Dacia Sandero Stepway hybrid 155 – Neue Topmotorisierung

Dacia Sandero Stepway hybrid 155

Tags

Mit mehr PS, weniger Tankstopps und immer noch erschreckend vernünftig: der Dacia Sandero Stepway hybrid 155 ist die stärkste Variante des Bestsellers.

Es gibt Dinge, auf die kann man sich verlassen: Der Himmel ist blau, Stau entsteht grundsätzlich fünf Minuten vor dem Ziel und Dacia baut Autos, bei denen der Rotstift offenbar Entwicklungschef ist. Das war bislang keine Beleidigung, sondern das Erfolgsrezept. Während Listenpreise bei anderen Marken mit Extras aufgeblasen werden wie ein Hefeteig, serviert Dacia seit Jahren nüchterne Hausmannskost zum Discounterpreis.

Doch jetzt passiert etwas Interessantes. Der Sandero Stepway bekommt einen Vollhybrid mit 158 PS. Plötzlich geht es nicht mehr nur darum, möglichst günstig von A nach B zu kommen. Offenbar möchte der Bestseller Europas unterwegs auch den einen oder anderen überraschten Golf-Fahrer im Rückspiegel zurücklassen.


Der Bestseller, über den die Konkurrenz nur ungern spricht

Dass der Sandero 2024, 2025 und auch im ersten Halbjahr 2026 Europas meistverkauftes Auto war, dürfte in manchen Vorstandsetagen ungefähr so beliebt sein wie eine Stromrechnung im Hochsommer. Schließlich beweist Dacia mit bemerkenswerter Konsequenz, dass viele Käufer gar keine beleuchteten Markenlogos, Sprachassistenten mit Persönlichkeit oder Türverkleidungen aus vegan gegerbtem Einhornleder brauchen.

Dacia Sandero Stepway hybrid 155 innen
Erstaunlich viel drin: der Dacia Sandero Stepway hybrid 155 bietet bereits als Einstiegsmodell eine Menge.

Sie wollen ein Auto, und möglichst viel davon und das Ganze möglichst bezahlbar. Und genau hier grätscht der Sandero seit Jahren erfolgreich in die Kalkulation der Konkurrenz.


Dacia Sandero Stepway hybrid 155 – Sparfuchs entdeckt das Überholen

Unter der Haube arbeitet nun ein 1,8-Liter-Benziner gemeinsam mit einem Elektromotor. Zusammen liefern beide 158 PS Systemleistung. Das Multi-Mode-Automatikgetriebe übernimmt den Rest.

Interessanter ist allerdings das Drehmoment. Bereits der Elektromotor stellt 205 Newtonmeter bereit. Das sorgt für spontanen Vortrieb, ohne dass der Verbrenner erst tief Luft holen muss. Der Sprint auf 100 km/h dauert lediglich 8,3 Sekunden. Für einen Dacia fühlt sich das fast unanständig an. Die Höchstgeschwindigkeit wird bei 180 km/h elektronisch begrenzt.


Sparsamkeit bleibt Ehrensache

Natürlich wäre es kein Dacia, wenn der Verbrauch plötzlich in sportliche Regionen klettern würde. Mit lediglich 4,4 Litern nach WLTP und CO₂-Emissionen von nur 100 Gramm pro Kilometer bleibt der Hybrid angenehm genügsam.

Besonders charmant: Laden muss niemand. Während sich Plug-in-Hybrid-Fahrer mit Wallboxen, Ladekarten, Apps und blockierten Säulen beschäftigen, erledigt der Sandero seinen Energiehaushalt ganz unspektakulär selbst. Bremsen, rekuperieren, weiterfahren. So unkompliziert kann Elektrifizierung sein.

Selbst die Kfz-Steuer bleibt mit lediglich 46 Euro pro Jahr auf einem sehr angenehm niedrigen Niveau.


Vernunft trägt jetzt Kupfer

Auch optisch bleibt der Stepway robust, angenehm unprätentiös und verzichtet weiterhin darauf, sich als Geländewagen auszugeben, obwohl sein größtes Abenteuer meistens der Bordstein vor dem Supermarkt ist.

Die Ausstattung kann sich inzwischen allerdings durchaus sehen lassen. Schon die Version Expression bringt einen 10,1-Zoll-Touchscreen, kabelloses Apple CarPlay und Android Auto, Connected Services, Rückfahrkamera, digitale Instrumente, elektrische Parkbremse sowie eine Armada an Assistenzsystemen mit.

Die Variante Extreme setzt noch einen drauf. Klimaautomatik, schlüsselloser Zugang, Totwinkelwarner, Parksensoren vorne und kupferfarbene Designakzente verleihen dem Sandero eine Portion Lifestyle, ohne dabei peinlich geschniegelt zu wirken.


Nachhaltigkeit ohne Marketing-Poesie

Auch beim Material bleibt Dacia angenehm bodenständig. Kein Chrom, kein Leder tierischen Ursprungs, dafür robuste Stoffe und Starkle, ein widerstandsfähiger Kunststoff mit recyceltem Polypropylen.

Keine halbstündige Imagekampagne mit dramatischer Klaviermusik für solche Dinge, Dacia erwähnt diese fast nebenbei und baut das Auto einfach.


Preisdes Dacia Sandero Stepway hybrid 155: Der eigentliche Gamechanger

Der eigentliche Hammer steht ohnehin ganz unten auf der Preisliste. Ab 20.790 Euro startet der Sandero Stepway Hybrid 155 als Expression, die Topversion Extreme kostet 21.990 Euro.

Dacia Sandero Stepway hybrid 155 schräg oben
Auch als Topmotorisierung bleibt der Sandero Stepway ein Preisbrecher.

Man muss sich diese Zahlen kurz auf der Zunge zergehen lassen. Dafür bekommt man inzwischen bei einigen Wettbewerbern gerade einmal den Grundpreis ohne Metallic-Lack, Navigationssystem und die Fußmatten, die dann auch gerne noch separat berechnet werden.


NewCarz meint dazu:

Der neue Sandero Stepway Hybrid 155 ist vielleicht der größte Albtraum für Marketingabteilungen etablierter Hersteller. Nein, er fühlt sich nicht an wie ein Premium-SUV für 50.000 Euro. Das will er aber auch gar nicht. Stattdessen liefert Dacia ehrlichen Gegenwert. Dass der Sandero Stepway jetzt auch noch flott unterwegs ist, macht ihn nicht nur attraktiver, sondern straft alle Lügen, die glauben, vernünftige Autos müssten zwangsläufig langweilig sein. Wir prognostizieren der neuen Topmotorisierung einen echten Lauf.

Quelle & Fotos: Dacia / Text: NewCarz

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Ich akzeptiere die Datenschutzhinweise