungsstufen: 140 und 158 PS.


So schaltet sich der Verbrenner bereits bei unter 18 km/h – beispielsweise beim Heranrollen an eine Ampel ab und verlängert so die Stopp-Phase des Start-Stopp-Systems. Im Geschwindigkeitsbereich zwischen 20 und 110 km/h werden zudem sechs Newtonmeter „Boost“ bereitgestellt, was wiederum den Verbrenner entlastet und zusätzlichen Schub bereitstellt. Der 1.3 DiG-T ist in den Leistungsstufen 140 und 158 PS erhältlich und kann wahlweise mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe oder dem Automatikgetriebe Xtronic bestellt werden.


Der e-Power

Mit dem Nissan e-Power Antrieb erhält der Qashqai ein weiteres Novum und zudem eine Europapremiere. Dieses System besteht aus einem 154 PS starken Verbrenner, einem 190 PS starken Elektromotor, einer Hochleistungsbatterie, einem Stromgenerator und einem Wechselrichter. Die maximale (System-) Leistung beträgt 187 PS.

Qashqai-Schriftzug
Der Modellschriftzug in Versalien ist bei allen Qashqai serienmäßig.


Das Prinzip ist hier anders als erwartet: Der Benzinmotor treibt fortwährend den Stromgenerator an, der wiederum die Hochleistungsbatterie lädt. Von dieser wird der Elektromotor gespeist und treibt die Räder an. Der Verbrenner läuft dabei stets mit optimaler Drehzahl, was sich signifikant positiv auf den Kraftstoffverbrauch auswirkt.

Hinzu kommen weitere Vorteile, wie die lineare Beschleunigung eines E-Fahrzeugs sowie deren konstante Leistungsabgabe. Zudem kann der Nissan Qashqai e-Power auch mit nur einem Pedal gefahren werden. Dieses „One-Pedal-Driving“ kennen wir auch vom Nissan Leaf.


Mehr Technik, mehr Qashqai 

Bei der Entwicklung der neuen Generation des Nissan Qashqai hat man keine halben Sachen gemacht und die Technik ganz weit in den Fokus gerückt. So erhält der Kunde schon beim Einstieg einen Vorgeschmack auf das, was ihn erwartet. Und dies sind in Summe drei Displays sowie ein schicker, nicht zu überladener Arbeitsplatz.

Innenraum
Der Innenraum des neuen Qashqai ist aufgeräumt; die Bedienung intuitiv.


Die weiße Ambientebeleuchtung beschert eine ruhige Stimmung, während das volldigitale Cockpit mit 12,3 Zoll TFT-Display die wichtigsten Information bereitstellt. Zu erwähnen ist hier, dass verschiedene Layouts vorhanden sind, die wiederum konfiguriert werden können. Dank der extrem scharfen Auflösung ist beste Ablesbarkeit bei jedem Umgebungslicht gegeben. Damit die Liebe zum Detail nicht fehlt, wurde eine „Kiriko“-Textur in den digitalen Hintergrund integriert, die wie geschliffenes Glas wirkt und einen Hinweis auf die japanische Herkunft gibt.

Digitaltacho
Im Hintergrund gibt es digitale Kiriko-Glaselemente zu bewundern.


Weiter geht es mit einem vollfarbigen Head-Up-Display im Format 10,8 Zoll, welches die Informationen direkt in die Windschutzscheibe projiziert. Das dritte Display im Bunde ist der nunmehr neun Zoll große Zentralbildschirm, der neben Android Auto auch mit Apple CarPlay arbeiten kann – hier sogar kabellos. Darüber hinaus gibt es an Bord einen WiFi-Hotspot für bis zu sieben mobile Endgeräte sowie die Sprachassistenzsysteme Google Assistant und Amazon Alexa.

Für musikalische Untermalung ist ebenfalls gesorgt, denn neben DAB-Radio kann über Bluetooth fleißig Musik gestreamt werden. Der Klang kommt auf Wunsch aus einem Bose Premium Soundsystem, das mit angenehmem Bass den Innenraum sehr gut beschallen kann.

Lenkrad
Tolles Lenkrad samt einfacher Bedienung – Der Qashqai legt hier gut vor.


Wirklich spannend: Die Warn- und Hinweistöne wurden in Zusammenarbeit mit dem japanischen Videospiele-Hersteller Bandai Namco entwickelt. Das bisherige Piepen ist nun passé; vielmehr gibt es jetzt eine harmonische Zweiton-Akustik für die meisten Töne.

