BYD SHARK – Pick-up kommt nach Europa

BYD SHARK

Tags

Der neue BYD SHARK ist ein Pick-up mit Plug-in Hybridantrieb, der nun nach Europa kommt und hiesigen Diesel-Pick-ups das fürchten lehren soll.

Mit dem SHARK schickt der chinesische Hersteller seinen ersten Pick-up nach Europa und verbindet dabei Plug-in-Hybrid-Technik mit Allradantrieb, hoher Leistung und einer Ausstattung, bei der sich manche SUV der oberen Mittelklasse verwundert die Augen reiben.

Nach seiner Weltpremiere beim Goodwood Festival of Speed startet der rund fünf Meter lange Doppelkabinen-Pick-up zunächst in Großbritannien. Weitere ausgewählte europäische Märkte sollen noch in der zweiten Jahreshälfte 2026 folgen. Welche Länder als Nächstes beliefert werden, hat BYD bislang allerdings noch nicht verraten.


BYD SHARK leistet 436 PS

Unter der Haube verabschiedet sich BYD von klassischen Pick-up-Tugenden. Wo bislang häufig großvolumige Selbstzünder arbeiteten, setzt der SHARK auf die hauseigene DMO-Super-Hybrid-Technologie (Dual Mode Off-road). Das System kombiniert einen 1,5-Liter-Turbobenziner mit zwei Elektromotoren. Gemeinsam erzeugen sie eine Systemleistung von 436 PS und ein maximales Drehmoment von 650 Newtonmetern.

BYD SHARK Front
Der Name ist Programm: die Fahrzeugfront soll an einen Hai erinnern.

Das Ergebnis überrascht: Den Sprint auf 100 km/h absolviert der Pick-up in lediglich 5,7 Sekunden. Werte, die bislang eher auf Sportlimousinen als auf Fahrzeuge mit Ladefläche hindeuten.


90 Kilometer elektrisch, 675 Kilometer insgesamt

Dennoch soll der SHARK kein Kraftprotz ohne Gewissen sein. Herzstück des Antriebs ist eine 32,2-kWh-Blade-Batterie, die laut BYD die größte Batterie in einem Plug-in-Hybrid-Pick-up auf dem europäischen Markt darstellt.

BYD SHARK Seite
Das Nutzfahrzeug bietet als PHEV sogar Schnellladefähigkeit dank DC-Ladetauglichkeit.

Bis zu 90 Kilometer rein elektrische Reichweite nach WLTP sollen im Alltag möglich sein. Mit vollgeladener Batterie und vollem Kraftstofftank steigt die Gesamtreichweite auf bis zu 675 Kilometer. Der kombinierte WLTP-Verbrauch liegt bei lediglich 3,5 Litern pro 100 Kilometer. Selbst bei nahezu leerem Akku nennt BYD noch 9,6 Liter pro 100 Kilometer. Geladen wird serienmäßig mit bis zu 11 kW AC oder 55 kW DC, wodurch der Akku in rund 21 Minuten von 30 auf 80 Prozent geladen werden kann.


BYD SHARK auch abseits befestigter Straßen zuhause

Trotz aller Elektrifizierung möchte der BYD SHARK seine Pick-up-Gene nicht verleugnen. Ein Leiterrahmen bildet die Basis des Fahrzeugs, die Batterie ist mittels Cell-to-Chassis-Technologie besonders geschützt integriert.

BYD SHARK Heck
Der „Hai“ ist nicht nur auf Asphalt zu Hause, sondern auch abseits befestiger Wege.

Der intelligente Allradantrieb verteilt die Kraft automatisch auf alle vier Räder und bietet spezielle Fahrprogramme für Sand, Schlamm, Schnee und Schotter. Doppelquerlenkerachsen vorne und hinten sowie eine serienmäßige Bergabfahrhilfe sollen sowohl auf der Straße als auch im Gelände für hohe Fahrstabilität sorgen. Hinzu kommen 2,5 Tonnen Anhängelast, 790 Kilogramm Nutzlast sowie eine rund 1.200 Liter große Ladefläche, womit der SHARK klassische Arbeits- und Freizeitaufgaben problemlos meistern dürfte.


Fast luxuriös ausgestattet

Spartanisch war gestern. BYD liefert den SHARK in Europa ausschließlich in einer umfangreich ausgestatteten Version aus. Zum Serienumfang gehören unter anderem ein 15,6 Zoll großes Infotainmentdisplay – laut BYD das größte seiner Klasse –, ein digitales Kombiinstrument, Head-up-Display, Dynaudio-Soundsystem mit zwölf Lautsprechern, beheiz- und belüftete Vordersitze, kabelloses Apple CarPlay und Android Auto, induktives Smartphone-Laden sowie eine 360-Grad-Kamera.

Hinzu kommt eine Besonderheit, die den SHARK insbesondere für Handwerker und Outdoor-Fans interessant macht: Über die serienmäßige Vehicle-to-Load-Funktion (V2L) können externe Geräte mit bis zu 6 kW Leistung direkt über das Fahrzeug betrieben werden – vom Winkelschleifer über die Kreissäge bis zur Kaffeemaschine.


Marktstart mit Kampfansage

Optisch orientiert sich der SHARK an seinem Namensgeber. Die Front soll an das Gesicht eines Hais erinnern, während kräftige Radhäuser, breite Schultern und markante Lichtleisten den robusten Auftritt unterstreichen. Erhältlich ist der Pick-up in fünf Außenfarben und serienmäßig auf 18-Zoll-Leichtmetallrädern.

Preise für Deutschland nennt BYD noch nicht. Klar ist jedoch: Der SHARK soll nicht nur gegen klassische Diesel-Pick-ups wie Ford Ranger, Toyota Hilux oder Isuzu D-Max antreten, sondern zugleich zeigen, dass Elektrifizierung und Nutzfahrzeug sich nicht ausschließen müssen.


NewCarz meint dazu:

Der BYD SHARK wirkt wie ein Weckruf für ein Segment, das sich in den vergangenen Jahren technisch nur behutsam weiterentwickelt hat. BYD kombiniert üppige Leistung, moderne Hybridtechnik und eine Ausstattung, die man bislang eher aus hochwertigen SUV kennt. Natürlich wird sich erst im Alltag zeigen müssen, ob der Plug-in-Hybrid auch unter harter Belastung hält, was die Daten versprechen. Doch eines steht schon jetzt fest: Langweilig wird der Wettbewerb im Pick-up-Segment künftig ganz sicher nicht mehr. Und für die etablierten Hersteller dürfte der SHARK ungefähr so willkommen sein wie ein Weißer Hai beim entspannten Bad im Meer.

Quelle & Fotos: BYD / Text: NewCarz

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Ich akzeptiere die Datenschutzhinweise