In diesem zweiteiligen Special kehren wir zurück zu den Anfängen des Subaru Outback und erklären, wie sich der Offroad-Kombi über sechs Generation hinweg zu dem entwickelt hat, was er heute ist – ein beliebter Crossover, der weder Asphaltadern noch den Weg ins Gelände scheut.
Dieser Beitrag behandelt die ersten drei Generationen, welche von 1996 bis 2009 gebaut wurden.
1996 – Der Legacy erhält Zuwachs
Im Jahr 1996 bereicherte der Outback erstmals deutsche Straßen und kam als Ableger der Legacy-Familie auf den Markt. Daher hieß der Offroad-Kombi damals noch „Legacy Outback“.
Die Besonderheit des Fahrzeugs lag schon damals darin, dass er die Vorzüge eines klassischen Kombis mit denen eines Geländewagens zu kombinieren wusste. So zeichnete sich die erste Generation des Outback durch eine massive und fast flächendeckende Beplankung aus, die weit mehr als nur ein paar vorbeischrammende Sträucher wegstecken konnte.
Hinzu kamen unter anderem vergitterte Nebelscheinwerfer sowie eine geänderte Front- und Heckschürze. Besonders spannend: Als „Outback Turbo“ wartete der Subaru schon damals mit der noch heute markanten Lufthutze auf der Motorhaube auf.
Die Ausstattung war für damalige Verhältnisse ebenfalls üppig. So rollte der Outback auf Wunsch mit fernbedienbarer Zentralverriegelung, ABS, Berganfahrhilfe (damals „Hill Holder“ genannt), Scheinwerferreinigungsanlage sowie einem Glas-Schiebedach vom Band. Auch eine Klimaautomatik, ein Tempomat oder Sitzheizung konnten hinzu gebucht werden.
Legacy heißt im Übrigen übersetzt „Vermächtnis“, weshalb mit dem Japaner auch eine gewisse Erwartungshaltung einhergeht. Beim Blick auf die Ausstattung dürfte er diese jedoch auch zu seiner Zeit voll und ganz erfüllt haben.
Der erste Outback wurde mit einem 2,5 Liter großen Boxermotor ausgerüstet, der zum damaligen Zeitpunkt bereits stattliche 150 PS generierte. Das maximale Drehmoment betrug 221 Newtonmeter und stand bei 4.000 Umdrehungen pro Minute zur Verfügung. Von Null auf 100 km/h ging es in 10,3 Sekunden, maximal waren 195 Sachen drin.
Mit 488 Litern beziehungsweise 1.710 Litern bei umgeklappten Rückenlehnen durfte die erste Generation als solider Lademeister gelten.
1999 – Der Subaru Outback als eigenständiges Modell
Mit der zweiten Generation erfuhr die neue Generation des Offroad-Kombis einen kleinen Image-Wechsel. Die einst so massive Beplankung wurde nun ein wenig dezenter ausgeführt, behielt aber gleichzeitig seinen charismatischen Look. Beim Antrieb bleibt es zunächst bei dem altbewährten Vierzylinder-Boxer, dessen Leistung nun um sechs auf 156 PS steigt.
Ab dem Modelljahr 2000 heißt das Fahrzeug nun nur noch Subaru Outback und schafft damit eine eigene Nische für den bereits damals sehr erfolgreichen Offroad-Kombi. Das ist gleich aus mehreren Perspektiven spannend, denn erstens gab es zu diesem Zeitpunkt die Bezeichnung Crossover noch gar nicht und zweitens zeigt dies auf, dass diese Fahrzeuggattung schon in den späten 1990ern zahlreiche Abnehmer fand.
Übrigens prägte schon die erste Generation des noch Legacy Outback genannten Japaners den S.U.W. – Sports Utility Wagon. Dies ist gar nicht mehr so weit von den heutigen SUVs (Sports Utility Vehicle) entfernt.
Wem die Leistung nicht genügte, der konnte auf den 3,0-Liter-Boxer upgraden. Der Sechszylinder leistete 209 PS und stemmte maximal 282 Newtonmeter auf die Kurbelwelle. Selbstredend, dass alle Outback-Modelle über Allradantrieb verfügten.
Auf Wunsch konnten Kunden ihren Outback mit schicken Vollleder-Sitzen ausstatten und den Innenraum mit schicken Holz-Dekoren schmücken. Ebenfalls neu ist die Fahrdynamikregelung Vehicle Dynamics Control – kurz VDC. Dies erhöhte die Fahrsicherheit signifikant und darf als Meilenstein im Hause Subaru gelten.
2003 – Der erste Diesel-Boxer der Welt
Generation Nummer Drei erschien im Herbst 2003 und brachte eine ganze Palette an Neuerungen mit. Doch der Reihe nach. Zunächst stieg die Leistung der 2,5-Liter-Maschinen auf 165 PS, der Sechszylinder bot fortan stattliche 245 Pferdestärken.
Rund drei Jahre nach der Einführung der dritten Generation wurde erstmals ein Dieselmotor für den Subaru Outback angeboten. Dieser 150 PS starke Selbstzünder wartete mit zwei Litern Hubraum auf und war seinerzeit der erste Diesel-Boxer-Motor der Welt.
Die bereits erwähnten Ausstattungsumfänge waren derweil absolut reichhaltig. So offerierte der Offroad-Kombi erstmals Bi-Xenon-Scheinwerfer, ein Panorama-Glasdach sowie ein Navigationssystem samt DVD-Laufwerk und Touchscreen. Auch zogen elektrische Sitze, ein Multifunktionslenkrad und Zweizonen-Klimaautomatik in den Outback ein. Spannend ist auch der Umstand, dass bereits die dritte Generation die Außenspiegel elektrisch anklappte.
Vom Biedermann zum etablierten Daily-Offroader
Bereits der Blick auf die ersten drei Generationen zeigt eindrucksvoll, wie es der Outback von seinem Dasein als „Ausstattungslinie“ hin zum eigenständigen Modell geschafft hat. Bereits in den späten 1990ern waren Kunden bereit, ihr Geld in einen Wegbegleiter zu investieren, der mehrere Vorteile miteinander verband.
Besonders gravierend ist derweil der Sprung von Generation Zwei auf Drei. Die hiermit einhergehenden Upgrades gleichen einer Metamorphose und wir möchten hier gar von einer kleinen Revolution sprechen.
Wie sich der Subaru Outback in den Generationen Vier, Fünf und Sechs entwickelt hat, verraten wir im zweiten Teil unseres Outback-Specials.
Text: NewCarz
Fotos: Subaru
Sorgt seit 2015 stets für den „Nachschub“ an automobilen Neuigkeiten, ob als Modellpremieren, Modellpflege oder strategische Neuausrichtung von Herstellern – um nur einige zu nennen. Sein enger Draht zu den Herstellern ist ein Garant für brandneue Informationen und Autonews aus erster Hand. Seine automobile Vorliebe gehört vor allem den gut motorisierten Cabrios und Coupés dieser Welt.
Da hat der Autor einen sehr gelungenen Artikel über ein innovatives Auto verfasst. Ich fahre selbst einen Subaru legacy outback 1997 und freue mich jedes mal, wenn ich in das Fahrzeug einsteige. Diesen Winter hatten wir ja auch reichlich Schnee und Eis. Da zog der 4 WD spurtreu seine Bahnen. Er bewegt sich sowohl auf Forstwegen als auch auf Autobahnen souverän und zieht mühelos unseren schweren Wohnwagen. Trotz Allem ist der Outback ein zeitloses , innovatives Automobil , mit einem guten Fahrkomfort.