Der Nissan ProPilot mit Navi-link ist ebenfalls neu an Bord und erweitert die Funktionen des bisherigen ProPilot um weitere Facetten. So kann hier das Fahrzeug die zuvor eingestellte Geschwindigkeit sowie den Abstand zum Vordermann halten. Außerdem bremst das Fahrzeug bis zum Stillstand und setzt sich – beispielsweise im Stop-and-Go-Verkehr automatisch wieder in Bewegung, sofern nicht mehr als drei Sekunden vergehen.

Qashqai Assistenten
Die Assistenzsysteme werden teilweise über das Cockpit eingestellt.


Ein autonomer Notbrems-Assistent sorgt derweil dafür, dass das Fahrzeug in kritischen Situation automatisch gebremst wird. Gleiches gilt für den rückwärtigen Querverkehrswarner; auch hier wird im Zweifel eine automatische Bremsung eingeleitet.

Abschließend möchten wir noch ein Wort über den neuen, zentralen Airbag zwischen den Vordersitzen verlieren, der ein Novum bei Nissan darstellt und dafür sorgt, dass Fahrer und Beifahrer im Falle eines Unfalls nicht zusammenstoßen. 


Auf allen Wegen – Mit 4×4-Antrieb bestens gerüstet

Wie schon das Vorgängermodell, rollt auch der neue Nissan Qashqai optional mit Allradantrieb zum Kunden. Dieses Allradsystem ist massiv überarbeitet worden und verfügt über fünf verschiedene Fahrmodi, die jedem Einsatz gerecht werden dürften. Nachfolgend gibt es einen kurzen Überblick über die Fahrprogramme:

  • Standard – Wie der Name bereits vermuten lässt, handelt es sich hierbei um das Standard-Fahrprogramm, das eine gelungene Balance aus Komfort, Effizienz und Dynamik bietet.
  • Eco – Hier wird besonderen Wert auf ein effizientes Vorankommen gelegt, die Gänge der Xtronic-Automatik werden früh eingelegt und die Beschleunigung findet gleichmäßig statt.
  • Sport – Im Sportmodus geht es besonders dynamisch zu, die Gänge werden höher ausgedreht und die Lenkunterstützung wird reduziert. Außerdem wird die Drehzahl in Kurven gehalten, um den Fahrspaß zu maximieren.
  • Snow – Besonders im Winter kommt der Snow-Modus zur Geltung, der explizit für den Betrieb auf verschneiten Wegen und vereisten Fahrbahnen vorgesehen ist.
  • Offroad – Geht es mal abseits befestigter Wege, darf gern in das Fahrprogramm Offroad gewechselt werden. Dieses wurde für matschige und / oder steinige Feld- und Waldwege konzipiert und sichert hier stets ein Höchstmaß an Traktion.

Neben den neuen Fahrprogrammen, gibt es noch eine weitere Neuerung, die den Allradantrieb besonders macht. Die Reaktionszeit wurde extrem verkürzt und beträgt nun nur noch zwei Zehntelsekunden. Umgesetzt wurde dies mit einer Direktkupplung, die anstelle der bisherigen elektromechanischen Kupplung zum Einsatz kommt und für ebendieses hervorragende Ergebnis sorgt. Dabei steuert das System nicht nur die Leistungsverteilung zwischen den Achsen. Auch Lenkung, Gasannahme und Schaltpunkte werden hier signifikant beeinflusst, was in Summe dafür sorgt, dass auch die Agilität gestiegen ist.

Qashqai Allrad
Mit diesem Drehregler werden die Fahrmodi ausgewählt.


Der Allradantrieb ist aktuell in Verbindung mit dem 158-PS-Benziner und dem Automatikgetriebe Xtronic erhältlich. Der Preis für den 4×4-Qashqai liegt bei 38.510 Euro für die bereits üppig ausgestattete Version N-Connecta.

Wir hoffen, mit diesem Bericht einen umfangreichen Einblick in die Modellpalette des neuen Nissan Qashqai gegeben und Ihnen, liebe Leserinnen und Lesern, einen kleinen Appetizer auf das neue Kompakt-SUV aus Japan kredenzt zu haben.

Text: NewCarz

Fotos: Nissan / NewCarz

 

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